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"Jump the Shark" bei House? (+++ SPOILER)

Erstellt von Dr. Crusher, 27.12.2008, 20:51 Uhr · 17 Antworten · 2.731 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Dr. Crusher

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    "Jump the Shark" bei House? (+++ SPOILER)

    Ich habe dieses Thema schon im Episodenthread für 5x09 angesprochen und dachte mir, es lohnt sich vielleicht, einen eigenen Thread aufzumachen.
    Es geht um die Frage, ob es bei House gewisse Ermüdungserscheinungen gibt, sogenannte "Jump The Shark"-Momente. Zur Begriffsklärung dieser Link zum deutschen Wikipedia-Eintrag:

    Jump the shark ? Wikipedia

    Und ein noch treffenderes Zitat aus dem englischen Wikipedia:

    Jumping the shark is a colloquialism used by TV critics and fans to denote that point in a TV show or movie series' history where the plot veers off into absurd story lines or out-of-the-ordinary characterizations, particularly for a show with falling ratings apparently becoming more desperate to draw viewers in. In the process of undergoing these changes, the TV or movie series loses its original appeal. Shows that have "jumped the shark" are typically deemed to have passed their peak.
    Beide Wikipedia-Einträge nennen für die sogenannten "Jump The Shark"-Momente auch einige Beispiele, die mich nachdenklich stimmen:

    - Ein Baby kommt zum Cast dazu (Cuddys Baby)
    - Ein oder mehrere Figuren erleben eine drastische Änderung in ihrem Leben
    (Cuddys Baby, Wilson und Amber)
    - Es werden zusätzliche Figuren integriert (die neuen Ducklings)
    - Figuren, zwischen denen 5exuelle Spannung herrscht, finden endlich
    zueinander bzw. haben 5ex (okay, soweit ist es noch nicht bei House und
    Cuddy...)

    Mir persönlich fallen noch ein:

    - Klischee-Handlungsbögen: Die Geiselnahme in Last Resort - sowas gibt es
    in fast jeder Serie; Die Art und Weise, wie Cuddy zu ihrem Baby kam; Die
    Beziehung zwischen Foreman und Thirteen, die quasi aus dem Nichts
    kam; Thirteens Bi5exualität und die "5ex"-Szene zwischen ihr und einer
    Frau

    Wie seht ihr das? Übertreibe ich, oder könnt ihr meine Besorgnis nachvollziehen, dass die Produzenten und Schreiber langsam wirklich aufpassen müssen?
    Um es nochmal deutlich zu machen: Ich halte House natürlich nach wie vor für eine der qualitativ hochwertigsten Serien, die derzeit im TV laufen und die Hauptfigur ist vielleicht die vielschichtigste, die es je gab. Ich erwarte keine Sendung für Akademiker oder Intellektuelle; dafür gibt es Arte. Aber ich denke, House hat gewisse Maßstäbe gesetzt, sodass der Zuschauer ganz natürlich etwas "verwöhnt" ist und diesen Maßstab auch gehalten sehen will. Die Frage ist, gelingt dies immer noch? Wo seht ihr die Serie in ein bis zwei Jahren? Oder übertreibe ich hier maßlos und mache mir zu viele Gedanken wegen einer Fernsehserie?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Gregor Haus

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    Die Storylines wurden aufgemacht. Bei welcher Folge ist Staffel 5? 12? Da sind theoretisch noch 12 um all die Storylines wieder zurückzuführen und zusammenzuknoten. Zumindest gebe ich ihnen diese Zeit.

    Hugh Laurie sagte dazu mal was: "In Filmen verändert sich der Hauptcharakter. In Serien verändert sich die Welt um den Hauptcharakter herum."

    Das hat weiter Gültigkeit, denke ich. Cuddy soll ihr Baby haben und Thirteen und Foreman ihre Beziehung. Vielleicht - aber auch nur vielleicht - bricht all das am Staffelende wieder zusammen und man steht da wie nach Staffel 3: Im Grunde mit gar nichts. Ich geb der Serie bis einschließlich Folge 6x01 Zeit, mich von diesem Storybogen zu überzeugen. Wenn nicht, dann nicht. Irgendwann nudelt sich jede erfolgreiche Serie tot. ^^

  4. #3
    Avatar von Dr. Crusher

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    Okay, ich mag deinen Optimismus - du hast Recht, wer weiß was das Staffelende noch bringt. Hoffentlich.
    Ich hab übrigens mal weitergestöbert und die offizielle "Jump The Shark"-Website gefunden. Die Kommentare der User, wann und warum House "über den Hai gesprungen" ist, sind ganz interessant:

    House in Jump The Shark

    Gleichzeitig ist House aber immer noch auf Platz 3 der Shows, die angeblich noch keine "Jump The Shark"-Momente hatten...

  5. #4
    Avatar von _HouseMD

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    Ich wollte eigentlich über die Ferienzeit keine Kommentare schreiben, aber wenn du schon so spannende Themen aufmachst, kann ich einfach nicht widerstehen.

    Zuerst mal zu Gregor:

    Zitat Zitat von Gregor Haus Beitrag anzeigen
    Die Storylines wurden aufgemacht. Bei welcher Folge ist Staffel 5? 12? Da sind theoretisch noch 12 um all die Storylines wieder zurückzuführen und zusammenzuknoten. Zumindest gebe ich ihnen diese Zeit.
    Ich stimme voll zu und bin ebenso optimistisch. Die fünfte Staffel ist sogar erst bei Folge 11, d.h. es kommen noch 13 Folgen. Dabei kann man ja keinesfalls sagen, dass die fünfte Staffel schlecht ist. Die ersten 11 Folgen der fünften Staffel waren besser als die ersten 11 Folgen der vierten Staffel (jedenfalls meiner Meinung nach). Es gab herausragende Folgen wie 'Birthmarks', 'Joy', 'The Itch' und gute wie 'Not Cancer', 'Lucky Thirteen', 'Emancipation', 'Last Resort', LTEC und JTTW.

    Die sog. 'Jump the Shark'-Faktoren habe ich ein bisschen mit Schrecken betrachtet. Tatsächlich trifft relativ viel davon zu, aber bei welcher Serie ist das schon nicht so? Verlass dich mal nicht zu sehr auf die dort angegebenen Gründe. Da kann jeder einen hinzufügen und es finden sich ein paar Gleichgesinnte. Der Großteil dort sind schwachsinnige Argumente - Tritter? Warum denn Tritter? Die dritte Staffel?? (In meinen Augen die beste)
    Wieder Tritter? Also das ist schon ein bisschen fragwürdig.

    Und Dr. Crusher, sei mal ehrlich. Für das Spoiler-Debakel bei 5.11 konnten die Autoren wirklich gar nichts. Betrache mal diese Folge ohne diese teilweise lächerlichen Beiträge von Kristin Dos Santos und Ausiello und vor allem ohne die Schlussszene (ich weiß, dass die dich besonders gestört hat). Schon haben wir eine enorm gute Episode. Aber weißt du, was ich besonders schade finde? Die Autoren haben die neuen Ducklings eingesetzt, um eben gerade solche Ermüdungserscheinungen zu vermeiden, die sie befürchtet haben. Sie haben bloß das Gegenteil davon erreicht und nun versuchen sie, ein bisschen in Richtung JTS zu scripten, um das auszugleichen. Ich will das auch nicht weiter bewerten, wer weiß, was geschehen würde, wenn sie das nicht eingebracht haben. Kann es vielleicht sein, dass wir den Anteil an Gleichgesinnten, die Thirteen nicht leiden können und u.a. deswegen nicht mehr schauen, zu hoch einschätzen? Recht repräsentative Umfragen auf SpoilerTV bestätigen mir das.

    Und zuletzt möchte ich noch eines sagen: Ich bin sehr froh darüber, dass die jumptheshark.com-User House noch so erfolgreich bewerten und wir das Glück haben, keine durchgeknallte Autorin in unserer Lieblingsshow zu haben, die Toten nochmal die Möglichkeit zum Schäferstündchen mit Lebenden gibt.

  6. #5
    Avatar von Gregor Haus

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    Ach und was Cuddys Baby angeht: Ich möchte wetten, dass da noch was ganz Übles passiert, das Cuddys Beziehung zu House so ruiniert wie die Sache zu Wilson in Staffel 3 (Beginn) und 4 (Ende). Ganz ehrlich: Ich halte es nur für etwas Vorübergehendes. Außer den neuen Ducklingen hat sich doch bei House nie wirklich etwas geändert.

    Also wie gesagt: Warten wir das Ende von Staffel 5 ab und dann sehen wir uns hier sicher wieder.

  7. #6
    Avatar von ryuijin

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    Es ist wirklich ein interessanter Diskussionspunkt, der im Allgemeinen angeschnitten wird. Sicherlich werden da von irgendwelchen Leuten Sachen definiert, die vielleicht zutreffen mögen, vielleicht aber auch nicht. Nichts desto trotz sehe ich das alles vielleicht doch etwas anders. Wie lange versucht Cuddy nun schon ein Baby zu bekommen? Wie lange wurde das schon thematisiert? Will mir jetzt ernsthaft jemand erzählen, dass die Autoren schon in früheren Staffeln und zwar bemerkenswert früheren Staffeln auf den Punkt gekommen sind, dass House an Zuschauern verliert?

    Man sollte vielleicht das Ganze sehen. Cuddy und House bewegten sich von Staffel zu Staffel mehr aufeinander zu. Die Ducklinge (meiner Meinung nach) sind zwar andere geworden, aber im Ernst, groß thematisiert wurden da zwar einige Sachen (früher) aber auch nicht so viele, dass man sagen könnte, ohne die Person kann ich nicht mehr leben. Selbst House entfernte sich als Charakter mehr von ihnen und das schon teilweise in Staffel zwei.

    In Staffel vier kam der Autorenstreik ja auch noch hinzu, weshalb nun einige Sachen in die fünfte Staffel gequetscht werden/wurden, die vielleicht noch in die vierte gehörten (meiner Meinung nach der Grund, warum es so viele unterschiedliche Handlungsstränge pro Folge gibt seit der 5. Staffel).

    Und im Großen und Ganzen sind die Folgen weder langweilig geworden noch treffen für mich die oben genannten Punkte zu. Das ist doch eigentlich wirklich eine Sache, die subjektiv zu betrachten ist, wenn man die äußeren Umstände, wie Autorenstreik etc. mit einbezieht. Wäre diese Diskussion schon aufgetreten, wenn Cuddy in Staffel 4 ihr Baby bekommen hätte? Oder gar anders gefragt, warum ist nicht schon mit erscheinen der neuen Ducklinge diese Diskussion entfacht? Denn eigentlich wäre das doch laut diverser Aussagen schon der erste Ansatzpunkt gewesen für dieses "Jump the Shark" Gedönsens.

    Abgesehen davon, da wiederhole ich mich nun, warum können diverse Menschen (mich eventuell miteingeschlossen) so schlecht mit Veränderungen umgehen. Meiner Meinung nach, bis auf ein paar wenige Aussetzer und vllt den medizinischen Kram, den ich wirklich nicht beurteilen kann, ist House eine der Serien, die sich weiterentwickelt, über drei oder gar vier Jahre als Assistenzarzt als "Untergebener" zu arbeiten, House oder war es Chase? hatte doch selbst schon einmal erwähnt, dass die alten Ducklinge wahrlich alles von ihm gelernt hätten. Und überhaupt, "unter" solch einem Chef zu arbeiten für eine sehr sehr sehr sehr sehr sehr lange Zeit, ich glaube das hält keiner aus, der noch ein wenig Privatleben, Selbstdenkendes haben möchte und zu dem vllt nicht ständig auf der Arbeit untergebuttert werden möchte. Demnach Veränderung. Ich sehe da allerhöchstens einen mehr oder minder "natürlichen" Kreislauf des Lebens drin und was in Zukunft passiert oder wohin es sich entwickeln mag, das sind Sachen, da mag ich noch keine Schlüsse drüber ziehen. So far

    Tante Edit meint dazu noch folgendes:

    Am Ende kommt eh alles anderes als gedacht, wer hätte schon vermutet, was im Staffelfinale passiert? Niemand. Und wenn die Autoren weiterhin so gut arbeiten, wie sie es bisher getan haben, werden wir noch einige blaue Wunder erleben dürfen, die rein gar nichts mit dem oben genannten Effekt zu tun haben, sondern eher auf das aufbauen, was bisher passiert ist und das im dramatischen Sinne. Ich hoffe auch, dass niemand auf die bescheuerte Idee kommt, am Ende Wilson aufwachen zu lassen und erkennen zu lassen, dass er sich um sich selbst kümmern muss und er alles nur geträumt hätte. Das wird aber meiner Meinung nacht nie passieren, dafür war der Tod Ambers ein viel zu gravierender und "nötiger" Einschnitt in die Serie, auch wenn man zZ nicht wirklich erkennen mag, was Wilson aus der ganzen Geschichte gelernt hat :( (soll mal wieder sein Hirn anmachen, der Kerl )

  8. #7
    Avatar von Dr. Crusher

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    Und Dr. Crusher, sei mal ehrlich. Für das Spoiler-Debakel bei 5.11 konnten die Autoren wirklich gar nichts. Betrache mal diese Folge ohne diese teilweise lächerlichen Beiträge von Kristin Dos Santos und Ausiello und vor allem ohne die Schlussszene (ich weiß, dass die dich besonders gestört hat). Schon haben wir eine enorm gute Episode. Aber weißt du, was ich besonders schade finde? Die Autoren haben die neuen Ducklings eingesetzt, um eben gerade solche Ermüdungserscheinungen zu vermeiden, die sie befürchtet haben. Sie haben bloß das Gegenteil davon erreicht und nun versuchen sie, ein bisschen in Richtung JTS zu scripten, um das auszugleichen. Ich will das auch nicht weiter bewerten, wer weiß, was geschehen würde, wenn sie das nicht eingebracht haben. Kann es vielleicht sein, dass wir den Anteil an Gleichgesinnten, die Thirteen nicht leiden können und u.a. deswegen nicht mehr schauen, zu hoch einschätzen? Recht repräsentative Umfragen auf SpoilerTV bestätigen mir das.
    Du hast Recht, das Spoiler-Debakel von 5.11 hat wirklich viel zu der negativen Kritik der Folge beigetragen. Es ist schwierig im Nachhinein zu überlegen, was man von der Folge gehalten hätte, wenn man keine Spoiler gelesen hätte... Ich versuche es aber trotzdem mal und sage, ich hätte trotzdem Probleme mit der Folge gehabt. Sie ist viel zu "vollgepackt"; da haben wir die Patientin, Thirteens Geschichte, House und Cuddy, House und Wilson und die Wette, die Clinic-Duty, Kutner, der sich als fieser Typ in der Schulzeit entpuppt und schließlich Cuddys Baby-Geschichte. Viel zu viel! Das ist für Staffel 5 symptomatisch, nicht für alle Folgen, es gibt wirklich gute, aber diese hat es irgendwie auf die Spitze getrieben, besonders die Art und Weise, wie Cuddy zu ihrem Baby gekommen ist.

    Ich habe gestern nochmal einige Folgen der zweiten Staffel gesehen. Ihr habt Recht, es war vielleicht logisch und gut, das Team irgendwann von House wegzuholen, ich hab mal drüber nachgedacht und wer weiß ob es glaubwürdig gewesen wäre, die Original-Ducklings immer noch so um House agieren zu lassen, wie sie es in den ersten drei Staffeln getan haben. Das hätte nur funktioniert, wenn man ihnen wirklich gute Geschichten gegeben hätte, um sie weiter zu ergründen, aber nachdem wir in Staffel 3 so komische Sachen bekommen haben wie die Cam/Chase-Affäre, wäre das vielleicht auch keine gute Idee gewesen, von daher ist ein neues Team schon okay und ich habe auch keine Probleme mit dieser Veränderung.
    Aber, um wieder zu 5.11 und zur 5. Staffel zurückzukommen: Genau diese Veränderung brachte Probleme mit sich, wie HouseMD schon erwähnte. Zu viele Figuren, die alle ihre Geschichte brauchen, worunter das Writing der Figuren und der Episoden allgemein leidet. Ja, es stimmt, viele Leute sind von Thirteen genervt, mich eingeschlossen; aber das ist nicht das einzige. Das Problem ist, dass die Folgen lange nicht mehr so homogen sind wie früher, als die Handlungsbögen sich ergänzt haben, wir mehr Interaktion hatten und vor allem mehr Bezug auf die Figur House. Wir bekommen stattdessen immer öfter viele kleine Handlungs-Häppchen, für die in 42 Minuten gar kein Platz ist. Dass die Fans da sauer werden, dass ein uninteressanter Charakter wie Thirteen die wertvolle Screentime bekommt ist da, denke ich, verständlich.

    Kurzum: Veränderungen und offene Storylines sind gut, aber so wie es im Moment aussieht, müssen die House-Macher sehr aufpassen, es nicht zu weit zu treiben, denn durch die o.g. Probleme wird die Serie eben anfälliger dafür, "über den Hai zu springen". "TPTB" sollten sich mehr Zeit nehmen, Sachen auszuarbeiten. Noch ist die Staffel ja erst zur Hälfte vorbei, wer weiß was noch passiert. Ich hoffe, ich kann am Ende der 5. Staffel über meine Besorgnis lachen, wer weiß... Vielleicht gibt es ja noch einige Überraschungen.

    EDIT: Lest euch unbedingt mal diesen Thread zur fünften Staffel bei Television without Pity durch, da sind einige sehr gute Diskussionsansätze dabei:

    http://forums.televisionwithoutpity....c=3180416&st=0

  9. #8
    Avatar von ryuijin

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    Interessante Diskussion, ich habs mir nun nich ganz durchgelesen, weil der Bildschirm mich echt umbringt, werde das aber dann noch tun.

    Interessant fand ich auf jeden Fall, dass da wer behauptet, sie sollen mehr wie in S1 vorgehen. Sicherlich würden wir alle noch House schauen, aber ohne ein klein wenig Veränderung wäre es auf die Dauer irgendwann auch langweilig geworden, meine Meinung. Zweite Sache, die mir nun spontan einfällt zu dem ganzen "es ist zu viel Inhalt in einer Folge" oder auch "warum muss denn in jeder Folge explizit jeder Charakter (oder fast) irgendeinen Mainstrang (Denglisch ftw) haben".

    Durch die ersten drei Staffeln hinweg, hatte man immer eine Person, die einen neuen Handlungsstrang eingefügt hat. Vogler, Stacy (oder Stacey damn it) und Tritter. In Staffel vier kam der Umbruch des Teams, meiner Meinung nach von Nöten, allerdings kam mit diesem Umbruch noch ein zweiter Faktor hinzu. Die Autoren wollen zwanghaft jedem Charakter eine eigene Geschichte zuweisen (der Einzige, der noch nichts abbekommen hat, ist Kutner oder?) und das dann noch in jede Folge wenigstens mal reinquetschen. Das hatte ich schon mal in irgendeinem Folgenthread geschrieben. Irgendwann kommt der Punkt, da kann der Zuschauer nicht mehr allem Folgen... sicherlich muss da viel passieren. Aber dieses Vollgestopfte ist das, was mich im Moment am meisten stört.

    Es hätte durchaus der Serie gut getan, wenn sie in der Staffel (erster Teil) die Freundschaft House Wilson besser thematisiert hätten und dann später (zweiter Teil) meinetwegen die Geschichte mit Cuddy und dem Baby, was evtl zu einer gewissen Huddy-Szene hätte führen können... Das dann zum Staffelfinale den Bach runtergehen zu lassen, weil Cuddy, in welcher Form auch immer, "in dem Baby" doch nicht ihr Glück findet... gerne DANN auch eine etwas genauere Thematisierung zum Thema 13 & Huntington's. Aber das eher zum Ende hin. Zwischendrin ein paar gute ausbalancierte Fälle und ich denke das "Gemaule" und Nachdenken über "wird House zu einer merkwürdigen Serie, die auf Klischees eingeht" wäre mit Sicherheit nur halb so groß.

    Die Frage, die sich einem dann aufdrängt... Wie hätte Staffel vier ohne den Autorenstreik ausgesehen... hätte man die Geschichte mit Cuddy und dem Baby Mitte 4. Staffel einbauen können und anschließend doch noch Amber sterben lassen können? Wäre dann ein Teil vom Inhalt Ende 5. Staffel (so wie oben beschrieben) nach vorne gerückt und 13 & Huntington's wäre früher ins Rampenlicht gerückt? Oder wäre vllt Ambers Tod die "Weihnachtsfolge" gewesen? Wäre meiner Meinung nach zwar unpassend gewesen, aber ein würdiger Abschluss um ins neue Jahr zu starten...

    Demnach kurz und knapp... weniger ist manchmal mehr und das sollten sich die Autoren vllt doch noch einmal durch den Kopf gehen lassen. An sich bin ich froh, dass sich so einiges verändert hat, aber direkt so viel auf einmal? Da müssen sie sich wahrlich nicht wundern, dass man den ein oder anderen Charakter nich ausstehen kann, weil man denkt, dass der ursprüngliche House (und ich meine nicht den aus Staffel 1, einen weiterentwickelten, aber doch noch mit back to the roots House) einfach nicht mehr das ist, was man am Anfang gezeigt bekam... ich hoffe da versteht mich wer...

    Ich werde weiterhin ein meisterhaft großer Fan der Serie bleiben, da müssen die lieben Autoren gravierendere Schritte einleiten, dass ich beim Schauen ins Koma falle... aber manchmal würde ich einfach einen auf Kopf---->Tisch machen, weils einfach an den Haaren herbeigezogen ist... schlussendlich abwarten und Tee trinken.

    Tante Edit meint, dass ich folgen klein schreiben müsste, weil es ja ein Verb is, ich hasse diese Tante

  10. #9
    Avatar von Dr. Crusher

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    Zitat Zitat von ryuijin Beitrag anzeigen
    Es hätte durchaus der Serie gut getan, wenn sie in der Staffel (erster Teil) die Freundschaft House Wilson besser thematisiert hätten und dann später (zweiter Teil) meinetwegen die Geschichte mit Cuddy und dem Baby, was evtl zu einer gewissen Huddy-Szene hätte führen können... Das dann zum Staffelfinale den Bach runtergehen zu lassen, weil Cuddy, in welcher Form auch immer, "in dem Baby" doch nicht ihr Glück findet... gerne DANN auch eine etwas genauere Thematisierung zum Thema 13 & Huntington's. Aber das eher zum Ende hin. Zwischendrin ein paar gute ausbalancierte Fälle und ich denke das "Gemaule" und Nachdenken über "wird House zu einer merkwürdigen Serie, die auf Klischees eingeht" wäre mit Sicherheit nur halb so groß.
    Ja, genau das ist mir auch schon durch den Kopf gegangen! Erste Hälfte der fünften Staffel schön die H/W-Problematik weitergeführt und in angemessener Zeit abgehandelt - mal ehrlich, da steckte so viel Potenzial drin, man denke nur an die ganzen fantastischen Szenen zwischen Hugh und RSL - und zweiter Teil dann Huddy plus meinetwegen eine subtile, aber doch intensive Thematisierung zu Thirteen, die aber irgendwie in Relation zu House steht. Und wie du schon sagtest, ein paar interessante Fälle, bei denen man auch schön wieder den Bezug zu House herstellt. Zu viel House? Nein, denn die Serie heißt House und ist keine "Ensemble Show", wie jemand bei TwoP meinte. Zurück zu den Basics der ersten Staffel, okay, aber mit den Bedingungen der jetzigen. Die Schreiber sind doch nicht doof, also müsste das - zumindest theoretisch - funktionieren...

    Die Frage, die sich einem dann aufdrängt... Wie hätte Staffel vier ohne den Autorenstreik ausgesehen... hätte man die Geschichte mit Cuddy und dem Baby Mitte 4. Staffel einbauen können und anschließend doch noch Amber sterben lassen können? Wäre dann ein Teil vom Inhalt Ende 5. Staffel (so wie oben beschrieben) nach vorne gerückt und 13 & Huntington's wäre früher ins Rampenlicht gerückt? Oder wäre vllt Ambers Tod die "Weihnachtsfolge" gewesen? Wäre meiner Meinung nach zwar unpassend gewesen, aber ein würdiger Abschluss um ins neue Jahr zu starten...
    Hmm, gute Frage... Ich glaube, Huddy war ursprünglich für den zweiten Teil der vierten Staffel geplant. Wer weiß, ob es überhaupt vorgesehen war, Amber zurückzuholen und sterben zu lassen? Ich glaube eher, das war so ne "Notlösung", weil man die Staffel ja noch würdig abschließen musste. Ganz ehrlich, als Wilson plötzlich mit Amber zusammen war, dachte ich mir zum ersten Mal, huch, wieso denn das jetzt, das passt doch gar nicht. Und doch fand ich zwar nicht die Idee mit der Beziehung selbst, aber die Geschichte gut und auch gut zu Ende geführt, weil sie nämlich House selbst beeinflusst hat. Das müsste halt auch wieder gelingen; sonst haben wir nur diese kleinen unabhängigen Geschichtchen, die House selbst ja gar nicht berühren (oder nur minimal), was wiederum "Jump the Shark"-Potenzial bietet, weil es House dann nicht mehr von anderen Serien unterscheidet.

    EDIT: Mir fällt gerade ein, wäre "Dexter" nicht ein Beispiel dafür, wie alle Figuren irgendwie von der Hauptfigur beeinflusst sind und umgekehrt? Ich hab erst die erste Staffel und den Anfang der zweiten gesehen, kann also noch nichts Genaueres sagen. Ist mir nur eben in den Sinn gekommen.

  11. #10
    Avatar von ryuijin

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    Zitat Zitat von Dr. Crusher Beitrag anzeigen
    EDIT: Mir fällt gerade ein, wäre "Dexter" nicht ein Beispiel dafür, wie alle Figuren irgendwie von der Hauptfigur beeinflusst sind und umgekehrt? Ich hab erst die erste Staffel und den Anfang der zweiten gesehen, kann also noch nichts Genaueres sagen. Ist mir nur eben in den Sinn gekommen.
    Ich hab auch nur die erste Staffel gesehen, aber Dexter ist meiner Meinung nach auch ein etwas "gestörter" anderer Part an Serie, die man nich miteinander vergleichen kann. Allerdings, sieht man da wirklich schön, was man so alles anstellen kann und was der Zuschauer am Ende wirklich mag. Nur die erste Staffel Dexter, war auch nicht vom Autorenstreik betroffen, oder irre ich mich? Ich weiß es echt nicht und irgendwo stand mal was von nem Buch zu Dexter, nach dem die erste Staffel gedreht wurde (ihr könnt mich steinigen nun, aber ich weiß es wirklich nich ob's nu stimmt oder nicht) Deshalb schon andere Vorraussetzungen, meiner Meinung nach.

    Allerdings denke, ich dass in der sechsten Staffel House (auch wenn das vllt noch etwas dauern wird in meinen Augen viel zu lange) es wieder etwas ruhiger wird. Ich bin immer noch der Meinung, dass das was in der vierten Staffel durch nicht vorhandene acht Folgen nun in die 5. Staffel reingequetscht wurde. Mit ein bisschen Glück, erwarten uns ja im nächsten Jahr schon wieder ein paar Housefolgen, die auch so sind wie sie heißen, ohne drölf Handlungsstränge und mit mehr Einflussnahme auf House oder von House, wie man es gerne hätte.

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