Sehr gute Idee Stephie
Also dann fang ich mal an; ich weiß nur nicht so recht wo...Aber der Reihe nach:
Ich muss zugeben, dass mich die vierte Staffel bis jetzt noch nicht so überzeugt hat. Das hat gar nicht mal unbedingt mit den Neuen zu tun, sondern mit dem Gesamteindruck - an dem die Neuen natürlich auch beteiligt sind. Ich finde diese Veränderung gut, und am Anfang dachte ich auch, das mit dem Casting wird bestimmt witzig. Das war es auch so für ein, zwei Folgen, aber dann ging es mir langsam auf die Nerven. Ich denke einfach, dass zu viele Charaktere gleichzeitig auf dem Bildschirm sind, wodurch die Serie weniger subtil, intensiv und tiefsinnig wirkt, ganz einfach deshalb, weil ja - im Moment zumindest, also nach sechs Folgen - nicht wirklich Zeit dafür da ist, sich auf eine Person intensiver zu konzentrieren, so wie in den vorherigen Staffeln. Wäre es vielleicht besser gewesen, gleich mit nur drei neuen Ducklings anzufangen? Ich habe das Gefühl, alles wird immer nur angeschnitten, dann geht es gleich woanders weiter und es wird wieder ein neuer Handlungsstrang eröffnet. Dadurch werden besonders die alten Ducklings vernachlässigt, aber auch die anderen "alten" Charaktere leiden darunter. Und das wirkt sich auch auf deren Entwicklung aus: Was ist z.B. mit Cuddy? Sie war ja schon immer nachgiebig, aber mir kommt es so vor, als hätte sie bald gar keine Autorität mehr House gegenüber.
Und House wirkt auch so...ich weiß nicht...zweidimensional. Mir fehlt diese intellektuelle Kontroverse...Was ist mit Cam und Chase? Bis jetzt eher vernachlässigt...Und kommt es nur mir so vor oder waren Jennifer Morrisons schauspielerische Leistungen schonmal besser? Das ist jetzt nicht böse gemeint (im Fox-Forum gings zu dem Thema ja schon ziemlich ab), aber ich finde man merkt ihr an, dass sie unterfordert ist. Foreman bekommt noch am meisten Screentime...Find ich ganz gut, aber sooo weit sollte man es vielleicht auch nicht ausdehnen.
Zu den Neuen: Die finde ich erstaunlich farblos. Am sympathischsten war mir immer noch Scooter, aber den anderen kann ich nichts abgewinnen, sorry. Besonders Thirteen geht mir auf den Keks; dieses ganze Pseudo-Geheimnisvolle wirkt mir zu inszeniert. Okay, aber wenn noch ein paar mehr rausfliegen, wer weiß, wahrscheinlich werden die "Übriggebliebenen" ja noch interessanter.
Was mich aber langsam wirklich stört neben der fehlenden Subtilität ist dieser platte Humor. Das fing mit dem "Tribal Council" an, dann das mit dem Abführmittel, der peinliche Klingelton von Houses Handy und diese plumpen sexuellen Anzüglichkeiten bei dieser CIA-Tante. Da frage ich mich: Muss das sein? Gerade letzteres lässt House als Charakter unglaubwürdig werden. Ich hab nix gegen sexuelle Spannungen und dieses "Knistern", aber doch bitte nicht so...Da kann ich mir auch irgendwelche billigen deutschen Comedy-Shows ansehen.
Und nochwas zum Thema unlogisch/unglaubwürdig: Auch hier gab es schon so einige Punkte. Das mit dem Messer in der Steckdose, der unerklärlicherweise zurückgegangene Vicodinkonsum (obwohl Thirteen und Wilson darüber Witze machen - also da passt doch was nicht), das weniger merkliche Hinken und das mit Cuddys Birth Control-Pills. Na wenn sich die Schreiber mal nicht zu sehr verrennen...
Naja gut, aber genug gemeckert *g* Ich fand z.B. die erste Folge und "Mirror, Mirror" wirklich super. Wenn es weiterhin noch solche Folgen gibt, bin ich zufrieden. Und das "Casting" ist ja auch bald vorbei, dann ist hoffentlich wieder mehr Zeit für Charakterentwicklungen, und zwar nicht nur bei den Neuen
Ui, das wurde jetzt aber länger als geplant *g*



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