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Gibt es diagnostische Abteilungen?

Erstellt von misanthrop, 29.06.2008, 16:20 Uhr · 15 Antworten · 7.081 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Ally_Cam

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    RE: Gibt es diagnostische Abteilungen?

    Original von Gregor Haus
    Original von misanthrop
    Ich meine eine richtige diagnostische Abteilung, zu der unlösbare Fälle gelangen.
    Dafü rgibts in Deutschland sogar eine Spezialklinik (keine Abteilung, sondern ein spezielles Krankenhaus, daher verspätete bemerkt):

    Klick mich. Und zwar hart.
    Kurze Anmerkung dazu: die Rhoen Kliniken AG ist eine private (privat finanzierte, daher auch als AG aufgestellte) Klinikkette. Die DKD ist nach Vorbild der renommierten Mayo-Klinik in den USA gestaltet und ist führend was diagnostische Verfahren angeht. Die Klinik ist ansonsten gegliedert wie andere Krankenhäuser auch, nur dass dort bessere diagnostische Verfahren zur Verfügung stehen, schlicht weil die für sowas mehr Geld und damit bessere Ausstattung haben als gemeinnützige Krankenhäuser.
    Spezielle diagnostische Abteilungen sind an den "regulären" Krankenhäusern in Deutschland eher die Seltenheit (mir ist hier jedenfalls keine bekannt, obwohl ich mich in dem Umfeld aus Berufsgründen gut auskenne), in den USA habe ich davon aber häufiger gehört/gelesen.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von misanthrop

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    Vielleicht sind ja diagnostische Abteilungen genau der Grund, warum so viele gute Ärzte in den Staaten sind? Zumindest ist ja dauernd die Rede vom "großen Arzt" aus Übersee.
    Oder braucht man fachübergreifende Abteilungen für Diagnostik hier einfach nicht?

  4. #13
    Avatar von Ally_Cam

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    Es gibt interdisziplinäre Kooperationen zum Ziel der Diagnostik und Behandlungen, dann aber eher für spezielle Krankheitsbilder - an vielen Kliniken gibt es z.B. sog. Brustzentren, das sind Kooperationen von verschiedenen Abteilungen zur Diagnostik, Behandlung und auch Prävention von Mammakarzinomen (also Brustkrebs). Ähnliche Zentren gibt es für andere Erkrankungen, z.B. ein Kopfschmerzzentrum am Klinikum Großhadern in München oder diverse Herzzentren, nur um mal Beispiele zu nennen. Die Diagnostik dort ist halt eher speziell auf bestimmte Organe und Erkrankungen ausgerichtet.
    Die diagnostischen Abteilungen sind eher nicht der Grund warum so viele deutsche Ärzte in die Staaten gehen, eher die besseren Forschungsbedingungen und die schlechten Arbeitsbedingungen an den deutschen Kliniken. Diagnostik ist im Endeffekt eine Disziplin, die jeder Arzt beherrschen muss und die jeder Arzt auch Tag für Tag anwendet, der eine eben spezifischer, der andere interdisziplinärer.

  5. #14
    Avatar von misanthrop

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    Danke für diese ausführliche Information. Will Deutschland eigentlich nicht mehr in die Forschung pumpen, oder kann das Land nicht mehr?
    Wenn ich das richtig verstanden habe läuft das allgemein so: In den meisten Kliniken ist es so, dass sich beispielsweise der Neurologe nur mit Erkrankungen auf seinem Gebiet, aber nicht mit welchen, die sich vielleicht auf dem eines Kardiologen bewegen, beschäftigt. Demnach schickt also (in den meisten Krankenhäusern) nicht der Oberdiagnostiker seinen Neurologen zum Patienten, der sich dann an den ebenfalls zur Abteilung gehörenden Kardiologen wendet, sondern der Neurologe überweist den Patienten in die diagnostische Abteilung für Kardiologie.

  6. #15
    Avatar von Ally_Cam

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    Original von misanthrop
    Danke für diese ausführliche Information. Will Deutschland eigentlich nicht mehr in die Forschung pumpen, oder kann das Land nicht mehr?
    Es wird in Deutschland schon auch geforscht, aber durch die vielen privat finanzierten Elite -Unis (Yale, Harvard, Princeton etc.) und auch die vergleichsweise hohen Studiengebühren an den staatlichen Unis, haben die Unis und Forschungseinrichtungen mehr Gelder zur Verfügung als deutsche Universitäten. Deutsche Unis müssen stärker haushalten und mit weit weniger Mitteln auskommen, und da die Ausbildung nicht zu kurz kommen soll, müssen eben an anderen Stellen Abstriche gemacht werden. Daneben ist unsere Gesetzgebung in vielen Dingen noch restriktiver als in den USA, z.B. bei der Stammzellenforschung.

    Original von misanthrop
    Wenn ich das richtig verstanden habe läuft das allgemein so: In den meisten Kliniken ist es so, dass sich beispielsweise der Neurologe nur mit Erkrankungen auf seinem Gebiet, aber nicht mit welchen, die sich vielleicht auf dem eines Kardiologen bewegen, beschäftigt. Demnach schickt also (in den meisten Krankenhäusern) nicht der Oberdiagnostiker seinen Neurologen zum Patienten, der sich dann an den ebenfalls zur Abteilung gehörenden Kardiologen wendet, sondern der Neurologe überweist den Patienten in die diagnostische Abteilung für Kardiologie.
    Richtig, so in etwa läuft das. Im Grunde ist es im Normalfall so, dass nicht der Arzt zum Patienten kommt sondern umgekehrt. Der Patient wird von Abteilung zu Abteilung weitergereicht, bis man ihn entweder als gesund entlassen kann bzw. er auf dem Weg der Besserung ist und zuhause weiter therapiert werden kann bzw. im worst case mit Zettel am Zeh vom Bestatter abgeholt wird.

  7. #16
    Avatar von Violett

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    Ich habe einen Bericht über einen richtigen Diagnostiker und seine Arbeit gefunden!


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