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Direktheit der Ärzte - wie viel ist gut?

Erstellt von Valle, 16.10.2018, 12:02 Uhr · 2 Antworten · 279 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Valle

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    Direktheit der Ärzte - wie viel ist gut?

    hallo!

    Ich schätze die ärztliche Direktheit seit ich Dr. House gucke und liebe. Auch im Alltag. Doch gestern klagt ich bei meiner Ärztin über mein Unwohlsein und zählte Symptome auf und das, was sie mir darauf sagt, war: Da musst du dich besser ernähren und mal Sport machen!

    Nicht mal untersucht hat sie mich. Klar sind einige Ärzte so gut, dass sie Krankheiten schon beim Reinkommen sehen, aber das fand ich bisschen schnell.
    Man kann doch Angstzustände und Panikattacken nicht gleich auf Ernährung und Sport schieben, oder?

    Ich weiß nicht, was ich von dieser Art Direktheit halten soll. Wie seht ihr die "Ehrlichkeit" der Ärzte?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von KanonenJochen

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    Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die meisten kleinen Leiden tatsächlich über Ernährung und Sport zu lösen sind, oder eben durch einige Tage Ruhe. Und ich finde es wichtig, dass Ärzte nicht jedem Patientenwunsch nachgeben, sondern deutlich sagen, dass einfache Lösungen die besten sind. Auch bei Angststörungen und Panikattacken kann dies der Fall sein, aber ich denke deine Ärztin sollte da schon aufhorchen und weitergehende Untersuchungen empfehlen, damit ist nämlich nicht zu spaßen (hier ein Artikel mit einigen Informationen zum Thema).

    Allerdings ist aus der Ferne schwer zu beurteilen wie euer Gespräch ablief. Wie eindringlich und genau hast du denn beschrieben was sich abspielt? Oft liegt das Problem auch daran, dass Patienten nicht richtig kommunizieren, was das Problem ist, oder wie vehement es auftritt. Und: Wenn du sehr unzufrieden bist oder unsicher, dann hol dir eine Zweitmeinung ein. Ärzte sind nicht unfehlbar.

  4. #3
    Avatar von Kathrina

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    Liebe Valle

    Das ist immer eine Zwickmühle- die Kommunikation. Es kann durchaus sein, dass Du bei der besagten Ärztin viele Symptome geschildert hast, welcher auf ein Reizmagen und Reizdarm als Hauptproblem hinweisen. Die begleitenden Angstzustände könnten von ihr als Folge des Hauptproblems gesehen worden sen. Wenn das der Fall war (das ist die logischste Erklärung für die seltsam anmutende Begegnung), dann könnte eine optimierte Ernährung und mehr Bewegung tatsächlich viel helfen. Das bedeutet nicht, dass sie keine weiterführenden Untersuchungen veranlassen sollte- ich hoffe das tut sie noch. Aber ihre erste Reaktion klingt zwar unsensibel, sie könnte durchaus sehr hilfreich sein. Mittlerweile empfiehlt man sogar Sport als Rehabilitationsmassnahme bei Krebstherapie - und zwar sehr früh.

    Ich persönlich ziehe es vor, nicht mit der Türe ins Haus zu fallen. Ich have grosse Empathie für meine Patienten und Patientinnen mit psychischen und psychosomatischen Beschwerden. Bei Letzteren unterschätze ich nie die somatische Seite- nur weil die Psyche eine führende Kraft bei der Erkrankung hat, heißt es noch lange nicht, dass der Körper vernachlässigt werden sollte. Da könnte man durchaus etwas Wichtiges verpassen, wenn man sich zu sicher ist.

    Ich hoffe dieser Beitrag war wenigstens ein wenig hilfreich.

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