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Thema: Cast-Größe in US-Serien

  1. #1
    Onkologe
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    Unglücklich Cast-Größe in US-Serien

    Gibt es in letzter Zeit einen Hang zum "Großen Cast" bei US-Serien?
    Mir fällt das immer mehr auf! Früher hatten die Serien einen deutlich kleineren Cast.
    Aber jetzt: House, Lost, Heroes, Greys Anatomy usw.

    Was haltet ihr davon?
    Ich stehe dem skeptisch gegenüber, da man naturgemäß nicht jede Woche die gleichen Leute zeigen kann.

  2. #2
    Immunologe Avatar von Gregor Haus
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    Also ich habe da einen wesentlichen Grund ausgemacht: Der erhöhte Druck auf Serienmacher, zum Erfolg zu kommen. Viele Serien (auch House) verschießen ihr Pulver an zwischenmenschlichen Aufregern schon am Anfang um sich Erfolg und damit das Fortbestehen zu sichern. Schon nach einiger Zeit lässt sich an zwischenmenschlichem nicht mehr viel bringen und so lautet die Entscheidung meist: Frischzellenkur durch neue Figuren. Und der gewissen "Masse"-Faktor. Je größer, aufwendiger die Serie ist (und das muss sie bei den Superlativen heute sein), desto mehr Schauspieler müssen dabei sein.

    Allerdings sind viele der genannten Serien sowas wie "Team"-Serien wo die Story einfach viele Gesichter erfordert. CSI würde niemals mit nur zwei Charakteren glaubwürdig wirken. Das mit dem Cast kann sich also auch schnell wieder ändern.

    "Seid ohne Furcht im Angesicht eurer Feinde. Seid tapfer und aufrecht. Sprecht nur die Wahrheit, auch wenn dies euren eigenen Tod bedeutet. Beschützt die Wehrlosen und tut kein Unrecht. Das ist euer Eid."
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  3. #3
    Onkologe
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    Standard

    Wenn deine Theorie stimmt, wäre das nicht ein Armutszeugnis für die Autoren?
    Das sie nicht in der Lage sind, die Storys interessant weiterzuentwickeln und zwar für die bestehenden Charaktere?

    Für mich hat der Cast einer Drama Serie maximal sechs Charaktere und nicht neun, zehn oder sogar elf.
    Es wird doch alles zu unübersichtlich.

    Was ich auch interessant finde, ist z.B. Lost.
    Dort kamen in der zweiten Staffel drei oder vier neue Charaktere hinzu - ich dachte die bleiben - und sie wurden dann Stück für Stück getötet.
    Und dann kamen in der dritten Staffel wieder neue Charaktere....

  4. #4
    infizierte Person
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    Also ich muss Gregor Haus völlig zustimmen. Aber nicht nur CSI, sondern auch "Krankenhausserien" wie Grey's Anatomy und Emergency Room gar nicht mit wenigen Leuten besetzt sein können. Andernfalls wäre ja nichts los. Zu dem verpulvern der Zwischenmenschlichen Aufreger muss ich sagen, dass die Serie "Bones" das ganz gut macht. Also eigentlich ist das wirklich interessante an der Serie ja die Beziehung zwischen Booth und Bones die sich ja eigentlich in einander verlieben müssten... zumindest in den Augen vieler Fans.

  5. #5
    Immunologe Avatar von Gregor Haus
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    Original von angel29.01
    Wenn deine Theorie stimmt, wäre das nicht ein Armutszeugnis für die Autoren?
    Das sie nicht in der Lage sind, die Storys interessant weiterzuentwickeln und zwar für die bestehenden Charaktere?

    Für mich hat der Cast einer Drama Serie maximal sechs Charaktere und nicht neun, zehn oder sogar elf.
    Es wird doch alles zu unübersichtlich.
    Huh, erst jetzt gelesen. Also ich betrachte es nicht direkt als Armutszeugnis für die Autoren sondern eher als Armutszeugnis für die Branche. Es ist schon absurd, Filme zu "remaken" aber das auch noch mit erfolgreichen Serien wie Knight Rider zu tun, ist schon grauenhaft. Es geht zunehmend um den Profit und nicht um die Ideen. Viele Autoren haben bestimmt großartige Ideen, aber nur wenige setzen sich da durch, weil eben lieber die erfolgreiche und sichere Schiene gefahren wird.

    Sicher gibt es Serienideen, die auch interessant weitergeführt werden können - aber das ist den Produzenten und den Sendern vermutlich zu riskant. Im Moment regiert eben der "Team-Trend" (siehe Prison Break). Eines meiner Lieblingsbeispiele ist ja beim Niedergang der Ideen die Serie "Firefly" - 11 Episoden ausgestrahlt, obwohl 14 gedreht wurden. Klasse Serie, großes Lob. Aber sie kam beim Publikum und den amerikanischen Meinungshütern nicht an. Das man der Serie nicht anmerkt, dass sie einen Hauptcast von immerhin 9 Leuten hat. Also auch grandios erzählt und gutes Konzept. Aber man ist einfach nicht bereit, Risiken einzugehen. Auch in Deutschland - Serien werden kopiert anstatt das man eigenen Konzepten Platz bietet. Also das Armutszeugnis für die Sender und viele Produzenten.
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  6. #6
    Internist Avatar von saoirse
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    ich denke, das das nur wieder ein Trend ist. Man hat bei Lost und auch schon früher bei ER gemerkt, das es klappt und nun wollen alle es versuchen.
    Außerdem haben Serien mit großen Cast´s einen wichtigen Vorteil. Ich gibt nicht nur einen oder zwei Hauptcharaktere, mit dem die Serie steht und fällt. Steigt mal ein (oder auch zwei)Schauspieler aus, so gibt es immer noch genug andere beliebte und bekannte Charaktere, die die Serie bei der Stange halten. Bei kleinen Cast´s kann das Verschwinden von Charakteren schon größeren Schaden anrichten.
    Zudem kann man bei größeren Serien für jeden Fan einen eigenen Charakter schaffen. Bei Lost z.B. hat in meinem Bekanntenkreis fast jeder ein oder zwei Favouriten und mind. einen Charakter, den er nicht abkann. Man guckt es aber trotzdem.

  7. #7
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    Man hat bei Lost und auch schon früher bei ER gemerkt, das es klappt und nun wollen alle es versuchen.
    Bei ER ist das so eine Sache . Die sind mit 6 Leuten gestartet und haben sich dann verdoppelt (Staffel 6). Das war einfach zu viel und hat der Serie enorm geschadet. Der Zuschauer konnte keine emotionale Bindung zu den neuen Charakteren aufbauen da es einfach nicht genug Screentime für alle gab . Und als dann die "alten" Charaktere nach und nach ausstiegen war niemand mehr da, der das Gefüge zusammen hält

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