Übertrag:
Na ja, die Diskussion war in einer früheren Phase, ich habe den Eindruck Wilson versteht ihn gegenwärtig noch am besten. Er hat dazugelernt.
Aber es stimmt: Menschen mit starken chronischen Schmerzen werden von niemanden verstanden, der nicht ebenfalls 'da war', es sei denn, wenn sie Glück haben, von Schmerzspezialisten. Es ist einfach von Aussen zu sehen und zu sagen: Du böser, böser Junge, schon wieder zu viel Vicodin genommen.
Zu viel? Hat er über 200mg. Hydrocodone täglich eingenommen? Die obere Grenze, für Erwachsene vorgesehen, ist 240mg/Tag. Mit Vicodin ist sie nicht zu erreichen, denn das würde 20 Tabletten pro Tag erfordern, das würde die Leber innert Kürze rösten.
House halluziniert nicht nur wegen der Tabletten, sondern auch, weil er die Verluste nicht verarbeitet hat. Amber, sein Vater, Kutner sind tot. Hat er auch nur einen der drei ordentlich betrauert? Ist es ein Zufall, dass ihm Amber und Kutner als Halluzination erscheinen?
Zurück zum Thema deines Beitrags: Wilson versteht ihn mittlerweile viel besser als je zuvor, aber nicht vollständig. Er sagte gerade: Ich weiss, dass du den Schmerz fürchtest, aber Elektroschocks?
Zum ersten Mal war seine Stimme dabei weinerlich. Es beginnt ihm zu dämmern, wie sehr House unter den Schmerzen leidet, wenn er lieber MS oder Schizophrenie hätte, als vom Vicodin wegkommen zu müssen.
Nein, ich meinte, dass sie ihn zuerst unter Druck setzte, ihn ohne Schmerzmittel trocken legte, und noch auf ihn wütend war, weil er die Oxycodone erschlich. Das war schlimm. Und dann besuchte sie ihn in der Reha nicht einmal. Tolle Unterstützung!Die Sache mit Tritter anzuführen, bei der Cuddy im Gerichtssaal lügt, ist meiner Meinung nach nicht unbedingt vorteilhaft.
Da frag ich mich doch, wer ihm überhaupt noch helfen kann?
Ach, da bin ich schon noch froh. Aber was Cuddy sagte, wissen wir nicht. Ich kann nur hoffen, dass sie sein Verhalten in den letzten Wochen jetzt versteht und begriffen hat, dass er sie liebt. Wie sie darauf reagiert, weiss ich nicht, aber die erste Reaktion war nicht gerade liebenswürdig: Ja, sie versteh ihn, streichelt ihn sogar tröstend, aber die Arbeit, die schwere Aufgabe, ihn in die Psychiatrie vorbeizubringen, die übernimmt, schon wieder, Wilson.Wilson weiß wie House tickt, manchmal, oftmals, weiß er wie er Sachen vermasselt und dergleichen, Cuddy weiß auch wie House tickt, ebenfalls manchmal vllt mehr auf der beruflichen Ebene.
...
Manchmal ist Cuddy stiller Beobachter, manchmal nicht, manchmal ist Wilson stiller Beobachter manchmal nicht. Jedoch gehen Wilsons Versuche meistens in die Hose, wie du ja schon einmal bemerkt hast, Cuddys Versuche, sind "anscheinend" nicht vorhanden, demnach gibt es nur einen Menschen, der House aus der Krise helfen kann. Er selbst. Da helfen keine Freunde oder Verwandte, Bekannte, Kollegen. Wenn House nicht selbst einsieht, dass ER was ändern soll, wird er es auch nicht. Und siehe da, er lässt sich einweisen, also ist er, wenn auch nur im Moment, auf dem Wege der Besserung, nachdem ihm vor Augen geführt wurde, dass er schon ganz weit unten aufm Boden liegt.
Dass ihn da weder Wilson, noch Cuddy, mit Füßen tritt ist wohl verständlich.
Keiner der Beiden denkt an das 'Danach', keiner überlegt sich, welche Alternativtherapie House in Anspruch bekommen könnte. Cuddy schlug einmal allen Ernstes Aspirin vor. Aspirin! Ein anderes Mal schlug sie Ibuprofen vor. Beide Medikamente:
a. Wirken zu schwach.
b. Würden seinen Magen innert Kürze durchlöchern.
Ist es ein Wunder, dass bisher kein Versuch gut ging?
House muss etwas an sich ändern? Na was denn? Ein neues Bein kaufen?
Dass er jetzt auch das Vicodin nicht mehr hat, ist eine Tragödie. Schmerzpatienten haben keine reiche Auswahl da. Alle anderen Medikamente, die ihm die Schmerzen genügend lindern könnten, sind noch gefährlicher. Die meisten würden ihn arbeitsunfähig machen. Mit Vicodin hat er jetzt Halluzinationen. Toll.
Wie ich mehrmals gesagt habe: Die einzige gescheite Alternative, die mir einfällt, ist eine Morphiumpumpe, die direkt auf den Nerv einwirkt, der für die schmerzende Region einwirkt (Spinalnerv L3 rechts, genau gesagt). Die Erfolgsquote ist jedoch weit von 100% entfernt, und die Methode ist gefährlich. Vom Nichtwirken bis zu Sepsis bis zur Querschnittlähmung, ja sogar Meningitis und Tod (alles schon gesehen).
Es wird hart, und er ist alleine. Aber es ist nicht sein Fehler, dass er alleine ist.
Und nein, es ist keine Schizophrenie.
Mene übrigen Spekulationen folgen, meine Mittagspause ist vorbei.



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