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8x06 - Von schlechten Eltern (Parents)

Erstellt von Violett, 29.10.2011, 22:42 Uhr · 21 Antworten · 6.610 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Violett

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    8x06 - Von schlechten Eltern (Parents)

    Press Release

    MONDAY, NOVEMBER 14

    --"HOUSE" - (9:00-10:00 PM ET/PT) CC-HDTV 720p-Dolby Digital 5.1

    PA: Viewer discretion is advised.

    PARENTING DECISIONS LEAVE A LASTING IMPACT ON AN ALL-NEW "HOUSE" MONDAY, NOVEMBER 14, ON FOX

    John Scurti ("Rescue Me") Guest Stars

    A teenage boy attempting to follow in his late father's footsteps as an entertainer is admitted to Princeton Plainsboro with partial paralysis. As the team searches for a bone marrow match, they uncover a disturbing family secret. Meanwhile, House looks for creative ways to remove his ankle monitor so that he can attend a boxing match in Atlantic City, and he treats a patient (guest star John Scurti) who is convinced he is suffering from diabetes. Also, Taub faces a tough decision when his ex-wife Rachel tells him that she wants to move across the country with their infant daughter in the all-new "Parents" episode of HOUSE airing Monday, Nov. 14 (9:00-10:00 PM ET/PT) on FOX. (HOU-806) (TV-14 D, L)

    Cast: Hugh Laurie as Dr. Gregory House; Robert Sean Leonard as Dr. James Wilson; Omar Epps as Dr. Eric Foreman; Jesse Spencer as Dr. Robert Chase; Peter Jacobson as Dr. Chris Taub; Odette Annable as Dr. Jessica Adams; Charlyne Yi as Dr. Chi Park

    Guest Cast: Jennifer Crystal Foley as Rachel Taub; Harrison Thomas as Ben; Zena Grey as Ruby; Dava Krause as Daria; Mark Atteberry as Phil; Lisa Lackey as Janey; Kovar McClure as Ron; John Scurti as Monroe; Jim Lampley as himself; Kathe Mazur as Sandy; Jim Gleason as Mitchell; Jack Harding as Vince
    Quelle: FOX
    Promophotoquelle: House - Episode 8.06 - Parents - Promotional Photos (Spoilers)
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  2.  
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  3. #2

  4. #3
    Avatar von sushi8553

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    Es scheint mir, als pendele sich die achte Staffel auf einem sehr guten Niveau ein. Denn auch diese Folge hat mir durchaus zu gefallen gewusst.
    Das Thema der Folge war weder spektakulär, noch noch nie da gewesen, dennoch hat man es geschafft eine gute Folge drumherum aufzubauen.
    Wird jedes Kind durch seine Eltern geschädigt?
    Bei Chase und Park ist der Beweis durch eine simple Diskussion schnell erbracht, dass ihr Handeln, zumindest in Teilen, durch die (fehlerhafte) Erziehung beeinflusst wurde. Über Dr. Adams hingegen weiß House noch nicht genug, um ihr beweisen zu können, dass auch ihre Eltern ihr geschadet hätten, was diese nämlich verneint. Sie will aber keine weiteren Details über ihre Kindheit preisgeben, sodass House gezwungen ist, immer wieder neue Ansätze zu versuchen. Gegen Ende stellt er die These auf, nachdem sie ihn gebeichtet hat, weggelaufen zu sein, dass ihre eltern ihr durchs nicht schaden geschadet hätten.
    Bei Taub geht es nicht um dessen Kindheit, sondern um die seiner Tochter. Rachel lebt mittlerweile in einer Beziehung mit einem anderen Mann, mit dem sie gemeinsam nach Portland ziehen möchte, wogegen Taub sein Veto einlegt, um nicht den Kontakt zu Sophia zu verlieren. Taub befindet sich, wie bereits in der vergangenen Folge (DNA-Test) in einem Herz-Hirn-Konflikt. Erneut gerät er ins wanken, erneut entscheidet er sich, wider House Erwarten, für sein Herz.
    Passend zum Folgenthema findet House auch die Lösung für den Patientenfall. Der 16-jährige ist von seinen Eltern (hier: der Vater) nicht nur psychisch, sondern auch physisch in Mitleidenschaft gezogen worden.
    Die Parallelen sind hier zu 5x04 (Nagel in den Kopf des Kindes durch den Vater) kaum übersehbar. Passend dazu sind auch die House-Wilson-Momente, in denen auch House´ leiblicher Vater, von dem erstmals in eben erwähnter Folge die Rede war, genannt wird.
    Mir kam es im allgemeinen des häufigeren in dieser Folge so vor, als würde ihre Freundschaft wieder neu aufflammen (wie damals in 5x04), sei es das Teilen der Mahlzeit oder das gemeinsame Gucken von Boxkämpfen. Auch wenn letzteres dank Horeman fehlschlug. Aber für diese liebevolle Art von Streichen war es wie Wilson es einmal sagte einfach wieder an der Zeit.

  5. #4
    Avatar von ~Noa~

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    Ich weiss nicht, für mich eine eher fade Folge, die ich in weiten Teilen nicht wirklich sehenswert fand. Was mich sehr stört, ist House' ständiges Arschigsein um des Arschigsein willens. Wo er früher noch charmant und kompliziert gewesen ist und oft versteckte Gründe hatte für sein Verhalten, gleitet er jetzt aber mehr und mehr ins Hanswurst-Theater ab. Ich finde House als Figur nicht mehr so faszinierend. Irgendwie hat er seinen Glanz verloren für mich. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich zu sehr auf die Anfänge der Serie fixiert bin, ich weiss nicht. Nach der letzten Ep hatte ich ein gutes Gefühl, das ist jetzt wieder eher abgeflaut.

    PotW bestätigt die These, dass alle Eltern Versager sind und mehr oder weniger schlimme Dinge mit ihren Kindern tun. Wie schlimm das bei Ben ist, hat mir den Magen umgedreht. Natürlich ist das mittlerweile kaum mehr spektakulär, doch deswegen fand ich es nicht weniger grauenhaft. Ein Vater, der seinen vierjährigen Sohn mit Syphilis ansteckt... Ich weiss nicht, mir war noch nie so übel nach einer House-Folge. Besonders hat mich dabei auch House' demonstrative Gefühlskälte gestört. Ich weiss nicht, ob der 'frühere' House genau so reagiert hätte. Er muss nicht gleich moralisch entrüstet sein wie Dr. Adams, aber ich hätte mir doch gewünscht, so etwas wie diese Melancholie und etwas ruppige Anteilnahme zu sehen, die er früher gezeigt hat. So denke ich, es war richtig von Taub, dem Jungen nichts zu sagen. Dass House offensichtlich anderer Meinung war, kann ich nicht verstehen.

    Die Eltern sind immer die Bösen. So erfahren wir von Park, dass ihre Eltern gefühlskalt sind, und Chase erzählt Adams, dass seine Mom ihn im Arbeitszimmer seines Vaters eingesperrt hat, wenn er ihr auf die Nerven ging, und er nach Heulattacken und Wutanfällen aus Langeweile an die medizinischen Bücher seines Vaters ging und so sein Interesse für Medizin aufkam. Da House am Telefon mitgelauscht hat, vermute ich, er hat ein bisschen geschwindelt, um Adams zum Beichten zu bringen. Denn es macht keinen Sinn, dass er sofort nach dem Tod der Mutter Priester werden wollte, wenn die Geschichte stimmt. Trotzdem schön, dass sich die Autoren mal wieder auf Chase' Vergangenheit besonnen haben. Was mich hier aber erneut stört, ist diese Vehemenz, mit der schlechte Eltern als Karriereboost bezeichnet werden. Nicht hinter jedem erfolgreichen Menschen steht eine kaputte Kindheit. Als Chase zu Adams sagte, dass eine schlimme Kindheit der Motor ist, um im Leben erfolgreich zu sein und die Leere auszufüllen, tut mir derjenige leid, der ihm die Zeile in den Mund gelegt hat. Und alle erfolgreichen Menschen überhaupt.

    Adams wird in dieser Folge zwanghaft interessant gemacht, indem House ihr unbedingt beweisen muss, dass auch sie Defizite als Kind erlebt hat und sie zu der gemacht hat, die sie ist. Aber was ist sie überhaupt? Sie hat so viel Persönlichkeit wie ein leerer Pappkarton bisher, und die Offenbarung am Ende von ihr gegenüber House war echt nur haarsträubend. Wie jemandem so etwas überhaupt einfallen kann?? Die Frau ist schlimmer dran als Cameron. Wünscht sich eine schwierige Kindheit, um interessant und wie ihre Freundinnen zu sein, die alle Scheidungskinder sind? Die Frau hat echt Probleme. Erzählt ihrem Kollegen, wie viel Ballast er mit sich herumträgt, sitzt auf dem hohen Ross und hat nicht genug Verstand, um zu sehen, wie doof sie ist, indem sie sich künstliche Probleme macht, weil sie glaubt, die würden alles viel spannender machen. Ich fand das überhaupt nicht nachvollziehbar. Für mich nicht zu fassen, dass so ein absurdes Thema wirklich in einer intellgent gemachten Serie wie House verwurstet wird. Adams ist eine künstlich geschaffene Tragödie und wird mir von Mal zu Mal unsympathischer.

    Wilson und sein Boxkampf. Ich musste lachen, als er da mit seiner Pizza in House' Apartment saß, aber eigentlich war es nicht mal lustig. Da geht er zu Foreman, sagt ihm, dass House diesen Samstagabend verdient hat und bestätigt wieder mal, dass er ein Herz aus Gold hat. Doch Foreman scheint nur darauf zu spekulieren, an seine Tickets zu kommen, um dann mit House hinzufahren - was dieser scheinbar von vorneherein so geplant hat. Er trickst also Wilson mit Unterstützung von Foreman aus. Und am Ende muss Wilson sehen, wie House demonstrativ in der ersten Reihe sitzt, damit Wilson auch schön mitkriegt, wie er an der Nase herumgeführt wurde. Ja, es war ein kurzer Lacher. Aber verdient hat er es, finde ich, nicht. Wilson wird wieder mal als ergebener Freund gezeigt, der sich gegen House' Raffinesse nicht erwehren kann und über seine Tricks am Ende nur noch lächeln kann. Ich habe kürzlich die Ep aus S3 gesehen, in der House ihn mit Cuddy 'verkuppeln' will, indem er Wilson Blumen schickt. Wie toll war das, als Wilson erst mitspielt, dann aber richtig entrüstet zu ihm geht und ihm die Meinung geigt, und beide dann darüber lachen können. Hier war keine Verbindung, kein Austausch, keine Konfrontation. Wilson muss halt azkeptieren, dass House ihm immer hundert Schritte voraus ist. Und zudem im Fernsehen, während er, Wilson, buchstäblich in die Röhre starrt. Es hat mir nicht gefallen, wie passiv Wilson sich hier verhalten hat und dieses wieder mal ausnehmend arschige Verhalten von House sogar irgendwie zu bewundern scheint. "Well, that's... House" schien ja förmlich in Leuchtbuchstaben über seinem Kopf aufzublinken. Von der House/Wilson-Dynamik aus den ersten Staffeln war da nichts zu spüren. Jetzt verbündet sich House lieber mit seinem neuen Boss, um Wilson eins auszuwischen - für was? Ich hab's nicht nachvollziehen können.

    Taubs Babies sind süß. Die Daddy-Story fängt zwar an, zu langweilen, aber die zwei Schnuckis sind zum Fressen. Für mich die geglückteste Cast-Erneuerung in S8. House mit Sophia (oder Sophie?) auf dem Schoss fand ich allerdings creepy. Bei der Katze in Here Kitty war diese Bond-Bösewicht-Pose ja noch lustig, aber mit einem Baby sah das entschieden gruselig aus.

    Eigentlich war es eine solide geschriebene Ep, mit einem schockierenden Ende, einem etwas bemühten Versuch, Adams mehr Profil zu geben, und einer mäßig amüsanten Nebenstory zwischen House/Wilson. Chase' Wettangebot über Taub zu Beginn war auch nett, doch leider holt das die Ep nicht über das Mittelmaß heraus. Ein Großteil davon liegt, und das ist mein persönlicher Eindruck, an dem, wie House geschrieben wird. Da ist nicht mehr das, was ich mal faszinierend an ihm fand. Ich sehe wenig von der Menschlichkeit, die er immer wieder durchschimmern ließ in den ersten Staffeln. Und wenn es nicht an den Drehbüchern liegt, dann fürchte ich, dass Hugh Laurie einfach keine Lust mehr hat - und ich als Zuschauer ihm das vielleicht anzumerken glaube. Es ist verblüffend, wie sehr er sich für Adams' Eltern interessiert, sich selbst aber völlig aus dem ganzen 'Eltern sind an allem schuld'-Gedöns heraushalten kann. Als Wilson den Versuch macht, ihn mit seinem Vater zu konfrontieren, erfahren wir nur, dass die Mutter eine unpassende Affäre hatte. Das war's. Und eigentlich reichte mir das auch schon, weil da gar keine Emotion von seiner Seite rüber kam. Wenn House nicht mehr auch seine verletzlichen Seiten hat und nur noch auf Ablenkung macht und sich für Dinge interessiert, die niemanden weiter bringen (wozu dieses Bohren in Adams' schrecklich langweiliger Kindheit?), dann hat die Figur das verloren, was sie einmal für mich so interessant gemacht hat.

    Ach ja... yay für Wilson für den Klaps auf House' Finger.

  6. #5
    Avatar von sushi8553

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    Zitat Zitat von ~Noa~ Beitrag anzeigen
    (...) So denke ich, es war richtig von Taub, dem Jungen nichts zu sagen. Dass House offensichtlich anderer Meinung war, kann ich nicht verstehen.
    (...)
    Wilson und sein Boxkampf. Ich musste lachen, als er da mit seiner Pizza in House' Apartment saß, aber eigentlich war es nicht mal lustig. Da geht er zu Foreman, sagt ihm, dass House diesen Samstagabend verdient hat und bestätigt wieder mal, dass er ein Herz aus Gold hat. Doch Foreman scheint nur darauf zu spekulieren, an seine Tickets zu kommen, um dann mit House hinzufahren - was dieser scheinbar von vorneherein so geplant hat. Er trickst also Wilson mit Unterstützung von Foreman aus. Und am Ende muss Wilson sehen, wie House demonstrativ in der ersten Reihe sitzt, damit Wilson auch schön mitkriegt, wie er an der Nase herumgeführt wurde. Ja, es war ein kurzer Lacher. Aber verdient hat er es, finde ich, nicht. Wilson wird wieder mal als ergebener Freund gezeigt, der sich gegen House' Raffinesse nicht erwehren kann und über seine Tricks am Ende nur noch lächeln kann.
    (...)
    Ich sehe wenig von der Menschlichkeit, die er immer wieder durchschimmern ließ in den ersten Staffeln. (...)

    Ich habe mir mal zwei Punkte aus Deiner Argumentation herausgepickt, denn das sind Stellen, die wir vollkommen anders interpretiert haben.
    Ich fand es nicht so offensichtlich, dass House von Taub erwartet hat dem Jungen die Wahrheit zu erzählen. Vielleicht war es vergleichbar mit 2x01, als Foreman sich entschied für den Angeklagten vor Gericht auszusagen. Auch dort haben wir nicht seinen definitiven Standpunkt erfahren, sondern nur, dass er beide Seiten der Medaille sieht. Natürlich wäre es grausam gewesen dem Jungen die Wahrheit zu erzählen, auf der anderen Seite hat er ein Recht darauf zu erfahren, was wirklich mit ihm geschehen ist.
    Ich glaube House ist mit diesen Situationen überfordert. Er ist und bleibt (mal mehr, mal weniger) ein kaputter Charakter und deshalb sehe ich da nicht diesen Verlust von Menschlichkeit, sondern vielmehr Unbeholfenheit.
    Das Folgende ist reine Spekulation, aber wir haben ihn noch nicht einmal in seinem Apartment gesehen und wie er immer wieder versucht Verbindungen aufzubauen, sei es die rasche Wiederbelebung seiner Freundschaft zu Wilson, die Bürotür, bei dessen Einbau er auch mehrere Tage im Krankenhaus verbracht hat, oder das Kennenlernen Adams, ich vermute House ist noch nicht wieder „OK“ und kann nur schlecht alleine sein.

    So jetzt zu Deinem zweiten Punkt, den ich sehr interessant zu lesen fand. Für mich stellte diese Episoden zum ersten Mal seit wirklich langer Zeit gelungene Hilson-Momente dar. Nichtsdestotrotz hast Du natürlich recht zu sagen, dass Wilson es hier war der Initiative ergriffen hat (Sandwitchangebot; Boxkampf bei House), aber für mich war es mehr eine housche Lektion, als ein Streich. Wilson nimmt immer Rücksicht auf die Menschen in seiner Umgebung, aber waren es nicht House und Amber, die versuchten ihm auch ein kleines wenig mehr Egoismus beizubringen? Für mich bedeutete House´ Handlung dieser Folge, ja wir sind Freunde, aber Du musst auch an dich denken. Und Wilsons Lacher machte auf mich den Eindruck er habe verstanden.

    In vielen anderen Punkten kann ich nicht anders, als Dir in vollem Umfang zu zu stimmen. Die Adams-Geschichte war relativ lahm inszeniert und die Patientenvergangenheit einfach grausam.

    Es müsste Sophie auf House Schoß gewesen sein.

  7. #6
    Avatar von wutz1880

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    Nun, ich habe ab der achten Staffel wieder angefangen House an zu sehen. Ich hatte aufgehört als sie Cameron raus schrieben, weil ich sie doch auch sehr mochte und mir die Story allgemein zu Huddy lastig wurde.
    Jetzt hatte ich mir gedacht, Cuddy ist weg, also steigst du mal wieder mit ein. Und bis jetzt muss ich sagen gefällt es mir. Bin nicht übermäßig begeistert, aber es ist auf jeden Fall viel besser geworden.
    Mir gefiel auch die Anfangstheorie der Folge, dass alle Eltern ihre Kinder irgendwie kaputt machen.
    Das House mit Dr.Adams wieder mal eine hübsche intelligente Ärztin dabei hat, über die er alles erfahren will Eltern etc... ist fast schon irgendwie Gesetz der Serie. Trotzdem mag ich sie auch nicht. Sie kommt um Längen nicht an Cameron oder sogar 13 heran.
    Was ich auch gut fand war die Wiederaufnahme der House / Wilson Freundschaft.
    Auch wenn der Streich jetzt nicht so war wie in alten Zeiten. Man muss ja auch bedenken, das Wilson gar nicht mehr House Freund sein wollte (warum auch immer, schließlich ist House nicht in sein Wohnzimmer gefahren, außerdem kennt er House jetzt schon lange genug). Ich musste doch schmunzeln als House und Foreman dann im TV auftauchten. Ich mag auch Foreman jetzt irgendwie viel lieber. Finde er passt für Cuddys Posten viel besser, als Cuddy selbst.
    Der Patientenfall war am ja am Ende schon schockierend. Mich hätte interessiert wie Taub dem Jungen erklärt hat, warum er Syphilis bekommen hat. Aber das werden wir wohl nicht erfahren..;-)
    Chase ist ja der Einzige, der vom alten Team noch übrig geblieben ist.. er nähert sich House ja immer mehr an.. auch vom Aussehen her..;-) Ich mochte ihn früher nicht so wirklich.. aber mittlerweile hab ich ihn richtig gerne. Und man kann nicht ganz genau einschätzen ob das stimmt, was er Adams da im Labor über seine Mutter erzählt hat. Es wirkt so als habe er nur mit House zusammengearbeitet um sie in eine Falle zu locken.. aber ein Funken Wahrheit könnte wohl dabei gewesen sein. Man weiß es nicht.
    So, jetzt entschuldige ich mich schon mal, falls ich irgendwas miss interpretiert haben soll, ich hatte ja für die letzten 1, 5 Staffeln ausgesetzt. ;-)

  8. #7
    Avatar von ~Noa~

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    Zitat Zitat von sushi8553 Beitrag anzeigen
    Ich habe mir mal zwei Punkte aus Deiner Argumentation herausgepickt, denn das sind Stellen, die wir vollkommen anders interpretiert haben.
    Ich fand es nicht so offensichtlich, dass House von Taub erwartet hat dem Jungen die Wahrheit zu erzählen. Vielleicht war es vergleichbar mit 2x01, als Foreman sich entschied für den Angeklagten vor Gericht auszusagen. Auch dort haben wir nicht seinen definitiven Standpunkt erfahren, sondern nur, dass er beide Seiten der Medaille sieht. Natürlich wäre es grausam gewesen dem Jungen die Wahrheit zu erzählen, auf der anderen Seite hat er ein Recht darauf zu erfahren, was wirklich mit ihm geschehen ist.
    Da House ja irgendwann ganz korrekt anmerkt, man sollte die Polizei verständigen, denke ich schon, dass er für eine Aufklärung der Situation ist, bzw. der Vater nicht so davonkommen darf. Ich fand das auch in Ordnung. Doch diese Sache mal so lässig Taub zu überlassen, wie er es dem Jungen beibringt, dass sein Vater ihn missbraucht hat und dabei mit einer Syphilis angesteckt hat, kam mir schon etwas salopp vor. Es geht ja um eine sehr traumatische Sache. Die Mutter von Ben hat hier die größte Verantwortung, und ihr die Entscheidung zu überlassen, ob Ben davon erfährt oder nicht, hätte ich richtiger gefunden. Schließlich hat der Junge nur gute Erinnerungen an seinen Vater. Ich weiss nicht, welche fürchterlichen Auswirkungen die Wahrheit auf ihn hätte, und ob es nicht gnädiger war von Taub, erst mal den Mund zu halten. Hier gibt es wieder mal diese Abwägung über brutale Wahrheit oder gnädige Lügen. Dass es offen bleibt, wie damit nun umgegangen wird, fand ich prinzipiell gut. Mir hat nur House' fast kaltherzige Reaktion nicht gefallen.

    Ich glaube House ist mit diesen Situationen überfordert. Er ist und bleibt (mal mehr, mal weniger) ein kaputter Charakter und deshalb sehe ich da nicht diesen Verlust von Menschlichkeit, sondern vielmehr Unbeholfenheit.
    Diese Unbeholfenheit (die ich genau so sehe wie du) hat ihn einmal für mich menschlich gemacht. Er ist in diesen Dingen total überfordert, was ihn aber früher nicht davon abgehalten hat, so etwas wie Mitgefühl zu zeigen. Ich erinnere mich an Camerons Zentrifuge in S1-Fidelity, an das Gespräch mit Chase in 1-13, wo er zwar unbeholfen war, auch im Endeffekt den Rückzug angetreten hat, aber es kam immer Mitgefühl von seiner Seite rüber.

    Auch bei Carly in S1-Control hat er Mitgefühl für sie gezeigt. Oder bei Eve in S3-One Day, One Room. Das lag aber auch vor allem daran, wie Hugh Laurie diese Szenen gespielt hat. Es gab immer diesen Funken Verletzlichkeit, diesen Aha-Moment, wo man fühlte, dass House eben nicht so kühl gegenüber diesen Schicksalen ist, wie es jetzt gezeigt wird. In Bens Fall kam so gar nichts von ihm rüber. Ich kann das nicht besser erklären, aber wenn man diese Szenen vergleicht, kommt es mir so vor, als hätte man House in einen Eisblock verwandelt.

    Taub befindet sich, wie bereits in der vergangenen Folge (DNA-Test) in einem Herz-Hirn-Konflikt. Erneut gerät er ins wanken, erneut entscheidet er sich, wider House Erwarten, für sein Herz.
    Das ist aus deinem Review, und ich muss es leider bestätigen. House war immer ein Rationalist, aber er hat auch viele Entscheidungen dagegen getroffen (in Cuddys Haus zu fahren, zum Beispiel, war eine totale "Herz"-Entscheidung). House erwartet von allen, sich zugunsten der Vernunft zu entscheiden, vergisst aber bequemerweise, dass das oft unmöglich ist. Während er in früheren Staffeln immer genau wusste, wie Menschen reagieren, eben weil sie emotional sind. Der frühere House hat diese menschliche Eigenheit klar erkannt und nicht verurteilt, sondern Verständnis dafür gehabt - auch wenn er es auf mitunter seltsame Art gezeigt hat.


    Wilson nimmt immer Rücksicht auf die Menschen in seiner Umgebung, aber waren es nicht House und Amber, die versuchten ihm auch ein kleines wenig mehr Egoismus beizubringen? Für mich bedeutete House´ Handlung dieser Folge, ja wir sind Freunde, aber Du musst auch an dich denken. Und Wilsons Lacher machte auf mich den Eindruck er habe verstanden.
    Mein Problem mit dieser Szene war, dass Wilson keinesfalls übertrieben aufopfernd war, indem er House zu einem Boxkampf einlädt. Es war ein Freundschaftsbeweis. Er wollte, dass House ein bisschen Spaß und Ablenkung hat, und vielleicht wäre er gern mit House gegangen. Doch Foreman hält das für keine gute Idee und zieht diese blöde "Wir müssen auf House aufpassen"-Karte, nur um Wilson seine gutgemeinte Absicht abzunehmen und als strenger Daddy mit House hinzugehen, während Wilson, der die weichherzige "Mutterrolle" beim House-Sitten hat, zuhause sitzt. Im Prinzip wollten Foreman und Wilson das Gleiche (nämlich House belohnen mit einem Boxkampf), doch Foreman denkt wohl, Wilson ist dazu ungeeignet. Die ganze Sidestory hatte etwas von "Wer kann man besten auf House aufpassen" - als wäre House ein Kleinkind, dem man nicht zutrauen kann, heil nach Atlantic City und zurück zu fahren.

    Wilson hat seine Pläne erst fallenlassen, nachdem Foreman ihn davon überzeugt hat, zum Besten von House zu handeln (nämlich zuhause vorm Fernseher zu sitzen). Ich fand es sehr egoistisch von Foreman, ihm die Karten abzuluchsen, und es war nicht weniger egoistisch von House, bei dem Plan mitzumachen. Wilson war der Angeschmierte, obwohl er in meiner Sicht richtig gehandelt hat. Was er getan hat, könnte unter Freunden selbstverständlich sein, doch er bekommt zum Dank vorgeführt, wie blöd sein vermeintliches Opfer ist, und dass seine Gutmütigkeit dazu da ist, um ihn auszunutzen. Freunde kümmern sich. Wenn sie das tun, ist es einfach nicht richtig, sie dafür zu bestrafen. Wilson hat mich mit seiner gutmenschelnden Gutmütigkeit oft auf die Palme gebracht, aber hier war es einfach unangemessen, weil Wilson House keine wohlmeinende Lektion erteilen wollte, sondern Zeit mit ihm verbringen wollte. Darum fand ich diesen Streich eher gemein als lehrreich.

    Chase ist ja der Einzige, der vom alten Team noch übrig geblieben ist.. er nähert sich House ja immer mehr an.. auch vom Aussehen her..;-) Ich mochte ihn früher nicht so wirklich.. aber mittlerweile hab ich ihn richtig gerne. Und man kann nicht ganz genau einschätzen ob das stimmt, was er Adams da im Labor über seine Mutter erzählt hat. Es wirkt so als habe er nur mit House zusammengearbeitet um sie in eine Falle zu locken.. aber ein Funken Wahrheit könnte wohl dabei gewesen sein. Man weiß es nicht.
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass da ein Funken Wahrheit drin steckte. Er muss aber auch noch sehr klein gewesen sein, so, wie er es beschrieben hat. Dass ein kleiner Junge dann aus Langeweile in Daddys Bücher schaut und sie womöglich auch noch interessant findet, war allerdings unglaubwürdig. Schön an dieser Szene fand ich, dass Chase sich mit House verbündet hat und diesen Trick angewendet hat, vermutlich nur, weil House ihn dazu angestachelt hat. Ich finde auch, dass die beiden eine tolle Dynamik haben und hoffe, dass man darauf weiter ein bisschen eingeht.

  9. #8
    Avatar von sushi8553

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    Zitat Zitat von ~Noa~ Beitrag anzeigen
    Da House ja irgendwann ganz korrekt anmerkt, man sollte die Polizei verständigen, denke ich schon, dass er für eine Aufklärung der Situation ist, bzw. der Vater nicht so davonkommen darf. Ich fand das auch in Ordnung. Doch diese Sache mal so lässig Taub zu überlassen, wie er es dem Jungen beibringt, dass sein Vater ihn missbraucht hat und dabei mit einer Syphilis angesteckt hat, kam mir schon etwas salopp vor. Es geht ja um eine sehr traumatische Sache. Die Mutter von Ben hat hier die größte Verantwortung, und ihr die Entscheidung zu überlassen, ob Ben davon erfährt oder nicht, hätte ich richtiger gefunden. Schließlich hat der Junge nur gute Erinnerungen an seinen Vater. Ich weiss nicht, welche fürchterlichen Auswirkungen die Wahrheit auf ihn hätte, und ob es nicht gnädiger war von Taub, erst mal den Mund zu halten. Hier gibt es wieder mal diese Abwägung über brutale Wahrheit oder gnädige Lügen. Dass es offen bleibt, wie damit nun umgegangen wird, fand ich prinzipiell gut. Mir hat nur House' fast kaltherzige Reaktion nicht gefallen.
    Ah ok, vielen Dank für Deine Ausführung. Ich bin mir aber nach wie vor nicht so sicher, dass House zwangsweise von Taub erwartet hat, Ben die Wahrheit zu erzählen. Ich denke schon, dass House es für richtig gehalten hätte, hier ehrlich zu sein, ich glaube aber auch, dass er es sich hier, wie in 2x01, leicht gemacht hat einem anderen diese Entscheidung zu überlassen.
    Mich beschäftigt dieses Dilemma ehrlich gesagt noch immer. Es ist einfach schwierig zu wissen, was hier angemessen ist. Einerseits hat er ein Recht auf die Wahrheit, andererseits kann er an dieser auch zu Grunde gehen. Ich frage mich nur, was ist wenn nach einem erneuten Traumata die Erinnerung in irgendeiner Weise von selbst stückweise zurückkommt. Das wäre, so denke ich, noch um einiges schlimmer. Jetzt hat er ein Umfeld, auf dessen Hilfe er vertrauen kann, später aber …
    Wie gesagt ich tue mich da unheimlich schwer mit.

    Zitat Zitat von ~Noa~ Beitrag anzeigen
    Diese Unbeholfenheit (die ich genau so sehe wie du) hat ihn einmal für mich menschlich gemacht. Er ist in diesen Dingen total überfordert, was ihn aber früher nicht davon abgehalten hat, so etwas wie Mitgefühl zu zeigen. Ich erinnere mich an Camerons Zentrifuge in S1-Fidelity, an das Gespräch mit Chase in 1-13, wo er zwar unbeholfen war, auch im Endeffekt den Rückzug angetreten hat, aber es kam immer Mitgefühl von seiner Seite rüber.

    Auch bei Carly in S1-Control hat er Mitgefühl für sie gezeigt. Oder bei Eve in S3-One Day, One Room. Das lag aber auch vor allem daran, wie Hugh Laurie diese Szenen gespielt hat. Es gab immer diesen Funken Verletzlichkeit, diesen Aha-Moment, wo man fühlte, dass House eben nicht so kühl gegenüber diesen Schicksalen ist, wie es jetzt gezeigt wird. In Bens Fall kam so gar nichts von ihm rüber. Ich kann das nicht besser erklären, aber wenn man diese Szenen vergleicht, kommt es mir so vor, als hätte man House in einen Eisblock verwandelt.
    Ich verstehe und kann nachvollziehen, was Du hier meinst. Genauso finde ich, dass man da aus dem Drehbuch mehr hätte machen können und House noch eine nachdenkliche oder wie Du es formuliert hast verletzliche, menschliche Szene, hätte schenken können.
    Es gibt aber für mich einen Unterschied. Zu jeder dieser Personen hat House vorher Kontakt geknöpft, eine Verbindung. Es ist hier in gewisser Weise dieses rationalisierende Denken, was ihn so vom Patienten distanziert hält. So schrecklich die Situation für Ben auch ist, er ist ein Opfer von vielen, und da House ihm noch nicht begegnete, kann er sich so vor diesem persönlichen Drama „schützen“.

    Zitat Zitat von ~Noa~ Beitrag anzeigen
    Mein Problem mit dieser Szene war, dass Wilson keinesfalls übertrieben aufopfernd war, indem er House zu einem Boxkampf einlädt. Es war ein Freundschaftsbeweis. Er wollte, dass House ein bisschen Spaß und Ablenkung hat, und vielleicht wäre er gern mit House gegangen. Doch Foreman hält das für keine gute Idee und zieht diese blöde "Wir müssen auf House aufpassen"-Karte, nur um Wilson seine gutgemeinte Absicht abzunehmen und als strenger Daddy mit House hinzugehen, während Wilson, der die weichherzige "Mutterrolle" beim House-Sitten hat, zuhause sitzt. Im Prinzip wollten Foreman und Wilson das Gleiche (nämlich House belohnen mit einem Boxkampf), doch Foreman denkt wohl, Wilson ist dazu ungeeignet. Die ganze Sidestory hatte etwas von "Wer kann man besten auf House aufpassen" - als wäre House ein Kleinkind, dem man nicht zutrauen kann, heil nach Atlantic City und zurück zu fahren.

    (...) Wilson hat mich mit seiner gutmenschelnden Gutmütigkeit oft auf die Palme gebracht, aber hier war es einfach unangemessen, weil Wilson House keine wohlmeinende Lektion erteilen wollte, sondern Zeit mit ihm verbringen wollte. Darum fand ich diesen Streich eher gemein als lehrreich.
    Ja, Du hast recht, Wilson hat einen großen Schritt auf House zu gemacht und wollte ihm keine Lektion erteilen, sondern sich ihm annähern. Aber Wilson war, wie Du es beschrieben hast, wieder bereit in die Rolle des Aufpassers zu fallen. Und diese Art der Beziehung hat mich in der Vergangenheit wieder und wieder und wieder geärgert. Deshalb sehe ich schon das lehrreiche an diesem Streich. Wenn es nämlich dazu führt, dass die beiden als Freunde nebeneinander funktionieren können, ist das gelungen, was ich als House´ Ziel der Aktion interpretiert habe.
    Für mich war die Folge, neben dem dramatischen Patientenfall, vor allem deshalb gelungen, weil ich hier einen Schritt in die richtige Richtung bei ihrer Beziehung gesehen habe. Denn dieses Verhältnis war immer enorm wichtig für die Serie House genauso wie für den Charakter House.

  10. #9
    Avatar von ~Noa~

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    Zitat Zitat von sushi8553 Beitrag anzeigen
    Mich beschäftigt dieses Dilemma ehrlich gesagt noch immer. Es ist einfach schwierig zu wissen, was hier angemessen ist. Einerseits hat er ein Recht auf die Wahrheit, andererseits kann er an dieser auch zu Grunde gehen. Ich frage mich nur, was ist wenn nach einem erneuten Traumata die Erinnerung in irgendeiner Weise von selbst stückweise zurückkommt. Das wäre, so denke ich, noch um einiges schlimmer.
    Es wäre interessant, zu wissen, was Psychologen dazu sagen. Denn ich finde deine Argumente stichhaltig und vermutlich ist es besser, er kann diese Sache jetzt als später verarbeiten, denn im Unterbewusstsein speichert man so was doch sicher ab. Insofern wäre ich schon dafür, dass man als Arzt der Mutter nahelegt, mit dem Jungen zu einem Therapeuten zu gehen. Mir ist auch noch mal aufgegangen, warum der Vater Clown gewesen ist... Spätenstens seit Stephen King ist ja klar, dass die alles andere als harmlos sind...


    Es gibt aber für mich einen Unterschied. Zu jeder dieser Personen hat House vorher Kontakt geknöpft, eine Verbindung. Es ist hier in gewisser Weise dieses rationalisierende Denken, was ihn so vom Patienten distanziert hält. So schrecklich die Situation für Ben auch ist, er ist ein Opfer von vielen, und da House ihm noch nicht begegnete, kann er sich so vor diesem persönlichen Drama „schützen“.
    Sicher ist House nie scharf darauf, in persönliche Dramen von Patienten involviert zu werden. Ich verstehe, was du meinst. Vielleicht drücke ich das auch einfach nicht richtig aus. Seit S7 kommt mir House so losgelöst vor von allem. Als ob er nur noch ein paar coole Sprüche abliefern müsste und gar keine noch so subtile Verbindung mehr zu anderen hat. House in S1-6 hatte seine stillen Momente, hat reflektiert, hat sich für andere interessiert. Es war wohl hauptsächlich Neugier, aber er hat diese Neugier genutzt, um die Menschen um sich herum zu manipulieren, und zwar meist nicht zu rein egoistischen Zwecken. Die Neugier auf Adams' Kindheit z.B. hatte keinen tieferen Sinn. Zumindest hat sie sich mir nicht erschlossen. Es war einfach nur nervend, denn warum sollte House ihr beweisen wollen, dass sie von ihren Eltern traumatisiert ist? Was hat er davon? Für den Plot war es nicht relevant, und es hat mir auch Adams nicht näher gebracht.


    Für mich war die Folge, neben dem dramatischen Patientenfall, vor allem deshalb gelungen, weil ich hier einen Schritt in die richtige Richtung bei ihrer Beziehung gesehen habe. Denn dieses Verhältnis war immer enorm wichtig für die Serie House genauso wie für den Charakter House.
    Wenigstens konnte Wilson darüber lachen. Ich denke schon, dass er sich bewusst ist, wie leicht House ihn manipulieren kann, und er gibt sich ja auch hin und wieder Mühe, Kontra zu geben. Seine Freundschaftsaufkündigung in 8-02 kam ja nicht von ungefähr. Deswegen nervt es mich ein wenig, dass er sich sofort nach der viel zu schnellen Versöhnung wieder ins alte Muster pressen lässt. Ich meine, er war ganz zu Beginn sogar bereit, sich den Boxkampf allein anzusehen. Dann übermannt ihn sein schlechtes Gewissen und er will House mitnehmen. Foreman hätte ihn überreden können, jemand anderen einzuladen, loszufahren und nicht mehr an House zu denken - das wäre eine Lektion in Egoismus für Wilson gewesen (Wahrscheinlich wäre er aber lieber mitsamt den Karten zuhause geblieben, lol!).

    Also wenn man House, Wilsons und Foremans Charakter berücksichtigt, war der Ausgang vermutlich nur logisch. Dann will ich mal nicht mehr meckern und hoffe, Wilson lernt was daraus. :Augenrollen:

  11. #10
    Avatar von sushi8553

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    Zitat Zitat von ~Noa~ Beitrag anzeigen
    Es wäre interessant, zu wissen, was Psychologen dazu sagen. Denn ich finde deine Argumente stichhaltig und vermutlich ist es besser, er kann diese Sache jetzt als später verarbeiten, denn im Unterbewusstsein speichert man so was doch sicher ab. Insofern wäre ich schon dafür, dass man als Arzt der Mutter nahelegt, mit dem Jungen zu einem Therapeuten zu gehen. Mir ist auch noch mal aufgegangen, warum der Vater Clown gewesen ist... Spätenstens seit Stephen King ist ja klar, dass die alles andere als harmlos sind...
    Ich habe heute Nachmittag tatsächlich mal mit einer Bekannten, die seit kurzem als Psychotherapeutin tätig ist gesprochen.
    Sie würde eine Aufklärung deutlich präferieren. Sollte ein Betroffener ein weiteres Traumata erleiden, da könne eine beobachte Kneipenschlägerei manchmal schon reichen, sei es recht wahrscheinlich, dass der Patient sich zu erinnern beginne. Dies sei sehr gefährlich, da es dann zu einer Posttraumatischen-Belastungsstörung kommen könne. Bis der Erkrankte dann den Weg zu einem Therapeuten findet, kann es sehr lange dauern.
    Vorgehen würde sie Folgendermaßen: Ben müsse zu einem erfahrenen Psychotherapeuten, der ihn nach etlichen Sitzungen, wenn der Junge ein Vertrauensverhältnis zu diesem aufgebaut habe, aufzuklären beginne. Wie lange eine solche Behandlung dauern würde, habe ich nicht in Erfahrung bringen können. Jeder Patient sei anders und allein bis eine Aufklärung stattfindet könne es 20 oder 30 Stunden dauern.

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