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Krieg der Welten

Erstellt von Chumpy, 06.03.2008, 20:59 Uhr · 2 Antworten · 926 Aufrufe

  1. #1
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    Pfeil Krieg der Welten

    Nachdem ich jetzt also diese negative Meinung zum ersten Mal gehört hab, hab ich das Bedürfniss, darüber zu diskutieren. So banal gesehen ist der Film vermutlich nichts besonderes und "Bakterien töten Aliens" kommt da womöglich komisch. ABER, was mir gefallen hat, war dass Spielberg damit nah am Buch geblieben ist. Independence Day basiert auch auf HG Wells' War of the Worlds, jedoch hat Emmerich hier aus den Bakterien nen Computervirus gemacht. Ja klar, die sind technologisch so weit entwickelt, dass sie über Milliarden von Lichtjahre zur Erde reisen können, die Aliens. Und so ein durchgeknallter zwingt sie dann mit nem irdischen, selbstgebastelten COMPUTERVIRUS in die Knie. Wir können nichtmal Windowsviren auf Apple Computer einsetzen, oder? Aber auf Alientechnologie lässt sich sowas anwenden. Pfft. Dann fliegt noch der US Präsident HÖCHSTPERSÖNLICH den Jet um die Welt zu retten. Ich möcht Kriegsdienstverweigerer Bush sehen, wie er sowas tut. Allein deswegen gefiel mir Krieg der Welten schon besser. Es war mal nicht dieser patriotische die Amis retten die Welt Ausgang. Nein, die AMis waren ebenso wehrlos wie der Rest der Welt.

    Um Krieg der Welten zu verstehen, muss man natürlich zunächst mal wissen, dass er auf dem gleichnamigen Buch von H.G. Wells basiert. Und um das zu verstehen, muss man überlegen, in welcher Zeit dies entstand. 1898, da war das britische Empire noch mit seiner Kolonialpolitik beschäftigt. Ich zitier hierzu einfach mal ganz blöd Wiki, weil für diesen Zweck reicht es: "Krieg der Welten war als Satire auf die Kolonialpolitik des Empire angelegt und vertauschte hierzu die Rollen von Eroberern und Opfern zu Ungunsten der Briten. Ein zusätzlich böser Seitenhieb war die Tatsache, dass die primitivsten damals bekannten Lebensformen das britische Weltreich retteten."
    Das find ich mal ziemlich genial. Liest man das Buch heute, ist der Effekt natürlich nicht der selbe. Ich hab's versucht und es nach wenigen Seiten weggelegt, weil's einfach ewig nicht in die Gänge kommt, was mich langweilte. Daher wurde das ganze von Spielberg natürlich in die heutige Zeit projiziert. Die Angreifer kommen nicht unbedingt vom Mars (der ist schließlich unbewohnt wie wir wissen), es spielt in Amerika, nicht England und es gigt sicher mehr Action. Wenn man aber diese Kritik von Wells im Hinterkopf behält, macht doch die Tatsache, dass Bakterien die Menschheit retten irgendwie tierisch Spaß.
    Undman kann es ja auch so interpretieren, dass die Menschen auch nur völlig unbedeutend und nichtig sind.

  2. #1
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    Pfeil Krieg der Welten

    Nachdem ich jetzt also diese negative Meinung zum ersten Mal gehört hab, hab ich das Bedürfniss, darüber zu diskutieren. So banal gesehen ist der Film vermutlich nichts besonderes und "Bakterien töten Aliens" kommt da womöglich komisch. ABER, was mir gefallen hat, war dass Spielberg damit nah am Buch geblieben ist. Independence Day basiert auch auf HG Wells' War of the Worlds, jedoch hat Emmerich hier aus den Bakterien nen Computervirus gemacht. Ja klar, die sind technologisch so weit entwickelt, dass sie über Milliarden von Lichtjahre zur Erde reisen können, die Aliens. Und so ein durchgeknallter zwingt sie dann mit nem irdischen, selbstgebastelten COMPUTERVIRUS in die Knie. Wir können nichtmal Windowsviren auf Apple Computer einsetzen, oder? Aber auf Alientechnologie lässt sich sowas anwenden. Pfft. Dann fliegt noch der US Präsident HÖCHSTPERSÖNLICH den Jet um die Welt zu retten. Ich möcht Kriegsdienstverweigerer Bush sehen, wie er sowas tut. Allein deswegen gefiel mir Krieg der Welten schon besser. Es war mal nicht dieser patriotische die Amis retten die Welt Ausgang. Nein, die AMis waren ebenso wehrlos wie der Rest der Welt.

    Um Krieg der Welten zu verstehen, muss man natürlich zunächst mal wissen, dass er auf dem gleichnamigen Buch von H.G. Wells basiert. Und um das zu verstehen, muss man überlegen, in welcher Zeit dies entstand. 1898, da war das britische Empire noch mit seiner Kolonialpolitik beschäftigt. Ich zitier hierzu einfach mal ganz blöd Wiki, weil für diesen Zweck reicht es: "Krieg der Welten war als Satire auf die Kolonialpolitik des Empire angelegt und vertauschte hierzu die Rollen von Eroberern und Opfern zu Ungunsten der Briten. Ein zusätzlich böser Seitenhieb war die Tatsache, dass die primitivsten damals bekannten Lebensformen das britische Weltreich retteten."
    Das find ich mal ziemlich genial. Liest man das Buch heute, ist der Effekt natürlich nicht der selbe. Ich hab's versucht und es nach wenigen Seiten weggelegt, weil's einfach ewig nicht in die Gänge kommt, was mich langweilte. Daher wurde das ganze von Spielberg natürlich in die heutige Zeit projiziert. Die Angreifer kommen nicht unbedingt vom Mars (der ist schließlich unbewohnt wie wir wissen), es spielt in Amerika, nicht England und es gigt sicher mehr Action. Wenn man aber diese Kritik von Wells im Hinterkopf behält, macht doch die Tatsache, dass Bakterien die Menschheit retten irgendwie tierisch Spaß.
    Undman kann es ja auch so interpretieren, dass die Menschen auch nur völlig unbedeutend und nichtig sind.

  3. #2
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    *g* Ich versteh das jetzt mal so, dass du vor allem mit mir darüber diskutieren willst

    Die Story rund um "Krieg der Welten" kannte ich schon vorher (das mit der Satire aufs britische Königreich war mit neu), auch diese wirklich tolle Geschichte, als das Hörspiel dazu in den Dreißigern jede Menge Leute in New York erschreckt hat (man stelle sich das mal vor ). Nun ja, die Grundaussage ist ja auch bemerkenswert. Es ist ja nicht der Mensch, der sich selbst aus dem Schlamassel zieht, alle Bemühungen der Leute waren ja total nutzlos, es sind gerade die kleinen, so unscheinbaren Dinge, die alles zum Guten wenden.

    Aber meine Kritik wendet sich nicht unbedingt auf die Aussage der Geschichte, sondern um die Handlung selbst. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass so weit entwickelte Aliens so lange eine Invasion vorbereiten und nicht an die Natur auf diesen Planeten denken. Zumal es doch so aussah, als ob die das öfter machen und doch wohl Erfahrung damit haben. Deswegen bleiben die Aliens für einfach strunzdumm und das Ende doof.

    Aber vielleicht tröstet es dich ja, dass sie nicht die ALLERdümmsten Aliens in einem Film sind - die aus "Signs" halte ich noch für viel bescheuerter (Und den Film finde ich trotzdem klasse!) Wer weiß, vielleicht sind die Spezies ja verwandt...

  4. #2
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    *g* Ich versteh das jetzt mal so, dass du vor allem mit mir darüber diskutieren willst

    Die Story rund um "Krieg der Welten" kannte ich schon vorher (das mit der Satire aufs britische Königreich war mit neu), auch diese wirklich tolle Geschichte, als das Hörspiel dazu in den Dreißigern jede Menge Leute in New York erschreckt hat (man stelle sich das mal vor ). Nun ja, die Grundaussage ist ja auch bemerkenswert. Es ist ja nicht der Mensch, der sich selbst aus dem Schlamassel zieht, alle Bemühungen der Leute waren ja total nutzlos, es sind gerade die kleinen, so unscheinbaren Dinge, die alles zum Guten wenden.

    Aber meine Kritik wendet sich nicht unbedingt auf die Aussage der Geschichte, sondern um die Handlung selbst. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass so weit entwickelte Aliens so lange eine Invasion vorbereiten und nicht an die Natur auf diesen Planeten denken. Zumal es doch so aussah, als ob die das öfter machen und doch wohl Erfahrung damit haben. Deswegen bleiben die Aliens für einfach strunzdumm und das Ende doof.

    Aber vielleicht tröstet es dich ja, dass sie nicht die ALLERdümmsten Aliens in einem Film sind - die aus "Signs" halte ich noch für viel bescheuerter (Und den Film finde ich trotzdem klasse!) Wer weiß, vielleicht sind die Spezies ja verwandt...

  5. #3
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    eigentlich, wollt ich mal hören, ob es noch mehr Leute gibt, die diese Meinung teilen.

  6. #3
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