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YouTube & Co.

Erstellt von sara2006, 04.09.2006, 11:32 Uhr · 106 Antworten · 11.196 Aufrufe

  1. #81
    Avatar von saoirse

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    Zitat Zitat von Kinofreak Beitrag anzeigen
    Und es gibt mal wieder neuen Ärger mit youtube. Aufgrund eines Streits zwischen Youtube/Google und der Gema über die Höhe der bei Abruf eines Videos fälligen Gebühren, wird YouTube ab heute alle möglicherweise betroffenen Videos lahmlegen. Sprich: Musikvideos gibt's aus Deutschland erst mal nicht mehr zu sehen.
    YouTube sagt, die Gema wolle 12 Cent pro Video-Abruf, die Gema sagt, sie hätte ein Angebot von 1 Cent pro Abruf gemacht.... was davon nun auch immer stimmt (und vermutlich ist es eher die Aussage von YouTube, da gibt es so ein nettes Dokument auf der Gema-Seite, auf dem auch von 12 Cent die Rede ist...), die User sind erst mal wieder die Dummen
    Immer dieses Theater. Bei einigen meiner videos haben sie auch schon den Ton abgedreht. Werde mir meine Favouriten mal alle gleich runterladen.

  2.  
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  3. #82
    Avatar von Kinofreak

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    Zitat Zitat von saoirse Beitrag anzeigen
    Immer dieses Theater. Bei einigen meiner videos haben sie auch schon den Ton abgedreht. Werde mir meine Favouriten mal alle gleich runterladen.
    Bin auch schon am runterladen - wobei ein paar Sachen tatsächlich schon gesperrt sind (angucken kann ich sie zum Glück noch, hab da so ein nettes kleines Firefox Add-on), nur der Download haut so leider nicht mehr hin...

  4. #83
    Avatar von Snugata

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    Stellt sich die Frage:
    Sind alle Vids betroffen? Oder nur die Videos von Musikgruppen, Sänger/ Sängerinnen?

    Für die Zukunft heißt dass...Youtube.com zum hochladen benutzen und wenn das nichts bringt, auf andere Videoportale wechseln.

  5. #84
    Avatar von Kinofreak

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    Das scheint "etappenweise" vor sich zu gehen. Im ersten Schritt (und das ist wohl, was bisher "nur" passiert ist) wurden die Originalvideos gesperrt, die von den Künstlern und deren Plattenfirmen eingestellt wurden. Als nächstes sollen dann wohl die Kopien dran glauben, die ja eigentlich immer von Fans nochmal hochgeladen werden.
    Und ich denke mal, dass die Gema sicher Geld für alle Videos haben will, die mit Musik der durch sie vertretenen Künstler unterlegt sind, nicht nur "klassische" Musikvideos. Insofern schließe ich mal nicht aus, dass z.B. auch mit Musik unterlegte Fanvideos betroffen sein könnten...

  6. #85
    Avatar von Snugata

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    Wow!
    Gut... Da Youtube ja schon immer schnell ist beim stummschalten, nehmen sich die beiden nicht viel. Ärgerlich ist es schon und ändern kann man es eh nicht.
    Ich warte ab und sollten meine Vids auch auf den 'Index' stehen, werde ich sie eben auf der englischen Seite hochladen.

  7. #86
    Avatar von angel29.01

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    Zitat Zitat von Snugata Beitrag anzeigen
    Ich warte ab und sollten meine Vids auch auf den 'Index' stehen, werde ich sie eben auf der englischen Seite hochladen.
    Ich bin und war schon immer nur auf der englischen Seite und auch dort wurden heute schon Musikvideos aus meiner Playlist geblockt. Die machen das über Geo-IP.

  8. #87
    Avatar von Housefan

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    Gibt es denn bei youtube schon die ersten gesperrten Videos?

    Ich habe den Bericht nämlich eben auch so nebenbei gehört. Aber immerhin haben wir heute den ersten April, und da habe ich teilweise sehr merkwürdige Meldungen in den Nachrichten gehört.

  9. #88
    Avatar von Kinofreak

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    Ja, ein paar hat's auf jeden Fall schon erwischt, z.B. Silbermond, Katey Perrey, Britney Spears haben bei mir erst mal alle die schöne "Dieses Video steht in deinem Land nicht zur Verfügung"-Anzeige. Nur die offiziellen Vids bisher allerdings. Ist definitiv kein Aprilscherz!

  10. #89
    Avatar von Housefan

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    Na, dann wirds wohl stimmen.
    Aber mir würde sowas auch nicht auffallen, da ich seltenst mal auf youtube vorbeischaue.

    (Besonders seit ich bei Dr. House nicht mehr spoilere )

  11. #90
    Dr. Philipp M.D.
    Avatar von Dr. Philipp M.D.
    Jetzt klagen die Autoren sogar schon YouTube an.

    Der Konflikt zwischen Urhebern und dem Internetkonzern Google mit seiner Videoplattform YouTube erreicht eine neue Dimension. Beim Landgericht Hamburg liegt eine Klage auf Unterlassung vor - wegen illegaler Nutzung und Verwertung von Musikvideos und anderen audiovisuellen Musikinhalten und damit verbunden fortgesetzter gewerblicher Urheberrechtsverletzung.

    Unter dem Aktenzeichen 308 O 27/09 befasst sich die Zivilkammer 8 des Landgerichts Hamburg in einem Musterverfahren mit einer Unterlassungsklage gegen Google Germany und weitere Beklagte aus dem Google-Konzern; die Zustellung der Klage auch an die Konzernmutter in den USA, Google Inc. inklusive YouTube Inc. und YouTube LLC, ist veranlasst. Initiator ist der Hamburger Musiker und Produzent Frank Peterson, unter anderem für das Projekt Gregorian verantwortlich und Produzent von Sarah Brightman. Peterson gibt an, dass über YouTube insgesamt über 125 Millionen Streams mit Werken gezeigt wurden, an denen er Urheberrechte hat und/oder Leistungsschutzrechte hält, und dass er dafür von Google/YouTube bisher noch keinen müden Cent erhalten habe.
    Um Frank Peterson scharen sich zahlreiche namhafte Autoren, Produzenten und Musikverlage, die dem "rechtswidrigen Treiben" von YouTube ein Ende setzen wollen und darauf drängen, dass YouTube "die gesetzlichen Vorgaben einhält und zur Legalität zurückfindet". Alles, was YouTube zurzeit mache, sei illegal, heißt es. Für Peterson handelt es sich um nichts anderes als "Video-Filesharing".
    Petersons Anwalt Jens Schippmann formuliert es so: "Was YouTube treibt, ist genauso verboten wie Napster, Grokster oder wie die P2P-Netzwerke alle heißen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Google als Weltkonzern meint, sich hinter dem US-amerikanischen Rechtssystem verstecken und alle Rechte weltweit verhandeln zu können." Schippmann zielt damit ab auf den Unterschied zwischen dem angloamerikanischen Copyright, das übertragbar ist, und dem europäischen Konzept vom Urheberrecht, das untrennbar mit dem Urheber verbunden bleibt und eine angemessene Vergütung kreativer Leistungen vorsieht.
    Vor diesem Hintergrund konnten Majors wie Universal oder Warner Music Group zwar Deals mit YouTube schließen, fraglich bleibt jedoch, ob und wie die Urheber von den Zahlungen des Internetkonzerns an die Majorzentralen profitieren. Fragwürdig wird es zudem, wenn europäische Urheber betroffen sind und im Zweifelsfall mit wenigen Cent abgespeist werden.
    Für Anwalt Schippmann, der bereits bei der Verwertung von Klingeltönen für die Urheber focht, ist das Bestreben der GEMA im aktuellen Konflikt zwar "lobenswert, aber in der Höhe zu gering". Zwar könne man nicht auf die Filmtarife VR-OD 2 und VR-OD 3 abstellen, aber der Tarif VR-OD 4 (für die Onlinenutzung von Werken für Film-/Video-on-Demand zum privaten Gebrauch) erscheine allemal als angemessen, unabhängig von Synchronisationsfragen und Vertonungsrechten von Filmen.
    Im GEMA-Tarif VR-OD 4 heißt es im holprigen GEMA-Deutsch: "Wird ein Filmvideo-on-Demand-Angebot in Teilen oder gänzlich durch Sponsoring, Tausch-, Kompensations- oder Geschenkgeschäfte oder Verkäufe von anderen als zum Film-on-Demand gehörenden Leistungen oder Produkten finanziert, so beträgt die Mindestvergütung je entgeltlich oder unentgeltlich genutztes Filmvideo mit Werken des GEMA-Repertoires € 0,048 bis zu einer Spieldauerlänge der Werke des GEMA-Repertoires von fünf Minuten, je weitere Spieldauerminute der Werke des GEMA-Repertoires beträgt € 0,0096." Kurz: Es ist von mindestens 4,8 Cent die Rede, während die GEMA in ihren Verhandlungen anscheinend ein Cent forderte. "Dem müssen sich auch Google/YouTube stellen", so Jens Schippmann, "wenn sie den deutschen und europäischen Markt sauber gewinnen wollen. Und wenn sie das nicht tun, werden sie auf breiten Widerstand treffen."
    Immerhin hat Google-CEO Eric Schmitt solchen Widerstand offensichtlich vorausgesehen. Schon am 7. November 2008 wies er im Bericht von Google Inc. für das dritte Quartal 2008 auf Seite 42 darauf hin, dass man mit kostspieligen Klagen in den USA wie auch in anderen Staaten rechnen müsse. Nach dem Kauf von YouTube hatte Google bereits im November 2006 eine Rücklage in Höhe von 200 Millionen Dollar für etwaige Schadenersatzansprüche gebildet.
    Sieht so aus, als könnte man diese Rücklage bald brauchen.

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