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3x03 - Heimgang (Informed Consent)

Erstellt von miss_julie, 18.09.2006, 19:46 Uhr · 239 Antworten · 34.881 Aufrufe

  1. #231
    1Step
    1Step's Avatar
    Die zwei besten Szenen waren diese:

    ~ House kommt ins Labor, wo sein Team die Nacht durchgearbeitet hat ~
    House: "Moah, sie sehen ja völlig fertig aus. Was haben sie denn?"
    Chase: "Lila Farbstoff an den Fingern."
    House: "Was hat die Knochenmarkbiopsie ergeben?"
    Foreman: "Wir haben noch keinen Befund."
    House: "WAS!? Was haben sie die ganze Nacht gemacht?"
    Cameron: "Rote Grütze Orgien und wilden 5ex, was sonst?"
    [...]
    House: "Gut, testen sie weiter, bis sie was finden. Ich bin in meinem Zimmer und ruh' mich 'ne Weile aus."
    ~ Team blickt böse ~

    und

    House: Umbringen kann er sich, nachdem wir ihn gesund gemacht haben. Starten sie ne IVIG gegen Lupus, machen sie 'ne Kolosopie, der Lupus könnte sich da verstecken."
    ~ Foreman und Chase sind dabei, wegzugehen, Cameron bleibt stehen ~
    Cameron: "Ich kann das nicht."
    ~ Cameron geht an Chase und Foreman vorbei aus dem Sitzungszimmer ~
    House: "Dramaqueen."

  2. #231
    1Step
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    Die zwei besten Szenen waren diese:

    ~ House kommt ins Labor, wo sein Team die Nacht durchgearbeitet hat ~
    House: "Moah, sie sehen ja völlig fertig aus. Was haben sie denn?"
    Chase: "Lila Farbstoff an den Fingern."
    House: "Was hat die Knochenmarkbiopsie ergeben?"
    Foreman: "Wir haben noch keinen Befund."
    House: "WAS!? Was haben sie die ganze Nacht gemacht?"
    Cameron: "Rote Grütze Orgien und wilden 5ex, was sonst?"
    [...]
    House: "Gut, testen sie weiter, bis sie was finden. Ich bin in meinem Zimmer und ruh' mich 'ne Weile aus."
    ~ Team blickt böse ~

    und

    House: Umbringen kann er sich, nachdem wir ihn gesund gemacht haben. Starten sie ne IVIG gegen Lupus, machen sie 'ne Kolosopie, der Lupus könnte sich da verstecken."
    ~ Foreman und Chase sind dabei, wegzugehen, Cameron bleibt stehen ~
    Cameron: "Ich kann das nicht."
    ~ Cameron geht an Chase und Foreman vorbei aus dem Sitzungszimmer ~
    House: "Dramaqueen."

  3. #232
    Sandy House's Avatar

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    28.12.2006
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    2.550
    "Heimgang" ist eine interessante Folge, die sich mit dem Thema Sterbehilfe beschäftigt.

    In dieser Folge gibt es wieder viele gute House/Cameron Szenen.

    Aber auch die House/Cuddy und die House/Wilson Szenen kommen nicht zu kurz.

    Chase konnte in dieser Folge auch wieder einige Pluspunkte sammeln.

    House leistet wieder Dienst in der Ambulanz und behandelt dort einen Vater, der seine 17 jährige Tochter als Begleitung mitgebracht hat.

    Die Szene mit House und Cameron in der Kapelle ist wirklich sehr schön.:verliebt:

  4. #232
    Sandy House's Avatar

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    "Heimgang" ist eine interessante Folge, die sich mit dem Thema Sterbehilfe beschäftigt.

    In dieser Folge gibt es wieder viele gute House/Cameron Szenen.

    Aber auch die House/Cuddy und die House/Wilson Szenen kommen nicht zu kurz.

    Chase konnte in dieser Folge auch wieder einige Pluspunkte sammeln.

    House leistet wieder Dienst in der Ambulanz und behandelt dort einen Vater, der seine 17 jährige Tochter als Begleitung mitgebracht hat.

    Die Szene mit House und Cameron in der Kapelle ist wirklich sehr schön.:verliebt:

  5. #233
    Onion Addict's Avatar

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    10.04.2010
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    Sehr sehr gute Folge, die wie so oft Cameron-orientiert ist. Eigentlich ist es seltsam und unfair, dass sie als einzige von dem Team ständig im Mittelpunkt steht. Aber da sie meine Lieblingscharakter ist, freut mich das natürlich

    Gelungene Umsetzung des Themas Sterbehilfe, mit einem Fazit, das mir gefällt.
    Der Wissenschaftler bitte Cam ihn sterben zu lassen. Damit beginnt das Drama um ihre Zerrissenheit.
    Ich war sehr überrascht, dass Chase Sterbehilfe befürwortet. Irgendwie dachte ich, dass man als (ehemals) gläubiger Mensch dagegen ist, weil nur Gott entscheidet wann er seine Kinder zu sich holt. Aber vielleicht ist es auch genau anders herum?? Hm, mit Religion hab ich’s nicht so… erst glaubt Chase an Aliens und jetzt das mit der Sterbehilfe. Naja, man muss die Figuren ja nicht irgendwelchen Stereotypen anpassen! Allerdings hätte ich ihm diese Haltung schon allein deswegen nicht zugetraut, weil es Ärger gibt wenn’s auffliegt und Chase immer versucht nirgends anzuecken.
    Ich war erstmal verwirrt darüber, dass Cam so ein Problem mit Sterbehilfe hat. Ich dachte, gerade ihr, die so viel Mitgefühl mit den Patienten hat, müsste es leichter fallen. Mir ist nicht so ganz klar, wieso Sterbehilfe solche Konflikte mit ihren Moralvorstellungen verursacht. Vielleicht kann mich da jemand aufklären?
    Mir würde da als Erklärung nur einfallen, dass es so ist wie House sagt, dass sie nicht weiß, ob es gut oder schlecht ist, was da gerade abläuft und weil sie aber immer vorbildlich handeln möchte, handelt sie diesmal nicht. So kann sie nichts falsch machen.

    Cam’s Zerrissenheit ist schön in Szene gesetzt. Ihre erste Reaktion ist, dass man den Willen des Patienten respektieren muss. Chase pflichtet dem bei. Foreman sagt, er würde sowas nicht machen. Es könnte ja seiner Karriere schaden etwas illegales zu tun. Cam ändert daraufhin ihre Meinung einige Male –innerhalb des selben Gesprächs
    Danach wirft sie erstmal nur mehrmals ein, dass House ihn nicht einfach umbringen kann. Als er schließlich mit der Spritze ins Zimmer kommt und alle davon ausgehen, dass es eine tödliche Dosis Morphine ist, gehen alle bis auf Chase. Da war ich überrascht! Das hätte ich von Chase gar nicht gedacht. Er beweißt hier mal richtig Charakter! Dass Cam geht, war klar. Foreman sowieso.
    House macht den Deal, den er nicht einhält. Chase schaut völlig entsetzt zu, wie House den sterbenden Patienten zurück ins Leben holt. Cameron geht daraufhin völlig auf die Barrikaden und weigert sich irgendwas zu tun. House bemerkt völlig zurecht, dass man es ihr nicht recht machen kann. Wenn er den Patienten umbringen will, protestiert sie. Wenn er ihn zurück holt und Test anordnet, um ihn zu retten, ist sie noch mehr dagegen. Zu beidem sagt sie „I can’t do this.“ Da sie die einzigen beiden Optionen ablehnt, bleibt ihr nur noch gar nichts zu tun und böse zu gucken. Ja, sie ist ne „drama queen“, das ist nicht neu. Kleines Aufmerksamkeits-Syndrom eben. Negative Aufmerksamkeit von House ist auch Aufmerksamkeit Foreman’s sarkastischer Kommentar zu Chase, dass Cam vor einer Stellungnahme davon läuft, stimmt genau. Wie ein trotziges Kind entzieht sie sich jeglicher Verantwortung.

    Es geht neben dem Thema Sterbehilfe auch viel um Wahrnehmung. Wie wir uns jemand gegenüber verhalten, je nachdem was wir über die Person wissen.
    Erst mag Cam den Wissenschaftler gerne, seine Zerbrechlichkeit und seine Erscheinung machen ihn auch für den Zuschauer zunächst liebenswert. Sie sitzt an seinem Krankenbett und geht behutsam mit ihm um.
    House weiß schon zu Beginn, dass der Wissenschaftler fragwürdige Einstellung hat und manipuliert Cam schließlich, indem er sie den Aufsatz lesen lässt. Daher hat House auch kein Problem damit ihn zu quälen. Er geht sogar für seine Verhältnisse sehr rabiat vor. Man könnte es als Vergeltung ansehen. Auf jeden Fall empfinde ich es persönlich als ausgleichende Gerechtigkeit, dass der Wissenschaftler wie seine Laborratten getestet wird und House genauso wenig Rücksicht auf seine Wünsche legt. Das interessante ist, dass der Wissenschaftler selbst zwar sauer darüber ist, dass House ihn hintergeht, er es aber sehr gut nachvollziehen kann, weil er dem Forscherdrang selbst Vorrang gibt.
    Cameron kapiert zwar sofort, das House versucht, sie durch den Aufsatz dazu zu bewegen, wieder ihre Arbeit zu machen, aber reagiert schließlich entgegen ihrer Behauptung, genau wie House geplant hat! House hat langsam genug von Cam und weißt sie nochmals lautstark darauf hin, dass sie sich für eine Position entscheiden muss. So wie sie argumentiert, macht es nämlich tatsächlich keinen Sinn.
    House’s Plan geht auf. Cameron verurteilt den Wissenschaftler für seine Einstellung, dass das Ergebnis die Mittel heiligt, und nach einem erneuten Wutanfall von House, macht sie endlich, was er ihr sagt. Und zwar typisch wie immer, indem sie dem Patienten erstmal an den Kopf wirft, dass sie sein Verhalten missbilligt. Jetzt wo sie weiß, dass dem Wissenschaftler die Rechte von anderen egal sind, legt sie nicht mehr Wert darauf, seine zu achten. So sieht es House schon die ganze Zeit.
    Dass es schließlich Cameron ist, die Sterbehilfe leistet, war vorhersehbar aber dennoch eine dramaturgische Glanzleistung. Am Ende war auch mir zum heulen. Allerdings muss ich bei diesem Lied auch so schon immer heulen. Hab’s zum ersten Mal bei „Moonlight“ gehört und musste es sofort haben. Passt bei beiden Serien perfekt in die Szene.
    Die abschließende Szene ist unglaublich rührend. Für House ist es eine außergewöhnlich zarte Geste. Auch sehr väterlich. Mit seinen Worten zeigt er ihr ganz ehrlich und ohne jegliche ausweichenden Scherze, dass er anerkennt, welche Überwindung es sie gekostet hat, so etwas zu tun. Von House gibt es kein größeres Kompliment als diesen Satz, würde ich sagen. Wahrscheinlich hat er diese Worte noch niemandem gesagt. Es ist ihm daher auch etwas peinlich. Foreman und Chase würde er sowas nie sagen. Aber wenn seine Kleine erwachsen wird, wird man schon mal emotional

    Wilson hat sicher nicht ganz unrecht damit, dass House den Patienten nicht erlöst, weil er einfach wissen muss, was ihn umbringt. Von Wilson erfährt man auch, dass House schon oft Sterbehilfe geleistet hat. Das passt stimmig zu seinem Charakter. Also keine Überraschungen in dieser Hinsicht. Neben dem Zwang den Fall zu lösen, möchte er aber auch nichts unversucht lassen, den Patienten zu heilen. Erst wenn er weiß, dass nichts mehr getan werden kann, gibt er Sterbehilfe.



    Ich persönlich verstehe nicht, was an Sterbehilfe schlimm ist. Vor allem, wenn der Patient noch im Stande dazu ist, diesen Wunsch klar zu äußern! Wenn Angehörige das entscheiden, weil der Betroffene geistig schon weggetreten ist, könnte man fragen, ob es seinem Wunsch entspricht. Aber in einem Fall wie diesem hier, finde ich es geradezu grausam, einen Menschen länger am Leben zu halten. Wie der Wissenschaftler sagt, entweder er stirbt jetzt oder er stirbt später unter Qualen. Es ist kein Mord, wenn der Betroffene es selbst wünscht. Ich finde es absurd, dass Menschen nur so lange das Recht haben sich umzubringen wie sie körperlich dazu im Stande sind. Wir müssen alle sterben, aber zumindest können wir eine gewisse Kontrolle ausüben, indem wir bestimmen können wann (vor unserem biologischen Tod). Einem kranken Menschen nimmt es die Würde so bevormundet zu werden. Haustiere werden selbstverständlich eingeschläfert, obwohl die nicht mal sprechen können. Ein Tier, das Schmerzen hat weiter leiden zu lassen, wird als Tierquälerei bezeichnet. Wieso wird da bei Menschen ein Unterschied gemacht?


    Noch ein paar abschließende Kurzkommentare:

    Cam sieht nach dem 24-Stunden-Untersuchungsmarathon richtig fertig aus! Solche Schatten um die Augen habe nicht mal ICH, wenn ich nicht geschlafen habe.

    Die Szene, wo Cam in dem Labor des Wissenschaftlers auf Spurensuche geht, sieht total aus wie CSI.

    Ziemlich grausam einem Sterbenden zu sagen, dass nichts auf der anderen Seite wartet!


    Die Sache mit dem heißen Mädchen ist ganz amüsant. Klasse wie Cam reinschneit und „He’s too old and weak.“ sagt und damit eigentlich den Patienten meint, aber es auch super zu House passt Tjaja, welchem Mann gefällt es nicht, wenn ein junges Ding auf einen steht. Und sie ist noch mal einiges jünger als Cam

  6. #233
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    Sehr sehr gute Folge, die wie so oft Cameron-orientiert ist. Eigentlich ist es seltsam und unfair, dass sie als einzige von dem Team ständig im Mittelpunkt steht. Aber da sie meine Lieblingscharakter ist, freut mich das natürlich

    Gelungene Umsetzung des Themas Sterbehilfe, mit einem Fazit, das mir gefällt.
    Der Wissenschaftler bitte Cam ihn sterben zu lassen. Damit beginnt das Drama um ihre Zerrissenheit.
    Ich war sehr überrascht, dass Chase Sterbehilfe befürwortet. Irgendwie dachte ich, dass man als (ehemals) gläubiger Mensch dagegen ist, weil nur Gott entscheidet wann er seine Kinder zu sich holt. Aber vielleicht ist es auch genau anders herum?? Hm, mit Religion hab ich’s nicht so… erst glaubt Chase an Aliens und jetzt das mit der Sterbehilfe. Naja, man muss die Figuren ja nicht irgendwelchen Stereotypen anpassen! Allerdings hätte ich ihm diese Haltung schon allein deswegen nicht zugetraut, weil es Ärger gibt wenn’s auffliegt und Chase immer versucht nirgends anzuecken.
    Ich war erstmal verwirrt darüber, dass Cam so ein Problem mit Sterbehilfe hat. Ich dachte, gerade ihr, die so viel Mitgefühl mit den Patienten hat, müsste es leichter fallen. Mir ist nicht so ganz klar, wieso Sterbehilfe solche Konflikte mit ihren Moralvorstellungen verursacht. Vielleicht kann mich da jemand aufklären?
    Mir würde da als Erklärung nur einfallen, dass es so ist wie House sagt, dass sie nicht weiß, ob es gut oder schlecht ist, was da gerade abläuft und weil sie aber immer vorbildlich handeln möchte, handelt sie diesmal nicht. So kann sie nichts falsch machen.

    Cam’s Zerrissenheit ist schön in Szene gesetzt. Ihre erste Reaktion ist, dass man den Willen des Patienten respektieren muss. Chase pflichtet dem bei. Foreman sagt, er würde sowas nicht machen. Es könnte ja seiner Karriere schaden etwas illegales zu tun. Cam ändert daraufhin ihre Meinung einige Male –innerhalb des selben Gesprächs
    Danach wirft sie erstmal nur mehrmals ein, dass House ihn nicht einfach umbringen kann. Als er schließlich mit der Spritze ins Zimmer kommt und alle davon ausgehen, dass es eine tödliche Dosis Morphine ist, gehen alle bis auf Chase. Da war ich überrascht! Das hätte ich von Chase gar nicht gedacht. Er beweißt hier mal richtig Charakter! Dass Cam geht, war klar. Foreman sowieso.
    House macht den Deal, den er nicht einhält. Chase schaut völlig entsetzt zu, wie House den sterbenden Patienten zurück ins Leben holt. Cameron geht daraufhin völlig auf die Barrikaden und weigert sich irgendwas zu tun. House bemerkt völlig zurecht, dass man es ihr nicht recht machen kann. Wenn er den Patienten umbringen will, protestiert sie. Wenn er ihn zurück holt und Test anordnet, um ihn zu retten, ist sie noch mehr dagegen. Zu beidem sagt sie „I can’t do this.“ Da sie die einzigen beiden Optionen ablehnt, bleibt ihr nur noch gar nichts zu tun und böse zu gucken. Ja, sie ist ne „drama queen“, das ist nicht neu. Kleines Aufmerksamkeits-Syndrom eben. Negative Aufmerksamkeit von House ist auch Aufmerksamkeit Foreman’s sarkastischer Kommentar zu Chase, dass Cam vor einer Stellungnahme davon läuft, stimmt genau. Wie ein trotziges Kind entzieht sie sich jeglicher Verantwortung.

    Es geht neben dem Thema Sterbehilfe auch viel um Wahrnehmung. Wie wir uns jemand gegenüber verhalten, je nachdem was wir über die Person wissen.
    Erst mag Cam den Wissenschaftler gerne, seine Zerbrechlichkeit und seine Erscheinung machen ihn auch für den Zuschauer zunächst liebenswert. Sie sitzt an seinem Krankenbett und geht behutsam mit ihm um.
    House weiß schon zu Beginn, dass der Wissenschaftler fragwürdige Einstellung hat und manipuliert Cam schließlich, indem er sie den Aufsatz lesen lässt. Daher hat House auch kein Problem damit ihn zu quälen. Er geht sogar für seine Verhältnisse sehr rabiat vor. Man könnte es als Vergeltung ansehen. Auf jeden Fall empfinde ich es persönlich als ausgleichende Gerechtigkeit, dass der Wissenschaftler wie seine Laborratten getestet wird und House genauso wenig Rücksicht auf seine Wünsche legt. Das interessante ist, dass der Wissenschaftler selbst zwar sauer darüber ist, dass House ihn hintergeht, er es aber sehr gut nachvollziehen kann, weil er dem Forscherdrang selbst Vorrang gibt.
    Cameron kapiert zwar sofort, das House versucht, sie durch den Aufsatz dazu zu bewegen, wieder ihre Arbeit zu machen, aber reagiert schließlich entgegen ihrer Behauptung, genau wie House geplant hat! House hat langsam genug von Cam und weißt sie nochmals lautstark darauf hin, dass sie sich für eine Position entscheiden muss. So wie sie argumentiert, macht es nämlich tatsächlich keinen Sinn.
    House’s Plan geht auf. Cameron verurteilt den Wissenschaftler für seine Einstellung, dass das Ergebnis die Mittel heiligt, und nach einem erneuten Wutanfall von House, macht sie endlich, was er ihr sagt. Und zwar typisch wie immer, indem sie dem Patienten erstmal an den Kopf wirft, dass sie sein Verhalten missbilligt. Jetzt wo sie weiß, dass dem Wissenschaftler die Rechte von anderen egal sind, legt sie nicht mehr Wert darauf, seine zu achten. So sieht es House schon die ganze Zeit.
    Dass es schließlich Cameron ist, die Sterbehilfe leistet, war vorhersehbar aber dennoch eine dramaturgische Glanzleistung. Am Ende war auch mir zum heulen. Allerdings muss ich bei diesem Lied auch so schon immer heulen. Hab’s zum ersten Mal bei „Moonlight“ gehört und musste es sofort haben. Passt bei beiden Serien perfekt in die Szene.
    Die abschließende Szene ist unglaublich rührend. Für House ist es eine außergewöhnlich zarte Geste. Auch sehr väterlich. Mit seinen Worten zeigt er ihr ganz ehrlich und ohne jegliche ausweichenden Scherze, dass er anerkennt, welche Überwindung es sie gekostet hat, so etwas zu tun. Von House gibt es kein größeres Kompliment als diesen Satz, würde ich sagen. Wahrscheinlich hat er diese Worte noch niemandem gesagt. Es ist ihm daher auch etwas peinlich. Foreman und Chase würde er sowas nie sagen. Aber wenn seine Kleine erwachsen wird, wird man schon mal emotional

    Wilson hat sicher nicht ganz unrecht damit, dass House den Patienten nicht erlöst, weil er einfach wissen muss, was ihn umbringt. Von Wilson erfährt man auch, dass House schon oft Sterbehilfe geleistet hat. Das passt stimmig zu seinem Charakter. Also keine Überraschungen in dieser Hinsicht. Neben dem Zwang den Fall zu lösen, möchte er aber auch nichts unversucht lassen, den Patienten zu heilen. Erst wenn er weiß, dass nichts mehr getan werden kann, gibt er Sterbehilfe.



    Ich persönlich verstehe nicht, was an Sterbehilfe schlimm ist. Vor allem, wenn der Patient noch im Stande dazu ist, diesen Wunsch klar zu äußern! Wenn Angehörige das entscheiden, weil der Betroffene geistig schon weggetreten ist, könnte man fragen, ob es seinem Wunsch entspricht. Aber in einem Fall wie diesem hier, finde ich es geradezu grausam, einen Menschen länger am Leben zu halten. Wie der Wissenschaftler sagt, entweder er stirbt jetzt oder er stirbt später unter Qualen. Es ist kein Mord, wenn der Betroffene es selbst wünscht. Ich finde es absurd, dass Menschen nur so lange das Recht haben sich umzubringen wie sie körperlich dazu im Stande sind. Wir müssen alle sterben, aber zumindest können wir eine gewisse Kontrolle ausüben, indem wir bestimmen können wann (vor unserem biologischen Tod). Einem kranken Menschen nimmt es die Würde so bevormundet zu werden. Haustiere werden selbstverständlich eingeschläfert, obwohl die nicht mal sprechen können. Ein Tier, das Schmerzen hat weiter leiden zu lassen, wird als Tierquälerei bezeichnet. Wieso wird da bei Menschen ein Unterschied gemacht?


    Noch ein paar abschließende Kurzkommentare:

    Cam sieht nach dem 24-Stunden-Untersuchungsmarathon richtig fertig aus! Solche Schatten um die Augen habe nicht mal ICH, wenn ich nicht geschlafen habe.

    Die Szene, wo Cam in dem Labor des Wissenschaftlers auf Spurensuche geht, sieht total aus wie CSI.

    Ziemlich grausam einem Sterbenden zu sagen, dass nichts auf der anderen Seite wartet!


    Die Sache mit dem heißen Mädchen ist ganz amüsant. Klasse wie Cam reinschneit und „He’s too old and weak.“ sagt und damit eigentlich den Patienten meint, aber es auch super zu House passt Tjaja, welchem Mann gefällt es nicht, wenn ein junges Ding auf einen steht. Und sie ist noch mal einiges jünger als Cam

  7. #234
    Günni's Avatar

    Join Date
    22.08.2007
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    @Onion addict: Stimme dir in vielen Punkten zu, nicht in allen.
    Chase: Ich weiß nicht so genau ob er wirklich für Sterbehilfe ist oder nicht. Ich hatte eher das Gefühl, dass er das handhabt wie die meisten Dinge: Die anderen Ärzte machen es auch so, also wird's schon irgendwie in Ordnung sein, warum also dagegen argumentieren. Wurde ja von House auch entsprechend kommentiert.

    Zum Thema Sterbehilfe allgemein. Vielleicht sollte man die Frage mal andersrum stellen. Ist es ok von jemand anderem zu erwarten, dass er mich umbringt? Mal ganz davon abgesehen, dass derjenige welche (ob nun Arzt oder Angehöriger) damit i.d.r. eine Straftat begeht, muss er/sie für den Rest seines Lebens damit klarkommen für jemandes Tod verantwortlich zu sein.
      Spoiler 
    Wenn das Ganze in etwa so läuft wie in "known unknowns" beschrieben, ok.
    Aber so finde ich es schon irgendwie unfair.

  8. #234
    Günni's Avatar

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    @Onion addict: Stimme dir in vielen Punkten zu, nicht in allen.
    Chase: Ich weiß nicht so genau ob er wirklich für Sterbehilfe ist oder nicht. Ich hatte eher das Gefühl, dass er das handhabt wie die meisten Dinge: Die anderen Ärzte machen es auch so, also wird's schon irgendwie in Ordnung sein, warum also dagegen argumentieren. Wurde ja von House auch entsprechend kommentiert.

    Zum Thema Sterbehilfe allgemein. Vielleicht sollte man die Frage mal andersrum stellen. Ist es ok von jemand anderem zu erwarten, dass er mich umbringt? Mal ganz davon abgesehen, dass derjenige welche (ob nun Arzt oder Angehöriger) damit i.d.r. eine Straftat begeht, muss er/sie für den Rest seines Lebens damit klarkommen für jemandes Tod verantwortlich zu sein.
      Spoiler 
    Wenn das Ganze in etwa so läuft wie in "known unknowns" beschrieben, ok.
    Aber so finde ich es schon irgendwie unfair.

  9. #235
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    @Günni:

    Ja, Chase orientiert sich gerne an der allgemeinen Auffassung. Daher sagt er zu Beginn auch, dass es ok ist, da es jeder macht. Er hätte dennoch nicht dabei sein müssen. Ich würde es ihm gerne positiv anrechnen, da er von den Fans immer nur fertig gemacht wird.

    Sicher, es ist eine psychische Belastung für denjenigen, der die Sterbehilfe leistet. Aber wenn man davon überzeugt ist, etwas Gutes getan zu haben, denke ich nicht, dass man diese Tat sein Leben lang als Last mit sich herum trägt. Ich hätte mir gewünscht, meine Oma hätte nicht so leiden müssen. Sie wollte seit Jahren sterben, konnte es aber nicht. Dass sie schließlich mit 96 Jahren gestorben ist, hört sich vielleicht schön an, aber sie hatte nichts davon. Klar, ich wäre nicht diejenige gewesen, die sie getötet hätte, das macht einen Unterschied. Aber ich finde es nicht unverschämt meinem Arzt zu bitten mich tu töten. Die rechtliche Situation verkompliziert das aber natürlich. Denn so geht es ganz richtig nicht nur darum, Leid zu beenden, sondern auch um die Selbsterhaltung des Arztes. Wahrscheinlich ist die Furcht, den Job zu verlieren eine größere Belastung als die Tat selbst. Ich kann das aber nicht beurteilen, also halte ich jetzt die Klappe.

  10. #235
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    @Günni:

    Ja, Chase orientiert sich gerne an der allgemeinen Auffassung. Daher sagt er zu Beginn auch, dass es ok ist, da es jeder macht. Er hätte dennoch nicht dabei sein müssen. Ich würde es ihm gerne positiv anrechnen, da er von den Fans immer nur fertig gemacht wird.

    Sicher, es ist eine psychische Belastung für denjenigen, der die Sterbehilfe leistet. Aber wenn man davon überzeugt ist, etwas Gutes getan zu haben, denke ich nicht, dass man diese Tat sein Leben lang als Last mit sich herum trägt. Ich hätte mir gewünscht, meine Oma hätte nicht so leiden müssen. Sie wollte seit Jahren sterben, konnte es aber nicht. Dass sie schließlich mit 96 Jahren gestorben ist, hört sich vielleicht schön an, aber sie hatte nichts davon. Klar, ich wäre nicht diejenige gewesen, die sie getötet hätte, das macht einen Unterschied. Aber ich finde es nicht unverschämt meinem Arzt zu bitten mich tu töten. Die rechtliche Situation verkompliziert das aber natürlich. Denn so geht es ganz richtig nicht nur darum, Leid zu beenden, sondern auch um die Selbsterhaltung des Arztes. Wahrscheinlich ist die Furcht, den Job zu verlieren eine größere Belastung als die Tat selbst. Ich kann das aber nicht beurteilen, also halte ich jetzt die Klappe.

  11. #236
    ~Noa~'s Avatar

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    20.04.2009
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    Finde das die schwierigste Ep aus der 3. Staffel. Das Thema, das hier behandelt wird, ist echt nicht leicht zu beurteilen.

    Quote Originally Posted by Onion Addict View Post
    Chase orientiert sich gerne an der allgemeinen Auffassung. Daher sagt er zu Beginn auch, dass es ok ist, da es jeder macht. Er hätte dennoch nicht dabei sein müssen. Ich würde es ihm gerne positiv anrechnen, da er von den Fans immer nur fertig gemacht wird.
    So, hier muss ich Chase mal ein bisschen hauen, obwohl ich auch finde, dass er meist ungerechtfertigterweise einstecken muss von Fans, lol!

    Chase tut hier anfangs sehr salopp. Dass es an der Tagesordnung für Ärzte ist, Patienten Sterbewünsche zu erfüllen, kommt mir etwas arg locker rüber. Und seine Reaktion auf Houses vermeintliche Morphinspritze zeigt auch, dass er ganz und gar nicht darauf vorbereitet ist. Aber es ist auch klar, dass er als einziger bleibt: erstens versichert er damit House seine Loyalität, und zweitens führt er sie ad absurdum: Wenn er Zeuge davon wird, wie sein Boss einen Patienten meuchelt, hat er immer ein Druckmittel gegen ihn in der Hand. Und ich glaube, das war der Hauptgrund für ihn, zu bleiben. Das und ein bisschen Sensationsgier. Hätte House wirklich Ezra Powell "erlösen" wollen, hätte er Chase ganz fix aus dem Zimmer befördert.

    Ich war erstmal verwirrt darüber, dass Cam so ein Problem mit Sterbehilfe hat. Ich dachte, gerade ihr, die so viel Mitgefühl mit den Patienten hat, müsste es leichter fallen. Mir ist nicht so ganz klar, wieso Sterbehilfe solche Konflikte mit ihren Moralvorstellungen verursacht. Vielleicht kann mich da jemand aufklären?
    Cameron hat den hippokratischen Eid verinnerlicht. Ich denke, es ist vollkommen gegen ihre Überzeugung, NICHT zu helfen und zu heilen. Deswegen würde sie alles tun, um Leben zu erhalten. Eigentlich sollte das ja für jeden Arzt selbstverständlich sein, und bis dahin verstehe ich sehr gut, dass sie gegen eine Todesspritze ist. Erst, als die Diagnose feststeht, ändert sie ihre Meinung.

    Ich denke aber auch, ihre Einstellung wendet sich von dem Punkt an, an dem sie entdeckt, welche Versuchsreihen Powell durchgeführt hat. House schickt sie in das Labor, um sie zu testen: Kann Cameron weiterhin fürsorglich und mitleidig mit dem kleinen tattrigen Wissenschaftler sein, wenn sie erfährt, dass er Babies sterben hat lassen bzw. sie durch Versuche fürs Leben gezeichnet hat? Und das kann sie nicht. Als sie eine Hautprobe aus Powells Arm schneidet, ist sie schlicht und einfach nur wütend. Und da fängt ihr Idealismus an zu bröckeln.

    Für den Schulterdruck und Houses "I'm proud of you" hab ich eine etwas andere Interpretation. Hätte er Cameron seine Anerkennung für ihr Mitgefühl ausgesprochen, wäre das nichts Besonderes gewesen. Cameron ist immer mitfühlend, und House hat schon ein paar Mal durchblicken lassen, dass das nicht unbedingt gut für sie ist. Indem sie Powell die Spritze setzt, hat sie selbst die Gerechtigkeit in die Hand genommen. Der Mann wollte sterben, aber deswegen ist es nicht gleich Gnade, was Cameron da tut. Sie handelt auch aus Wut und ausgleichender Gerechtigkeit. Dabei lernt sie etwas über sich, nämlich, dass sie sich von Gefühlen überwältigen lassen kann und dann ihre Prinzipien über Bord werfen kann. House rechnet ihr diese Selbsterkenntnis mehr an als den "Mut", dem Mann dann doch seinen Wunsch zu erfüllen. Wäre es ein ganz netter, lieber Patient gewesen, ich glaube nicht, dass Cameron zu einem solchen Schritt fähig gewesen wäre. Letzten Endes war es die Vorgeschichte von Powell, durch die sie fähig war, ihm das Leben - auch wenn es auf eigenen Wunsch war- zu nehmen. Ich denke, sie weint am Ende, weil sie erkannt hat, dass sie nicht auf den Wunsch des Patienten, sondern aufgrund ihrer eigenen Gefühle so gehandelt hat. Die warmherzige, mitfühlende Seite von Cameron hätte anders gehandelt. Sie hätte ihm das Sterben erleichtert, aber nicht ermöglicht. So, wie sie es in einer anderen Ep bei einem Obdachlosen tut.

    Wie gesagt, das ist meine Interpretation, und sie muss nicht stimmen. Aber House wäre nicht stolz auf sie, wenn sie trotz allem, was sie über Powell wusste, "gnädig" gewesen wäre. Denn das wäre ihre Natur gewesen. Diesmal hat sie gegen sie gehandelt, und House rechnet ihr das hoch an, weil sie etwas über sich selbst gelernt hat, was zwar bitter, aber notwendig gewesen ist: Man trifft emotionale Entscheidungen, wenn man zu viel über den Patienten weiss. Für Cameron eine harte Lektion. Und ich glaube, House will auch, dass seine Fellows hart zu sich sind.

    Ich finde die Ep ist starker Tobak, aber allemal wert, sie sich ein bisschen durch den Kopf gehen zu lassen.

    Edit: Ich habe die Ep längere Zeit nicht mehr gesehen, meine aber, dass Cuddy, als sie House vom Tod Powells berichtet, erwähnt, es sei ihm in der Nacht besser gegangen. Muss das aber nachprüfen.

  12. #236
    ~Noa~'s Avatar

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    Finde das die schwierigste Ep aus der 3. Staffel. Das Thema, das hier behandelt wird, ist echt nicht leicht zu beurteilen.

    Quote Originally Posted by Onion Addict View Post
    Chase orientiert sich gerne an der allgemeinen Auffassung. Daher sagt er zu Beginn auch, dass es ok ist, da es jeder macht. Er hätte dennoch nicht dabei sein müssen. Ich würde es ihm gerne positiv anrechnen, da er von den Fans immer nur fertig gemacht wird.
    So, hier muss ich Chase mal ein bisschen hauen, obwohl ich auch finde, dass er meist ungerechtfertigterweise einstecken muss von Fans, lol!

    Chase tut hier anfangs sehr salopp. Dass es an der Tagesordnung für Ärzte ist, Patienten Sterbewünsche zu erfüllen, kommt mir etwas arg locker rüber. Und seine Reaktion auf Houses vermeintliche Morphinspritze zeigt auch, dass er ganz und gar nicht darauf vorbereitet ist. Aber es ist auch klar, dass er als einziger bleibt: erstens versichert er damit House seine Loyalität, und zweitens führt er sie ad absurdum: Wenn er Zeuge davon wird, wie sein Boss einen Patienten meuchelt, hat er immer ein Druckmittel gegen ihn in der Hand. Und ich glaube, das war der Hauptgrund für ihn, zu bleiben. Das und ein bisschen Sensationsgier. Hätte House wirklich Ezra Powell "erlösen" wollen, hätte er Chase ganz fix aus dem Zimmer befördert.

    Ich war erstmal verwirrt darüber, dass Cam so ein Problem mit Sterbehilfe hat. Ich dachte, gerade ihr, die so viel Mitgefühl mit den Patienten hat, müsste es leichter fallen. Mir ist nicht so ganz klar, wieso Sterbehilfe solche Konflikte mit ihren Moralvorstellungen verursacht. Vielleicht kann mich da jemand aufklären?
    Cameron hat den hippokratischen Eid verinnerlicht. Ich denke, es ist vollkommen gegen ihre Überzeugung, NICHT zu helfen und zu heilen. Deswegen würde sie alles tun, um Leben zu erhalten. Eigentlich sollte das ja für jeden Arzt selbstverständlich sein, und bis dahin verstehe ich sehr gut, dass sie gegen eine Todesspritze ist. Erst, als die Diagnose feststeht, ändert sie ihre Meinung.

    Ich denke aber auch, ihre Einstellung wendet sich von dem Punkt an, an dem sie entdeckt, welche Versuchsreihen Powell durchgeführt hat. House schickt sie in das Labor, um sie zu testen: Kann Cameron weiterhin fürsorglich und mitleidig mit dem kleinen tattrigen Wissenschaftler sein, wenn sie erfährt, dass er Babies sterben hat lassen bzw. sie durch Versuche fürs Leben gezeichnet hat? Und das kann sie nicht. Als sie eine Hautprobe aus Powells Arm schneidet, ist sie schlicht und einfach nur wütend. Und da fängt ihr Idealismus an zu bröckeln.

    Für den Schulterdruck und Houses "I'm proud of you" hab ich eine etwas andere Interpretation. Hätte er Cameron seine Anerkennung für ihr Mitgefühl ausgesprochen, wäre das nichts Besonderes gewesen. Cameron ist immer mitfühlend, und House hat schon ein paar Mal durchblicken lassen, dass das nicht unbedingt gut für sie ist. Indem sie Powell die Spritze setzt, hat sie selbst die Gerechtigkeit in die Hand genommen. Der Mann wollte sterben, aber deswegen ist es nicht gleich Gnade, was Cameron da tut. Sie handelt auch aus Wut und ausgleichender Gerechtigkeit. Dabei lernt sie etwas über sich, nämlich, dass sie sich von Gefühlen überwältigen lassen kann und dann ihre Prinzipien über Bord werfen kann. House rechnet ihr diese Selbsterkenntnis mehr an als den "Mut", dem Mann dann doch seinen Wunsch zu erfüllen. Wäre es ein ganz netter, lieber Patient gewesen, ich glaube nicht, dass Cameron zu einem solchen Schritt fähig gewesen wäre. Letzten Endes war es die Vorgeschichte von Powell, durch die sie fähig war, ihm das Leben - auch wenn es auf eigenen Wunsch war- zu nehmen. Ich denke, sie weint am Ende, weil sie erkannt hat, dass sie nicht auf den Wunsch des Patienten, sondern aufgrund ihrer eigenen Gefühle so gehandelt hat. Die warmherzige, mitfühlende Seite von Cameron hätte anders gehandelt. Sie hätte ihm das Sterben erleichtert, aber nicht ermöglicht. So, wie sie es in einer anderen Ep bei einem Obdachlosen tut.

    Wie gesagt, das ist meine Interpretation, und sie muss nicht stimmen. Aber House wäre nicht stolz auf sie, wenn sie trotz allem, was sie über Powell wusste, "gnädig" gewesen wäre. Denn das wäre ihre Natur gewesen. Diesmal hat sie gegen sie gehandelt, und House rechnet ihr das hoch an, weil sie etwas über sich selbst gelernt hat, was zwar bitter, aber notwendig gewesen ist: Man trifft emotionale Entscheidungen, wenn man zu viel über den Patienten weiss. Für Cameron eine harte Lektion. Und ich glaube, House will auch, dass seine Fellows hart zu sich sind.

    Ich finde die Ep ist starker Tobak, aber allemal wert, sie sich ein bisschen durch den Kopf gehen zu lassen.

    Edit: Ich habe die Ep längere Zeit nicht mehr gesehen, meine aber, dass Cuddy, als sie House vom Tod Powells berichtet, erwähnt, es sei ihm in der Nacht besser gegangen. Muss das aber nachprüfen.

  13. #237
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    Quote Originally Posted by ~Noa~ View Post
    So, hier muss ich Chase mal ein bisschen hauen, obwohl ich auch finde, dass er meist ungerechtfertigterweise einstecken muss von Fans, lol!
    Hahaha, jetzt wollte ich Chase's Verhalten mal positiv interpretieren und wieder nix


    Für den Schulterdruck und Houses "I'm proud of you" hab ich eine etwas andere Interpretation. Hätte er Cameron seine Anerkennung für ihr Mitgefühl ausgesprochen, wäre das nichts Besonderes gewesen. Cameron ist immer mitfühlend, und House hat schon ein paar Mal durchblicken lassen, dass das nicht unbedingt gut für sie ist.
    Ich meinte nicht, dass er ihr Mitgefühl anerkennt, sondern dass er ihr anrechnet, dass sie gegen ihre Prinzipien gehandelt hat, weil sie einsehen musste, dass sie damit diesmal nicht weiter kommt. Ja, House weiß dass zu viel Mitgefühl nicht gut ist für sie, weil es u.a. die Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigt. Diesmal steht ihr aber nicht das Mitgefühl im Weg, sonst hätte sie nicht solch ein Problem mit der Sterbehilfe gehabt, sondern ihre allgemeine Grundhaltung, die ihr diesmal aber keine Richtung zeigen kann.

    Indem sie Powell die Spritze setzt, hat sie selbst die Gerechtigkeit in die Hand genommen. Der Mann wollte sterben, aber deswegen ist es nicht gleich Gnade, was Cameron da tut. Sie handelt auch aus Wut und ausgleichender Gerechtigkeit. Dabei lernt sie etwas über sich, nämlich, dass sie sich von Gefühlen überwältigen lassen kann und dann ihre Prinzipien über Bord werfen kann. House rechnet ihr diese Selbsterkenntnis mehr an als den "Mut", dem Mann dann doch seinen Wunsch zu erfüllen. Wäre es ein ganz netter, lieber Patient gewesen, ich glaube nicht, dass Cameron zu einem solchen Schritt fähig gewesen wäre. Letzten Endes war es die Vorgeschichte von Powell, durch die sie fähig war, ihm das Leben - auch wenn es auf eigenen Wunsch war- zu nehmen.
    House wäre nicht stolz auf sie, wenn sie trotz allem, was sie über Powell wusste, "gnädig" gewesen wäre. Denn das wäre ihre Natur gewesen. Diesmal hat sie gegen sie gehandelt, und House rechnet ihr das hoch an, weil sie etwas über sich selbst gelernt hat, was zwar bitter, aber notwendig gewesen ist: Man trifft emotionale Entscheidungen, wenn man zu viel über den Patienten weiss. Für Cameron eine harte Lektion. Und ich glaube, House will auch, dass seine Fellows hart zu sich sind.
    Willst du damit sagen, Cameron hat ihn nur aus Wut getötet? So hab ich das noch gar nicht betrachtet! Hm, aber wenn sie ihm hätte schaden wollen als ausgleichende Gerechtigkeit, hätte sie ihn elend sterben lassen sollen. Oder nicht?? Ich empfinde die Tests von House wie eine kleine Rache, aber ihm seinen Wunsch zu gewähren...
    Ich dachte die Lektion für Cam wäre, dass Prinzipien schön und gut sind, aber nicht für alles den Weg weisen und dass es egal ist wie man den Patienten persönlich beurteilt, er verdient es als Mensch von seinen Qualen erlöst zu werden. Dass man emotionale Entscheidungen trifft, wenn man zu viel über den Patienten weiß, hat sie doch schon gelernt, dachte ich...
    Da habe ich vielleicht zu einfach gedacht...
    So wie du das interpretierst, macht es mehr Sinn, glaube ich
    D.h. also, er warnt sie davor, dass Patienten zu schaden kommen könnten, wenn sie sich von negativen Gefühlen leiten lässt? Das ist die neue Lektion. Die alte war dann, was zu viel Mitgefühl bewirkt. Da es sich hier um einen sterbenden Patienten gehandelt hat, konnte Cam keinen Schaden anrichten und hat mit ihrer negativen Reaktion gleichzeitig das gemacht, was House dennoch getan hätte??? Oder hätte er diesmal keine Sterbehilfe geleistet, wenn er nicht gewusst hätte, dass Cam es tun wird? Ich glaube, ich kapier's immer noch nicht!

  14. #237
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    So, hier muss ich Chase mal ein bisschen hauen, obwohl ich auch finde, dass er meist ungerechtfertigterweise einstecken muss von Fans, lol!
    Hahaha, jetzt wollte ich Chase's Verhalten mal positiv interpretieren und wieder nix


    Für den Schulterdruck und Houses "I'm proud of you" hab ich eine etwas andere Interpretation. Hätte er Cameron seine Anerkennung für ihr Mitgefühl ausgesprochen, wäre das nichts Besonderes gewesen. Cameron ist immer mitfühlend, und House hat schon ein paar Mal durchblicken lassen, dass das nicht unbedingt gut für sie ist.
    Ich meinte nicht, dass er ihr Mitgefühl anerkennt, sondern dass er ihr anrechnet, dass sie gegen ihre Prinzipien gehandelt hat, weil sie einsehen musste, dass sie damit diesmal nicht weiter kommt. Ja, House weiß dass zu viel Mitgefühl nicht gut ist für sie, weil es u.a. die Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigt. Diesmal steht ihr aber nicht das Mitgefühl im Weg, sonst hätte sie nicht solch ein Problem mit der Sterbehilfe gehabt, sondern ihre allgemeine Grundhaltung, die ihr diesmal aber keine Richtung zeigen kann.

    Indem sie Powell die Spritze setzt, hat sie selbst die Gerechtigkeit in die Hand genommen. Der Mann wollte sterben, aber deswegen ist es nicht gleich Gnade, was Cameron da tut. Sie handelt auch aus Wut und ausgleichender Gerechtigkeit. Dabei lernt sie etwas über sich, nämlich, dass sie sich von Gefühlen überwältigen lassen kann und dann ihre Prinzipien über Bord werfen kann. House rechnet ihr diese Selbsterkenntnis mehr an als den "Mut", dem Mann dann doch seinen Wunsch zu erfüllen. Wäre es ein ganz netter, lieber Patient gewesen, ich glaube nicht, dass Cameron zu einem solchen Schritt fähig gewesen wäre. Letzten Endes war es die Vorgeschichte von Powell, durch die sie fähig war, ihm das Leben - auch wenn es auf eigenen Wunsch war- zu nehmen.
    House wäre nicht stolz auf sie, wenn sie trotz allem, was sie über Powell wusste, "gnädig" gewesen wäre. Denn das wäre ihre Natur gewesen. Diesmal hat sie gegen sie gehandelt, und House rechnet ihr das hoch an, weil sie etwas über sich selbst gelernt hat, was zwar bitter, aber notwendig gewesen ist: Man trifft emotionale Entscheidungen, wenn man zu viel über den Patienten weiss. Für Cameron eine harte Lektion. Und ich glaube, House will auch, dass seine Fellows hart zu sich sind.
    Willst du damit sagen, Cameron hat ihn nur aus Wut getötet? So hab ich das noch gar nicht betrachtet! Hm, aber wenn sie ihm hätte schaden wollen als ausgleichende Gerechtigkeit, hätte sie ihn elend sterben lassen sollen. Oder nicht?? Ich empfinde die Tests von House wie eine kleine Rache, aber ihm seinen Wunsch zu gewähren...
    Ich dachte die Lektion für Cam wäre, dass Prinzipien schön und gut sind, aber nicht für alles den Weg weisen und dass es egal ist wie man den Patienten persönlich beurteilt, er verdient es als Mensch von seinen Qualen erlöst zu werden. Dass man emotionale Entscheidungen trifft, wenn man zu viel über den Patienten weiß, hat sie doch schon gelernt, dachte ich...
    Da habe ich vielleicht zu einfach gedacht...
    So wie du das interpretierst, macht es mehr Sinn, glaube ich
    D.h. also, er warnt sie davor, dass Patienten zu schaden kommen könnten, wenn sie sich von negativen Gefühlen leiten lässt? Das ist die neue Lektion. Die alte war dann, was zu viel Mitgefühl bewirkt. Da es sich hier um einen sterbenden Patienten gehandelt hat, konnte Cam keinen Schaden anrichten und hat mit ihrer negativen Reaktion gleichzeitig das gemacht, was House dennoch getan hätte??? Oder hätte er diesmal keine Sterbehilfe geleistet, wenn er nicht gewusst hätte, dass Cam es tun wird? Ich glaube, ich kapier's immer noch nicht!

  15. #238
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    Hahaha, jetzt wollte ich Chase's Verhalten mal positiv interpretieren und wieder nix
    Danke, ich weiss es zu schätzen! Hier finde ich ihn allerdings wenig vertrauenswürdig. Er hat bessere Momente. In dieser Ep fand ich ihn ein wenig undurchsichtig.

    Willst du damit sagen, Cameron hat ihn nur aus Wut getötet?
    Ganz so krass würde ich es nicht sagen. Ich denke, sie hatte eine Mordswut auf Powell, und da kam sie eben mit ihrer Gutmensch-Moral in Konflikt. Die hat ihr da nicht weiter geholfen, wie du das ja schon geschrieben hast. Zu der Wut kam noch eine Art ausgleichende Gerechtigkeit hinzu. Ich glaube wirklich nicht, dass sie aus Erbarmen zum Morphin gegriffen hat. Das wäre für Cameron zu einfach. Sie wollte ihn auch irgendwie bestrafen. Und wenn man ein Leben beendet, ob auf Wunsch oder nicht, hat das etwas Endgültiges und Abschließendes.

    Hm, aber wenn sie ihm hätte schaden wollen als ausgleichende Gerechtigkeit, hätte sie ihn elend sterben lassen sollen. Oder nicht?? Ich empfinde die Tests von House wie eine kleine Rache, aber ihm seinen Wunsch zu gewähren...
    Ihn leiden zu lassen, wäre ja gemein und unethisch. Das bringt Cameron nicht über sich, das wäre vielleicht Houses Strategie gewesen. Aber ich bin ziemlich sicher, dass House im Ernstfall dem Mann das Sterben durch entsprechende Medikamente erleichtert hätte. Jemanden leiden zu lassen, bringen, glaube ich, weder Cameron noch House fertig.

    D.h. also, er warnt sie davor, dass Patienten zu schaden kommen könnten, wenn sie sich von negativen Gefühlen leiten lässt?
    Ja, ich glaube, das ist es, was ich gemeint habe. Danke!


    Oder hätte er diesmal keine Sterbehilfe geleistet, wenn er nicht gewusst hätte, dass Cam es tun wird? Ich glaube, ich kapier's immer noch nicht!
    OMG, du wirst mich noch dazu bringen, diese Ep noch mal anzuschauen, obwohl ich sie echt nicht wirklich mag, Lol! Was genau House von Sterbehilfe hält, weiss ich jetzt gar nicht. Nimmt er mal Stellung? Ich erinnere mich, dass es ein Gespräch mit Wilson gab. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er das Thema unter Kollegen ähnlich salopp abhandeln würde wie Chase. Im Endeffekt traue ich ihm eher zu, das Leid zu einem erträglichen Mass zu reduzieren. Falls du noch nicht in der 6. Staffel bist, geb ich mal einen Spoiler rein, aber ich glaube, der ist wichtig für Houses Haltung dazu:

      Spoiler 
    In Known Unknows beobachtet er Wilson bei einer Unterhaltung mit einem sterbenden Patienten, in dem er ihm die Zufuhr des Morphins erklärt. Genau gesagt, erklärt Wilson dem Mann, wie er sich mit einer Überdosis selbst töten kann. Das wühlt House sehr auf und er ist scheinbar doch ziemlich wütend auf Wilson, weil er sich selbst damit in Gefahr bringt. Ich kann mich natürlich irren, aber für mich eigentlich ein Hinweis, dass House Sterbehilfe per se nicht befürwortet. Obwohl er anschliessend ein Plädoyer dafür auf dem Kongress hält, um Wilsons Kopf aus der Schlinge zu ziehen und er dafür Respekt von einer Handvoll Kollegen bekommt. Zum Glück hält er den Vortrag unter einem Pseudonym.


    Deswegen noch mal, ich glaube, House ist auf Cameron nur stolz, weil sie etwas über sich gelernt hat. Nicht, weil sie sich überwunden hat, dem bösen Opi doch noch seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Das würde ihn, meiner Meinung, wenig beeindrucken.

    So, und jetzt geh ich mir noch einen Snack machen... mit viel Zwiebeln!!

  16. #238
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    Hahaha, jetzt wollte ich Chase's Verhalten mal positiv interpretieren und wieder nix
    Danke, ich weiss es zu schätzen! Hier finde ich ihn allerdings wenig vertrauenswürdig. Er hat bessere Momente. In dieser Ep fand ich ihn ein wenig undurchsichtig.

    Willst du damit sagen, Cameron hat ihn nur aus Wut getötet?
    Ganz so krass würde ich es nicht sagen. Ich denke, sie hatte eine Mordswut auf Powell, und da kam sie eben mit ihrer Gutmensch-Moral in Konflikt. Die hat ihr da nicht weiter geholfen, wie du das ja schon geschrieben hast. Zu der Wut kam noch eine Art ausgleichende Gerechtigkeit hinzu. Ich glaube wirklich nicht, dass sie aus Erbarmen zum Morphin gegriffen hat. Das wäre für Cameron zu einfach. Sie wollte ihn auch irgendwie bestrafen. Und wenn man ein Leben beendet, ob auf Wunsch oder nicht, hat das etwas Endgültiges und Abschließendes.

    Hm, aber wenn sie ihm hätte schaden wollen als ausgleichende Gerechtigkeit, hätte sie ihn elend sterben lassen sollen. Oder nicht?? Ich empfinde die Tests von House wie eine kleine Rache, aber ihm seinen Wunsch zu gewähren...
    Ihn leiden zu lassen, wäre ja gemein und unethisch. Das bringt Cameron nicht über sich, das wäre vielleicht Houses Strategie gewesen. Aber ich bin ziemlich sicher, dass House im Ernstfall dem Mann das Sterben durch entsprechende Medikamente erleichtert hätte. Jemanden leiden zu lassen, bringen, glaube ich, weder Cameron noch House fertig.

    D.h. also, er warnt sie davor, dass Patienten zu schaden kommen könnten, wenn sie sich von negativen Gefühlen leiten lässt?
    Ja, ich glaube, das ist es, was ich gemeint habe. Danke!


    Oder hätte er diesmal keine Sterbehilfe geleistet, wenn er nicht gewusst hätte, dass Cam es tun wird? Ich glaube, ich kapier's immer noch nicht!
    OMG, du wirst mich noch dazu bringen, diese Ep noch mal anzuschauen, obwohl ich sie echt nicht wirklich mag, Lol! Was genau House von Sterbehilfe hält, weiss ich jetzt gar nicht. Nimmt er mal Stellung? Ich erinnere mich, dass es ein Gespräch mit Wilson gab. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er das Thema unter Kollegen ähnlich salopp abhandeln würde wie Chase. Im Endeffekt traue ich ihm eher zu, das Leid zu einem erträglichen Mass zu reduzieren. Falls du noch nicht in der 6. Staffel bist, geb ich mal einen Spoiler rein, aber ich glaube, der ist wichtig für Houses Haltung dazu:

      Spoiler 
    In Known Unknows beobachtet er Wilson bei einer Unterhaltung mit einem sterbenden Patienten, in dem er ihm die Zufuhr des Morphins erklärt. Genau gesagt, erklärt Wilson dem Mann, wie er sich mit einer Überdosis selbst töten kann. Das wühlt House sehr auf und er ist scheinbar doch ziemlich wütend auf Wilson, weil er sich selbst damit in Gefahr bringt. Ich kann mich natürlich irren, aber für mich eigentlich ein Hinweis, dass House Sterbehilfe per se nicht befürwortet. Obwohl er anschliessend ein Plädoyer dafür auf dem Kongress hält, um Wilsons Kopf aus der Schlinge zu ziehen und er dafür Respekt von einer Handvoll Kollegen bekommt. Zum Glück hält er den Vortrag unter einem Pseudonym.


    Deswegen noch mal, ich glaube, House ist auf Cameron nur stolz, weil sie etwas über sich gelernt hat. Nicht, weil sie sich überwunden hat, dem bösen Opi doch noch seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Das würde ihn, meiner Meinung, wenig beeindrucken.

    So, und jetzt geh ich mir noch einen Snack machen... mit viel Zwiebeln!!

  17. #239
    Sunshein's Avatar

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    18.05.2010
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    Die Reaktion des Teams auf seinen Stock war interessant.
    "Die Schmerzen sind also wieder da?"
    "Da waren keine Schmerzen, er war Bewusstlos. Nehm ich jedenfalls an, weil er keine Luft bekam."
    "Wir reden von ihnen."
    "Ja, das ist mir klar, aber ich nicht!"

    House hatte wieder gute Sprüche drauf, zum Beispiel als er ihm das Epi gespritzt hat^^
    Oder über den Patienten "gelästert" hat:"Kommen Sie. Er ist alt und... krank und... schwächelt rum! Wir können mit ihm machen, was wir wollen."

    Die Patiententochter fand ich witzig Sie hat einen guten Männergeschmack
    Aber eigentlich stand der Patient im Mittelpunkt. Zum Thema Sterbehilfe: Das meiste wurde schon gesagt, aber ich habe überlegt ob die Folgen für den "Helfer"(Gewissensbisse, Jobverlust, nicht sagen können man hätte noch nie einen Menschen getötet,...) vielleicht schlimmer sind als das, was der Sterbende länger leiden muss.
    In diesem Zusammenhang fällt mir immer die Folge mit dem Todestraktpatienten ein, wo Cameron erst mit Cindy Freundschaft schließen will, bevor sie ihr sagt dass sie sterben wird. Wilson hat es sehr treffend formuliert:"Vielleicht fühlt sie sich dadurch an ihren letzten Tagen besser, aber Sie sind danach nicht mehr die Selbe!" "Sie glauben das ist es nicht wert?!" "Ich glaub es nicht, ich weiß es!" Irgendwie wäre das auch auf Sterbehilfe anwendbar.

  18. #239
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    "Die Schmerzen sind also wieder da?"
    "Da waren keine Schmerzen, er war Bewusstlos. Nehm ich jedenfalls an, weil er keine Luft bekam."
    "Wir reden von ihnen."
    "Ja, das ist mir klar, aber ich nicht!"

    House hatte wieder gute Sprüche drauf, zum Beispiel als er ihm das Epi gespritzt hat^^
    Oder über den Patienten "gelästert" hat:"Kommen Sie. Er ist alt und... krank und... schwächelt rum! Wir können mit ihm machen, was wir wollen."

    Die Patiententochter fand ich witzig Sie hat einen guten Männergeschmack
    Aber eigentlich stand der Patient im Mittelpunkt. Zum Thema Sterbehilfe: Das meiste wurde schon gesagt, aber ich habe überlegt ob die Folgen für den "Helfer"(Gewissensbisse, Jobverlust, nicht sagen können man hätte noch nie einen Menschen getötet,...) vielleicht schlimmer sind als das, was der Sterbende länger leiden muss.
    In diesem Zusammenhang fällt mir immer die Folge mit dem Todestraktpatienten ein, wo Cameron erst mit Cindy Freundschaft schließen will, bevor sie ihr sagt dass sie sterben wird. Wilson hat es sehr treffend formuliert:"Vielleicht fühlt sie sich dadurch an ihren letzten Tagen besser, aber Sie sind danach nicht mehr die Selbe!" "Sie glauben das ist es nicht wert?!" "Ich glaub es nicht, ich weiß es!" Irgendwie wäre das auch auf Sterbehilfe anwendbar.

  19. #240
    DrGregoryGregHouseMD's Avatar

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    Die Sprücher von House waren in dieser Episode ja mal hammer.
    Miesepetrig und übel gelaunt wie immer - so kennen wir ihn, unseren Housei und so soll er auch sein. Irgendwie.
    Tat zwar schön und interessand ihn einer Episode bzw zwei (in Episode zwei hatte er ja wieder schmerzen?) mal schmerzfrei zu sehen, aber dann wurde mich doch irgenwie klar - das ist nicht "mein" House. In den anderen Episode hat er zwar auch gute Sprüche parat immer gehabt, aber wenn House schmerzen hat sind die Episoden doch etwas würziger. So auch in dieser, auch wenn er jetzt nicht wirklcih starke schmerzen hatte, aber immerhin: sie waren wieder da.
    Der Fall nebenbei bemerkt war auch ganz interessant.

  20. #240
    DrGregoryGregHouseMD's Avatar

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    Die Sprücher von House waren in dieser Episode ja mal hammer.
    Miesepetrig und übel gelaunt wie immer - so kennen wir ihn, unseren Housei und so soll er auch sein. Irgendwie.
    Tat zwar schön und interessand ihn einer Episode bzw zwei (in Episode zwei hatte er ja wieder schmerzen?) mal schmerzfrei zu sehen, aber dann wurde mich doch irgenwie klar - das ist nicht "mein" House. In den anderen Episode hat er zwar auch gute Sprüche parat immer gehabt, aber wenn House schmerzen hat sind die Episoden doch etwas würziger. So auch in dieser, auch wenn er jetzt nicht wirklcih starke schmerzen hatte, aber immerhin: sie waren wieder da.
    Der Fall nebenbei bemerkt war auch ganz interessant.

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