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Chase' Alter und Familie

Erstellt von Brabbelhexe, 23.05.2008, 19:00 Uhr · 21 Antworten · 5.173 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von ~Noa~

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    Zitat Zitat von Elloran Beitrag anzeigen
    Als ich die letzte Episode gesehen hab, fiel mir nur die Kinnlade runter. Warum um alles in der Welt braucht Chase eine Schwester? Waere diese schon frueher erwaehnt worden (und in einem voellig anderen Zusammenhang, mit anderer Verhaeltniskonstelation), haette es vielleicht irgendwie glaubwuerdig wirken koennen. Aber so wirkt es nur seltsam.
    Mein Problem mit dieser "Offenbarung" ist die Tatsache, dass sie überflüssig gewesen ist und nicht wirklich hilfreich, um Chase als Figur weiterzubringen. Von allem, was wir über ihn erfahren haben, hat er ein Problem damit, verlassen zu werden und sich selbst dafür verantwortlich zu machen. Er sucht die Schuld zuerst bei sich, akzeptiert dann aber die Tatsachen und 'macht weiter'. Die Schwestergeschichte ist dermaßen absurd und unlogisch, dass sie wirklich nur als Kniff für diese letzte Ep entstanden sein kann und vorher nie in irgendwelcher Form angedeutet wurde. Wann immer Chase etwas über seine Kindheit offenbart hat, ging es um seine Mutter oder um seinen Vater. Er identifiziert sich stark mit Luke in 1-06, er erzählt House von seiner Mutter und seinem Vater, aber er sagt kein Wort über Schuldgefühle gegenüber einer kleinen Schwester.

    Natürlich ist da die Bemerkung von House in 3-05, in der er Chase fragt, ob es Zufall ist, dass "seine Schwester tolle Haare hat", doch das wurde als Metapher verwendet und um einen diagnostischen Verdacht zu untermauern. Ich glaube, kaum einer hat da ernsthaft daran gedacht, dass Chase tatsächlich eine Schwester hat - oder dass House von deren Existenz wissen könnte.

    Zusätzlich hatte S3 eine Folge, in der *exakt* das Thema eines älteren Bruders angesprochen wurde, der seine jüngeren Geschwister als Teenager-Daddy erziehen sollte und dann davor davongerannt ist, indem er sich bequemerweise eine Krankheit zulegte. Hätte man damals schon diese Backgroundstory für Chase gehabt, wäre das die perfekte Gelegenheit gewesen, um Chase' Probleme darin einzubauen. Doch Chase hat sich immer nur auf seine Mutter bezogen, wenn es um seine Vergangenheit ging.

    Ich denke wirklich, man hat diese Schwester mal rasch aus dem Ärmel geschüttelt um des "Kaboom"-Effekts willen, und das stört mich enorm. Was wurde damit bezweckt?

    Ich denke nicht einmal, dass diese Geschichte noch einmal eine Rolle spielen wird, weil sie nur zeigen soll, dass Chase sich nun mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt und dabei reuevoll reflektiert. An sich keine schlechte Idee, doch ich hätte mir gewünscht, man wäre bei dem geblieben, was so offensichtlich war: dass Chase eine Vergangenheit damit hat, verlassen zu werden, und dass er sich durchgeschlagen hat aller Widerstände zum Trotz. Das war klar, logisch und nachvollziehbar für mich. An Menschen, die ihm etwas bedeuteten, hing er immer mit einer fast rührenden Naivität: Cameron, House, vielleicht auch seine Mutter, und sicherlich hat er trotz allem auch seinen Vater geliebt. Dass er bei seiner Schwester alle Seile gekappt hat, passt da nicht wirklich.

    Was mich persoenlich auch noch ein wenig stoert ist, dass zwanghaft versucht wird, irgend eine Art Beziehung zwischen Chase und Adams aufzubauen (zumindest wirkt es auf mich so). Es wirkt fuer mich ein wenig unglaubwuerdig, dass Chase ausgerechnet gegenueber ihr so "offen" ueber seine Vergangenheit aeussert.
    Adams' selbstherrliche Bemerkung über ihre Fähigkeit, im Gegensatz zu Chase das Gute im Menschen zu sehen, war so cameronesk, dass es beinahe zum Lachen war. Wie Chase ihr gegenüber so offen und fast flapsig über seine Kindheit erzählte, fand ich auch sehr irriterend. Mich stört überhaupt, wie wenig subtil die Drehbücher sind, und wie platt solche "Offenbarungen" gemacht werden. Natürlich hat Chase sich weiterentwickelt, aber dass er hier so freimütig über Windeln, Kotze und Selbstmord redet, während er früher eingeschnappt war über Camerons Vermutung, Daddy wäre gewalttätig gewesen, ist schon ein großer Sprung. Für mich als Chase-Fan ist diese Entwicklung eher unglaubwürdig.

    Was Adams betrifft, so finde ich sie blass und ohne jede Persönlichkeit, und Glaubwürdigkeit an Chase/Adams als Paar kommt gefühlsmäßig in ihren gemeinsamen Szenen bisher absolut nicht auf. Ich hoffe, das bleibt auch so.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Elloran

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    Zitat Zitat von ~Noa~ Beitrag anzeigen
    Zusätzlich hatte S3 eine Folge, in der *exakt* das Thema eines älteren Bruders angesprochen wurde, der seine jüngeren Geschwister als Teenager-Daddy erziehen sollte und dann davor davongerannt ist, indem er sich bequemerweise eine Krankheit zulegte. Hätte man damals schon diese Backgroundstory für Chase gehabt, wäre das die perfekte Gelegenheit gewesen, um Chase' Probleme darin einzubauen. Doch Chase hat sich immer nur auf seine Mutter bezogen, wenn es um seine Vergangenheit ging.
    Genau das war eine der Situationen, in denen eine entsprechend "Offenbarung" gut gepasst haette.
    Und auch sonst liessen sich in Staffel 3 noch am ehesten passende Momente fuer die Erwaehnung einer Schwester finden. Selbst, wenn es nur kurz und relativ beilaeufig (aber dennoch zur Situation passend) waere.


    Adams' selbstherrliche Bemerkung über ihre Fähigkeit, im Gegensatz zu Chase das Gute im Menschen zu sehen, war so cameronesk, dass es beinahe zum Lachen war. Wie Chase ihr gegenüber so offen und fast flapsig über seine Kindheit erzählte, fand ich auch sehr irriterend. Mich stört überhaupt, wie wenig subtil die Drehbücher sind, und wie platt solche "Offenbarungen" gemacht werden. Natürlich hat Chase sich weiterentwickelt, aber dass er hier so freimütig über Windeln, Kotze und Selbstmord redet, während er früher eingeschnappt war über Camerons Vermutung, Daddy wäre gewalttätig gewesen, ist schon ein großer Sprung. Für mich als Chase-Fan ist diese Entwicklung eher unglaubwürdig.

    Was Adams betrifft, so finde ich sie blass und ohne jede Persönlichkeit, und Glaubwürdigkeit an Chase/Adams als Paar kommt gefühlsmäßig in ihren gemeinsamen Szenen bisher absolut nicht auf. Ich hoffe, das bleibt auch so.
    Gerade diese cameronhaften Zuege bei Adams sind fuer mich der Hauptgrund, warum das bisher noch vergleichweise positive Verhaeltnis zwischen ihr und Chase so absurd wirkt. Eigentlich waere es logisch, wenn er (genau wegen dieser Parallelen zu Cam) Adams gegenueber eher abgeneigt waere. Was einmal voellig schief gegangen ist, wird nicht einfach beim naechsten mal besser.
    Haette er gegenueber Park seine Familienverhaeltnisse (oder vergleichbares) erwaehnt, haette es zumindest etwas passender gewirkt. Auch wenn mir Chase/Park als Paar ebenfalls nicht wirklich zusagen wuerde, waere diese Variante zumindest fuer eine (mit der Zeit sogar enge) Freundschaft durchaus gut geeignet.

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