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Allgemeines zu Hugh/House

Erstellt von mak-asgard, 25.05.2006, 00:54 Uhr · 997 Antworten · 135.174 Aufrufe

  1. #781
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    Quote Originally Posted by Mel_S_1979 View Post
    Ja, ich billige Sucht in keinerlei Weise. Ich kenne leider Gottes auch Menschen - habe sogar zeitweise mit ihnen gearbeitet - , die einen tierischen Dauerschmerz haben. Selbst mein im Sterben liegender Schwiegervater wollte lieber auf Morphium (was ihm auch nur zum Teil half) verzichten, um nicht abhängig zu werden (klar, der Gedanke war natürlich in dem Moment uninteressant für uns drumherum).
    Schmerz ist für mich kein Argument, um eine Sucht zu erklären.
    Und es gibt glücklicherweise genug Betroffene, die das selber so sehen. Es ist einfach mitunter eine Charakterfrage, ob man sich leichtfertig mit solchen Präparaten zuschüttet oder ob man einfach mal versucht, ernsthaft Alternativen zu finden, sofern es sie gibt, und dann danach handelt.
    Dabei übersiehst du aber, dass Dauerschmerz Menschen auch verändert, und zwar zu ihrem Nachteil.

    Ich hatte einen chronisch schmerzkranken Patienten (Amputationsschmerz), der zwei Jahre auf Opiate verzichtet hat und unter horrenden Dauerschmerzen litt. Er hat sich dabei so verändert, dass er kaum mehr gesellschaftlich integrierbar war und auf Kleinigkeiten gerade eingeschnappt war. Auf Opiate kam er wieder unter Menschen, hat einen Beruf mit täglichem Kundenkontakt, arbeitet mit drehenden Motoren und ist 100% funktionsfähig.

    House benimmt sich wie ein Süchtiger weil er erstens auch ein Suchtproblem hat (sekundär, aber er hat es) und weil auch Sherlock Holmes Heroin- und Kokainabhängig war. House jedoch hat (absichtlich) ein medizinisches Problem, welches ihm zum legalen Nutzer eines Medikamentes macht und eben nicht zu einem Junkey (SH hat damals seine Substanzen ebenfalls vollkommen legal und einigermassen gesellschaftlich akzeptiert eingenommen).

    So viel zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Charaktere.

    Quote Originally Posted by MissMoneypenny View Post
    Um noch mal auf House und Tritter zurück zu kommen, hätte House Tritter in vernünftigem Ton erklärt, dass ein freies Krankenhaus nur begrenzte Mittel zur Verfügung hat und er als diensthabener Arzt nicht zum Schluss gekommen ist, dass ein weiterer Test notwendig wäre und für das Krankenhaus auch zu teuer (dezenter Hinweis auf Krankenversicherung des Patienten), wäre der Konflikt niemals so eskaliert. Und auch wenn Tritter House den Stock weggeschlagen hat, ein Thermometer im Hintern, das geht gar nicht. Wenn du im öffentlichen Dienst bei Publkumsverkehr so wenig Selbstbeherrschung an den Tag legst, darfst du dich nicht wundern, wenn du eine Menge Ärger kriegst.
    Und seit wann ist die Strafe für unhöfliches Verhalten Gefängnis, Ruin für deine Freunde und Folter?

    Willst wu wirklich einen ausgeglichenen, engelhaft geduldigen und angepasten House sehen? Er kann manchmal sogar Dummheit leiden, wenn er sie amüsant findet, jedoch niemals Arroganz von machtgewohnten Personen.

  2. #781
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    Quote Originally Posted by Mel_S_1979 View Post
    Ja, ich billige Sucht in keinerlei Weise. Ich kenne leider Gottes auch Menschen - habe sogar zeitweise mit ihnen gearbeitet - , die einen tierischen Dauerschmerz haben. Selbst mein im Sterben liegender Schwiegervater wollte lieber auf Morphium (was ihm auch nur zum Teil half) verzichten, um nicht abhängig zu werden (klar, der Gedanke war natürlich in dem Moment uninteressant für uns drumherum).
    Schmerz ist für mich kein Argument, um eine Sucht zu erklären.
    Und es gibt glücklicherweise genug Betroffene, die das selber so sehen. Es ist einfach mitunter eine Charakterfrage, ob man sich leichtfertig mit solchen Präparaten zuschüttet oder ob man einfach mal versucht, ernsthaft Alternativen zu finden, sofern es sie gibt, und dann danach handelt.
    Dabei übersiehst du aber, dass Dauerschmerz Menschen auch verändert, und zwar zu ihrem Nachteil.

    Ich hatte einen chronisch schmerzkranken Patienten (Amputationsschmerz), der zwei Jahre auf Opiate verzichtet hat und unter horrenden Dauerschmerzen litt. Er hat sich dabei so verändert, dass er kaum mehr gesellschaftlich integrierbar war und auf Kleinigkeiten gerade eingeschnappt war. Auf Opiate kam er wieder unter Menschen, hat einen Beruf mit täglichem Kundenkontakt, arbeitet mit drehenden Motoren und ist 100% funktionsfähig.

    House benimmt sich wie ein Süchtiger weil er erstens auch ein Suchtproblem hat (sekundär, aber er hat es) und weil auch Sherlock Holmes Heroin- und Kokainabhängig war. House jedoch hat (absichtlich) ein medizinisches Problem, welches ihm zum legalen Nutzer eines Medikamentes macht und eben nicht zu einem Junkey (SH hat damals seine Substanzen ebenfalls vollkommen legal und einigermassen gesellschaftlich akzeptiert eingenommen).

    So viel zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Charaktere.

    Quote Originally Posted by MissMoneypenny View Post
    Um noch mal auf House und Tritter zurück zu kommen, hätte House Tritter in vernünftigem Ton erklärt, dass ein freies Krankenhaus nur begrenzte Mittel zur Verfügung hat und er als diensthabener Arzt nicht zum Schluss gekommen ist, dass ein weiterer Test notwendig wäre und für das Krankenhaus auch zu teuer (dezenter Hinweis auf Krankenversicherung des Patienten), wäre der Konflikt niemals so eskaliert. Und auch wenn Tritter House den Stock weggeschlagen hat, ein Thermometer im Hintern, das geht gar nicht. Wenn du im öffentlichen Dienst bei Publkumsverkehr so wenig Selbstbeherrschung an den Tag legst, darfst du dich nicht wundern, wenn du eine Menge Ärger kriegst.
    Und seit wann ist die Strafe für unhöfliches Verhalten Gefängnis, Ruin für deine Freunde und Folter?

    Willst wu wirklich einen ausgeglichenen, engelhaft geduldigen und angepasten House sehen? Er kann manchmal sogar Dummheit leiden, wenn er sie amüsant findet, jedoch niemals Arroganz von machtgewohnten Personen.

  3. #782
    Mel_S_1979's Avatar

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    Interessanter Satz: "House benimmt sich wie ein Süchtiger weil er erstens auch ein Suchtproblem hat (sekundär, aber er hat es) und weil auch Sherlock Holmes Heroin- und Kokainabhängig war."

    Weil SH abhängig war, benimmt sich House wie ein Süchtiger... Der plötzlich Vergleich mit SH kommt mir irgendwie bekannt vor. Ob Du wohl auf der House Daily Dose Website warst?

  4. #782
    Mel_S_1979's Avatar

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    Interessanter Satz: "House benimmt sich wie ein Süchtiger weil er erstens auch ein Suchtproblem hat (sekundär, aber er hat es) und weil auch Sherlock Holmes Heroin- und Kokainabhängig war."

    Weil SH abhängig war, benimmt sich House wie ein Süchtiger... Der plötzlich Vergleich mit SH kommt mir irgendwie bekannt vor. Ob Du wohl auf der House Daily Dose Website warst?

  5. #783
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    Quote Originally Posted by Mel_S_1979 View Post
    Interessanter Satz: "House benimmt sich wie ein Süchtiger weil er erstens auch ein Suchtproblem hat (sekundär, aber er hat es) und weil auch Sherlock Holmes Heroin- und Kokainabhängig war."

    Weil SH abhängig war, benimmt sich House wie ein Süchtiger... Der plötzlich Vergleich mit SH kommt mir irgendwie bekannt vor. Ob Du wohl auf der House Daily Dose Website warst?
    Der "plötzliche Vergleich" mit Sherlock Holmes ist nichts Neues, SH ist ganz offiziell die Basis für House's Charakter. Die Erkenntnis ist für die Fans so alt wie die Serie selber, somit old news.

    Witzigerweise war Connan Doyle bei der Erschaffung von SH von einem Arzt und Lehrer an der Universität in Edinburgh, Joseph Bell inspiriert, der eben diese spezielle Beobachtungsgabe besass und tagtäglich demonstrierte und lehrte.

      Spoiler 
    BTW, Biological Papa House's name is Thomas Bell and he's a Doctor of Theology*

    Übrigens, der Name des biologischen Vaters von House ist Thomas Bell und er ist Doktor der Theologie. Ein Schuft, der sich beim Namen was Böses denkt...
    * Quelle: House's House of Whining :: View topic - Huge Ego, Sorry: Dr. Gregory House

  6. #783
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    Interessanter Satz: "House benimmt sich wie ein Süchtiger weil er erstens auch ein Suchtproblem hat (sekundär, aber er hat es) und weil auch Sherlock Holmes Heroin- und Kokainabhängig war."

    Weil SH abhängig war, benimmt sich House wie ein Süchtiger... Der plötzlich Vergleich mit SH kommt mir irgendwie bekannt vor. Ob Du wohl auf der House Daily Dose Website warst?
    Der "plötzliche Vergleich" mit Sherlock Holmes ist nichts Neues, SH ist ganz offiziell die Basis für House's Charakter. Die Erkenntnis ist für die Fans so alt wie die Serie selber, somit old news.

    Witzigerweise war Connan Doyle bei der Erschaffung von SH von einem Arzt und Lehrer an der Universität in Edinburgh, Joseph Bell inspiriert, der eben diese spezielle Beobachtungsgabe besass und tagtäglich demonstrierte und lehrte.

      Spoiler 
    BTW, Biological Papa House's name is Thomas Bell and he's a Doctor of Theology*

    Übrigens, der Name des biologischen Vaters von House ist Thomas Bell und er ist Doktor der Theologie. Ein Schuft, der sich beim Namen was Böses denkt...
    * Quelle: House's House of Whining :: View topic - Huge Ego, Sorry: Dr. Gregory House

  7. #784
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    28.01.2009
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    Hallo,

    ich weiß ich habe noch nicht viele Beiträge geschrieben oder auf mich aufmerksam gemacht, aber diese Diskussion interessiert mich dann doch sehr. Ich nehme selbst seit dem ich 13 bin fast täglich Schmerzmittel ein. Nicht das jetzt jemand denkt ich bin ein Junkie. Es geht darum das ich als ich 13 wurde schwer gestürzt bin und mir die Kniescheibe herausgehauen habe. Dies wurde erst 2 Jahre später erkannt und vorher hatte man mir gesagt ich soll mit den Schmerzen leben. Was sollte ich denn machen, wenn einem bei jeder Bewegung die Kniescheibe raushaut? Ich hatte Schmerzen bis ins letzte.
    Dann kam eine große OP und die ging leider etwas schief. Meine Kniescheibe sitzt wieder fest, aber durch die 2 Jahre schwere Belastung habe ich jetzt einen Dauerschmerz, der sich nun mal nur mit Medikamenten behandeln lässt. Operativ ist dort nichts mehr zu machen. Mein Knorpelaufbau ist auch hin und somit wie schon gesagt habe ich chronische Schmerzen. Ich nehme fast jeden Tag Schmerzmedis. Ich kann nicht mal ohne Schmerzen zwei Treppen hochlaufen. Kann keinen Sport mehr treiben und darf nix schweres mehr tragen. Ich möchte nicht sagen das ich abhängig bin, aber ich brauche Sie, da ich nunmal ohne nicht im Leben klar komme. Ich habe es allerdings ohne schon probiert.
    So langer Text und damit sollte eigentlich nur rüberkommen ich kann House vollkommen verstehen das er Vicodin nimmt. Wenn man ein lebenlang mit Schmerzen zu tun hat ist es meiner Meinung nach voll ok und ja es gibt auch wie bei jeden anderen Medis die Gefahr das man abhängig wird, aber ich würde es House nie als Vorwurf machen und auch niemals Jemand anderem.


    Gruß

  8. #784
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    Hallo,

    ich weiß ich habe noch nicht viele Beiträge geschrieben oder auf mich aufmerksam gemacht, aber diese Diskussion interessiert mich dann doch sehr. Ich nehme selbst seit dem ich 13 bin fast täglich Schmerzmittel ein. Nicht das jetzt jemand denkt ich bin ein Junkie. Es geht darum das ich als ich 13 wurde schwer gestürzt bin und mir die Kniescheibe herausgehauen habe. Dies wurde erst 2 Jahre später erkannt und vorher hatte man mir gesagt ich soll mit den Schmerzen leben. Was sollte ich denn machen, wenn einem bei jeder Bewegung die Kniescheibe raushaut? Ich hatte Schmerzen bis ins letzte.
    Dann kam eine große OP und die ging leider etwas schief. Meine Kniescheibe sitzt wieder fest, aber durch die 2 Jahre schwere Belastung habe ich jetzt einen Dauerschmerz, der sich nun mal nur mit Medikamenten behandeln lässt. Operativ ist dort nichts mehr zu machen. Mein Knorpelaufbau ist auch hin und somit wie schon gesagt habe ich chronische Schmerzen. Ich nehme fast jeden Tag Schmerzmedis. Ich kann nicht mal ohne Schmerzen zwei Treppen hochlaufen. Kann keinen Sport mehr treiben und darf nix schweres mehr tragen. Ich möchte nicht sagen das ich abhängig bin, aber ich brauche Sie, da ich nunmal ohne nicht im Leben klar komme. Ich habe es allerdings ohne schon probiert.
    So langer Text und damit sollte eigentlich nur rüberkommen ich kann House vollkommen verstehen das er Vicodin nimmt. Wenn man ein lebenlang mit Schmerzen zu tun hat ist es meiner Meinung nach voll ok und ja es gibt auch wie bei jeden anderen Medis die Gefahr das man abhängig wird, aber ich würde es House nie als Vorwurf machen und auch niemals Jemand anderem.


    Gruß

  9. #785
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    Oh das tut mir leid, ich hoffe es geht bald wieder bergauf bei dir:Augenzwinkern_2:

  10. #785
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  11. #786
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    Danke dir :lächeln:
    aber leider nein. Ich werde mein Leben lang Schmerzen haben. Und das dank 2 Ärzten die nicht meine Situation erkannt hatten.

  12. #786
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  13. #787
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    Alles Gute:lächeln:mach das beste aus der Situation:Augenzwinkern_2:

  14. #787
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  15. #788
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    Quote Originally Posted by speedybrb View Post
    Danke dir :lächeln:
    aber leider nein. Ich werde mein Leben lang Schmerzen haben. Und das dank 2 Ärzten die nicht meine Situation erkannt hatten.
    Ich nehme diesen Post aus dem einfachen Grund, dass es den vorhergehenden mitbedingt.

    Es ist genau das, was ich immer wieder versuche zu erklären: Wer nie mit Schmerzen leben musste, hat kein Recht, einen Schmerzkranken wegen der Opiateinnahme Junky zu nennen. Schmerzfrei sein zu wollen ist ein Zeichen geistiger Gesundheit.

    Dass Schmerzmittel nicht immer die Antwort sind, stimmt schon, vor allem dann, wenn sie einen mehr behindern als helfen (darum hat House auf Vicodin verzichtet, weil er keine Halluzinationen mehr riskieren wollte). Wichtig ist auch, das bestverträgliche Mittel für sich selber zu finden.

    BTW, bei habitueller Patellaluxation (das ist die lasche Kniescheibe, die du beschreibst) gibt es auch bei rechtzeitiger OP häufig schlechte Ergebnisse und chronische Schmerzen. Ganz wichtig für die Schmerzlinderung ist eine möglichst starke kniegelenkführende Muskulatur, diese hilft, die Schmerzen erträglicher und weniger zu machen.

    Viel Glück! Ein schmerzfreies Leben wirst du leider nie erreichen, aber schmerzarm alleine währe mal nicht schlecht.

  16. #788
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    Danke dir :lächeln:
    aber leider nein. Ich werde mein Leben lang Schmerzen haben. Und das dank 2 Ärzten die nicht meine Situation erkannt hatten.
    Ich nehme diesen Post aus dem einfachen Grund, dass es den vorhergehenden mitbedingt.

    Es ist genau das, was ich immer wieder versuche zu erklären: Wer nie mit Schmerzen leben musste, hat kein Recht, einen Schmerzkranken wegen der Opiateinnahme Junky zu nennen. Schmerzfrei sein zu wollen ist ein Zeichen geistiger Gesundheit.

    Dass Schmerzmittel nicht immer die Antwort sind, stimmt schon, vor allem dann, wenn sie einen mehr behindern als helfen (darum hat House auf Vicodin verzichtet, weil er keine Halluzinationen mehr riskieren wollte). Wichtig ist auch, das bestverträgliche Mittel für sich selber zu finden.

    BTW, bei habitueller Patellaluxation (das ist die lasche Kniescheibe, die du beschreibst) gibt es auch bei rechtzeitiger OP häufig schlechte Ergebnisse und chronische Schmerzen. Ganz wichtig für die Schmerzlinderung ist eine möglichst starke kniegelenkführende Muskulatur, diese hilft, die Schmerzen erträglicher und weniger zu machen.

    Viel Glück! Ein schmerzfreies Leben wirst du leider nie erreichen, aber schmerzarm alleine währe mal nicht schlecht.

  17. #789
    speedybrb's Avatar

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    28.01.2009
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    Ich versuche mich jeden Tag zu schonen, aber es sind halt die alltäglichen Dinge die einen behindern. House kann ich sehr gut verstehen, wenn er auch eine gewisse Abneigung gegenüber Treppen hat und lieber den Fahrstuhl nimmt.
    Wenn diese OP damals nicht gewesen wäre, könnte ich wahrscheinlich heute nicht mehr laufen. Das hatten mir mehrere Ärzte damals schon gesagt.
    Viele in meiner Umgebung können nicht verstehen, das ich eigentlich täglich mit Schmerzen leben muss und nehmen es alles auf die leichte Schulter. "Hab dich nicht so usw." kommt dann eigentlich immer. Ich habe es immerhin schon hinbekommen, das ich Schmerzmittel nehmen kann ohne das jemand doof guckt. Aber ich will nicht die ehrliche Meinung einiger Menschen darüber wissen.
    Ich habe selbst Krankenschwester gelernt und musste diesen Beruf leider auch wegen der Kniescheibe beenden. Es ging eine Weile lang gut und dann nach der täglichen schweren Belastung ging alles schief. Jetzt musste ich mir einen anderen Beruf suchen, der mir keine Schmerzen bereitet.
    Sehe mich nicht wirklich als Junkie, denn ohne diese Medis würde ich nur in der Ecke liegen und könnte mich nicht bewegen vor Schmerzen. Wer es anders sieht sollte erst in Situationen kommen wo er sie immer braucht.

  18. #789
    speedybrb's Avatar

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    Ich versuche mich jeden Tag zu schonen, aber es sind halt die alltäglichen Dinge die einen behindern. House kann ich sehr gut verstehen, wenn er auch eine gewisse Abneigung gegenüber Treppen hat und lieber den Fahrstuhl nimmt.
    Wenn diese OP damals nicht gewesen wäre, könnte ich wahrscheinlich heute nicht mehr laufen. Das hatten mir mehrere Ärzte damals schon gesagt.
    Viele in meiner Umgebung können nicht verstehen, das ich eigentlich täglich mit Schmerzen leben muss und nehmen es alles auf die leichte Schulter. "Hab dich nicht so usw." kommt dann eigentlich immer. Ich habe es immerhin schon hinbekommen, das ich Schmerzmittel nehmen kann ohne das jemand doof guckt. Aber ich will nicht die ehrliche Meinung einiger Menschen darüber wissen.
    Ich habe selbst Krankenschwester gelernt und musste diesen Beruf leider auch wegen der Kniescheibe beenden. Es ging eine Weile lang gut und dann nach der täglichen schweren Belastung ging alles schief. Jetzt musste ich mir einen anderen Beruf suchen, der mir keine Schmerzen bereitet.
    Sehe mich nicht wirklich als Junkie, denn ohne diese Medis würde ich nur in der Ecke liegen und könnte mich nicht bewegen vor Schmerzen. Wer es anders sieht sollte erst in Situationen kommen wo er sie immer braucht.

  19. #790
    Mel_S_1979's Avatar

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    01.06.2009
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    Oh man, das tut mir leid!

    Und ich kann Dich nur zu gut verstehen: Wenn man wirklich Schmerzen hat, die nicht zu heilen sind, dann ist auch regelmäßiger SchmerzmittelGEBRAUCH in Ordnung. Allerdings ist da nach wie vor für mich der Unterschied zu nem "Junkie". Und das siehst Du ja glücklicherweise genauso.

    Aber das muß ja auch jeder selber für sich wissen, wie er welche Medis gebraucht. Ich selber habe ne Schmerzmittelallergie und kann somit keine nehmen. Ich hatte vor zwei Jahren mal eine schwierigere OP an der Zunge, was höllisch weh tat über Wochen. Als sich der Quatsch auch noch entzündet hatte, bin ich in die Notaufnahme und der Arzt fragte mich dann, wieviel von welchen Opiaten ich denn nun nehmen würde, um die weitere Behandlung einzuschätzen. Nun ja, ich habe gar keine Schmerzmittel genommen. Konnte ich ja auch nicht. Er war total erstaunt und meinte, dass die meisten mit den Pillen nur so um sich schmeißen würden nach solchen OPs. Schmerzen seien heutzutage was vermeidbares, was bedeute, die meisten nehmen die Tabletten, sobald mal was ziept. War seine Meinung, und ich sehe das eigentlich ähnlich.

    Natürlich ist das bei terminal Kranken und ähnlich aussichtslosen Fällen anders, bei denen kann ich das natürlich verstehen, solange keine Sucht besteht, die sich ja nun mal immer weiter steigert.

  20. #790
    Mel_S_1979's Avatar

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    Oh man, das tut mir leid!

    Und ich kann Dich nur zu gut verstehen: Wenn man wirklich Schmerzen hat, die nicht zu heilen sind, dann ist auch regelmäßiger SchmerzmittelGEBRAUCH in Ordnung. Allerdings ist da nach wie vor für mich der Unterschied zu nem "Junkie". Und das siehst Du ja glücklicherweise genauso.

    Aber das muß ja auch jeder selber für sich wissen, wie er welche Medis gebraucht. Ich selber habe ne Schmerzmittelallergie und kann somit keine nehmen. Ich hatte vor zwei Jahren mal eine schwierigere OP an der Zunge, was höllisch weh tat über Wochen. Als sich der Quatsch auch noch entzündet hatte, bin ich in die Notaufnahme und der Arzt fragte mich dann, wieviel von welchen Opiaten ich denn nun nehmen würde, um die weitere Behandlung einzuschätzen. Nun ja, ich habe gar keine Schmerzmittel genommen. Konnte ich ja auch nicht. Er war total erstaunt und meinte, dass die meisten mit den Pillen nur so um sich schmeißen würden nach solchen OPs. Schmerzen seien heutzutage was vermeidbares, was bedeute, die meisten nehmen die Tabletten, sobald mal was ziept. War seine Meinung, und ich sehe das eigentlich ähnlich.

    Natürlich ist das bei terminal Kranken und ähnlich aussichtslosen Fällen anders, bei denen kann ich das natürlich verstehen, solange keine Sucht besteht, die sich ja nun mal immer weiter steigert.

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