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Willem Dafoe

Erstellt von Gast885, 05.10.2008, 00:24 Uhr · 7 Antworten · 983 Aufrufe

  1. #1
    Gast885
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    Cool Willem Dafoe

    In großartigen Filmen wie "Platoon", "Der blutige Pfad Gottes", "Der englische Patient", "Die letzte Versuchung Christi" oder "Light Sleeper" sticht er mit seiner außergewöhnlichen schauspielerischen Leistung noch heraus, eher durchschnittliche Streifen wie "Leben und Sterben in L.A.", "Speed II" oder "Victory" will man eigentlich vergessen, schaut sie aber wegen ihm nochmals an.

    Wie aus dem Titel ersichtlich, ist dieser Thread meinem gegenwärtigen Lieblingsschauspieler Willem Dafoe gewidmet. Wahrscheinlich vom männlichen Publikum wegen seiner hauptsächlichen Präsenz in Actionfilmen oder Krimis heiß geliebt, ist er wegen seines Aussehens bei der Weiblichkeit vermutlich eher in der zweiten Hälfte auf der Beliebtheitsskala zu finden. Obwohl ich persönlich ja finde, daß er extrem gut aussieht (die Tochter einer Bekannten allerdings hat Angst vor ihm - naja, als Green Goblin in "Spiderman" ist das wohl auch die Intention ).

    Neben Kinofilmen spielt Willem viel Theater (war auch mal in Berlin in dem Stück "Der haarige Affe" zu sehen, hält seinen fettfreien Körper mit Yoga in Form und sollte endlich mal Werbung für Shampoo machen! (oder gibt es die schon?)

    Als Abschluß lasse ich ihn nochmal durch einen (ins Deutsche übersetzten) "Zeit"-Monolog zu euch sprechen, mit wie ich finde, einer vernünftigen Einstellung zum Leben und seinem Beruf:

      Spoiler 
    Ich habe einen Traum
    Einfach abheben

    Der Schauspieler Willem Dafoe will nicht, dass jemand weiß, wer er ist. Vielleicht träumt er deswegen so oft davon, einfach wegzufliegen

    Ich fliege viel in meinen Nachtträumen. Vor allem in den Nächten, bevor ich eine neue Rolle spiele. Diese Träume sind so intensiv, dass ich auch tagsüber das Gefühl jederzeit abrufen kann, meine Arme in Flügel zu verwandeln und in der nächsten Sekunde abzuheben und loszufliegen. Immer schön flexibel bleiben in der Wahrnehmung anderer, das ist meine Grundhaltung. Ich bin Schauspieler; ich erzähle lieber die Geschichten anderer als meine eigenen. Ich will nicht, dass irgendjemand weiß, wer ich bin, oder dass jemand meine wirklichen Träume kennt. Ich versuche mir ohnehin keine großen Lebensziele zu stecken. Wozu Erwartungen erzeugen, in denen man sich selbst nur enttäuschen kann? Wenn du immer deinen Zielen hinterherläufst, läuft dir ein Gutteil deiner selbst davon.

    Als ich vor drei Jahren geheiratet habe, habe ich durch meine italienische Frau noch mal von vorn angefangen, eine Kultur kennenzulernen, eine Sprache, europäisches Lebensgefühl; in einem Alter, in dem man normalerweise eher das sucht, was einem vertraut ist. Wer schafft es schon, sein Haus im Laufe seines Lebens nicht mit immer mehr Zeugs vollzupfropfen, um so etwas wie Heimat oder Identität zu stiften? Ein Freund von mir erlitt einen Nervenzusammenbruch, nachdem er sein Haus verkauft hatte. Ich selbst hänge mehr an Ritualen als an Dingen. Ich liebe es, Hotelzimmer in Herbergen zu verwandeln, indem ich sie mit meinen Gewohnheiten auffülle. Für mich entsteht das größte Wohlgefühl beim Drehen, wenn ich meine Klamotten selbst waschen und im Keller des Produktionshotels zum Trocknen aufhängen kann. Diese Marotte habe ich mit Jackie Chan gemein.

    All die Figuren, die ich darstelle, existieren in gewisser Weise schon in mir, in meinen Absichten und in meinen Gefühlen. Dabei ist es erstaunlich, wie weit man als Schauspieler durch Vorspiegelung an sein Innerstes herankommt. Dennoch glaube ich, dass das Gefühl an sich beim Schauspiel überschätzt wird. Meist geht es vielmehr um die treffende Geste. Manchmal empfindet man sein eigenes Spiel in einer bestimmten Szene als grandios, beim Zuschauer aber kommt nur heiße Luft an, und umgekehrt. Ein unauflösbares Dilemma. Gerade in 5ex- oder Trauerszenen ziehe ich es vor, technisch so präzise wie möglich zu arbeiten, anstatt mich den eigenen Gefühlen völlig zu überlassen.

    Nach meiner Überzeugung ist Schauspielerei letztlich immer auch durch Angst motiviert; Angst, ob ich den Schlüssel zu meiner nächsten Rolle in mir finde. Andere Menschen tauchen ab, indem sie Musik hören, Drogen nehmen, sich im 5ex verlieren. Mein Ideal ist es, mich in einer Rolle so weit aufzulösen, dass ich mich selbst nicht mehr spüre und auch die Welt um mich herum aufhört zu existieren. Nie bin ich lebendiger und stärker eins mit mir als in den Momenten, wenn mir das gelingt. Ein Paradox, nicht wahr? Ich finde keinen größeren Frieden. Wie ein Kind, das in absoluter Selbstvergessenheit Räuber und Gendarm spielt.

    Aufgezeichnet von Andrea Thilo

    Und jetzt bin ich gespannt, ob es hier noch mehr Fans von Willem gibt...

  2. #1
    Gast885
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    Cool Willem Dafoe

    In großartigen Filmen wie "Platoon", "Der blutige Pfad Gottes", "Der englische Patient", "Die letzte Versuchung Christi" oder "Light Sleeper" sticht er mit seiner außergewöhnlichen schauspielerischen Leistung noch heraus, eher durchschnittliche Streifen wie "Leben und Sterben in L.A.", "Speed II" oder "Victory" will man eigentlich vergessen, schaut sie aber wegen ihm nochmals an.

    Wie aus dem Titel ersichtlich, ist dieser Thread meinem gegenwärtigen Lieblingsschauspieler Willem Dafoe gewidmet. Wahrscheinlich vom männlichen Publikum wegen seiner hauptsächlichen Präsenz in Actionfilmen oder Krimis heiß geliebt, ist er wegen seines Aussehens bei der Weiblichkeit vermutlich eher in der zweiten Hälfte auf der Beliebtheitsskala zu finden. Obwohl ich persönlich ja finde, daß er extrem gut aussieht (die Tochter einer Bekannten allerdings hat Angst vor ihm - naja, als Green Goblin in "Spiderman" ist das wohl auch die Intention ).

    Neben Kinofilmen spielt Willem viel Theater (war auch mal in Berlin in dem Stück "Der haarige Affe" zu sehen, hält seinen fettfreien Körper mit Yoga in Form und sollte endlich mal Werbung für Shampoo machen! (oder gibt es die schon?)

    Als Abschluß lasse ich ihn nochmal durch einen (ins Deutsche übersetzten) "Zeit"-Monolog zu euch sprechen, mit wie ich finde, einer vernünftigen Einstellung zum Leben und seinem Beruf:

      Spoiler 
    Ich habe einen Traum
    Einfach abheben

    Der Schauspieler Willem Dafoe will nicht, dass jemand weiß, wer er ist. Vielleicht träumt er deswegen so oft davon, einfach wegzufliegen

    Ich fliege viel in meinen Nachtträumen. Vor allem in den Nächten, bevor ich eine neue Rolle spiele. Diese Träume sind so intensiv, dass ich auch tagsüber das Gefühl jederzeit abrufen kann, meine Arme in Flügel zu verwandeln und in der nächsten Sekunde abzuheben und loszufliegen. Immer schön flexibel bleiben in der Wahrnehmung anderer, das ist meine Grundhaltung. Ich bin Schauspieler; ich erzähle lieber die Geschichten anderer als meine eigenen. Ich will nicht, dass irgendjemand weiß, wer ich bin, oder dass jemand meine wirklichen Träume kennt. Ich versuche mir ohnehin keine großen Lebensziele zu stecken. Wozu Erwartungen erzeugen, in denen man sich selbst nur enttäuschen kann? Wenn du immer deinen Zielen hinterherläufst, läuft dir ein Gutteil deiner selbst davon.

    Als ich vor drei Jahren geheiratet habe, habe ich durch meine italienische Frau noch mal von vorn angefangen, eine Kultur kennenzulernen, eine Sprache, europäisches Lebensgefühl; in einem Alter, in dem man normalerweise eher das sucht, was einem vertraut ist. Wer schafft es schon, sein Haus im Laufe seines Lebens nicht mit immer mehr Zeugs vollzupfropfen, um so etwas wie Heimat oder Identität zu stiften? Ein Freund von mir erlitt einen Nervenzusammenbruch, nachdem er sein Haus verkauft hatte. Ich selbst hänge mehr an Ritualen als an Dingen. Ich liebe es, Hotelzimmer in Herbergen zu verwandeln, indem ich sie mit meinen Gewohnheiten auffülle. Für mich entsteht das größte Wohlgefühl beim Drehen, wenn ich meine Klamotten selbst waschen und im Keller des Produktionshotels zum Trocknen aufhängen kann. Diese Marotte habe ich mit Jackie Chan gemein.

    All die Figuren, die ich darstelle, existieren in gewisser Weise schon in mir, in meinen Absichten und in meinen Gefühlen. Dabei ist es erstaunlich, wie weit man als Schauspieler durch Vorspiegelung an sein Innerstes herankommt. Dennoch glaube ich, dass das Gefühl an sich beim Schauspiel überschätzt wird. Meist geht es vielmehr um die treffende Geste. Manchmal empfindet man sein eigenes Spiel in einer bestimmten Szene als grandios, beim Zuschauer aber kommt nur heiße Luft an, und umgekehrt. Ein unauflösbares Dilemma. Gerade in 5ex- oder Trauerszenen ziehe ich es vor, technisch so präzise wie möglich zu arbeiten, anstatt mich den eigenen Gefühlen völlig zu überlassen.

    Nach meiner Überzeugung ist Schauspielerei letztlich immer auch durch Angst motiviert; Angst, ob ich den Schlüssel zu meiner nächsten Rolle in mir finde. Andere Menschen tauchen ab, indem sie Musik hören, Drogen nehmen, sich im 5ex verlieren. Mein Ideal ist es, mich in einer Rolle so weit aufzulösen, dass ich mich selbst nicht mehr spüre und auch die Welt um mich herum aufhört zu existieren. Nie bin ich lebendiger und stärker eins mit mir als in den Momenten, wenn mir das gelingt. Ein Paradox, nicht wahr? Ich finde keinen größeren Frieden. Wie ein Kind, das in absoluter Selbstvergessenheit Räuber und Gendarm spielt.

    Aufgezeichnet von Andrea Thilo

    Und jetzt bin ich gespannt, ob es hier noch mehr Fans von Willem gibt...

  3. #2
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    29.06.2007
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    Wie zu jedem Schauspieler, der es über CSI-Gastrollen hinausbringt, habe ich auch zu Willem Dafoe eine Meinung.

    Er ist ein recht bodenständiger Typ. Kein ausgeflippter Kunstmensch wie z.B. Gary Oldman aber auch kein business-sarkastischer Klotz wie z.B. Robert Downey jr. So richtig kenne ich ihn vom Sehen nur aus "Das Kartell" mit Harrison Ford. Und da war seine Leistung durchaus sehenswert. Mir scheint aber auch, der gute Mann hat das "Ben Kingsley"-Syndrom. Er macht gute Filme, heimst einige Nominierungen ein - dafür läuft er mit seiner Filmwahl auch mal gewaltig gegen die Wand. xXx² ist da so ein Fall.

    Das gute an den bodenständigen Schauspielern ist immer, dass sie genau das abliefern, was man erwartet: Ihre Rolle. Dafoe ist schon allein wegen seiner Züge auf die Rolle des Antagonisten festgelegt. Das hat er bis jetzt auch gut wie schlecht durchgezogen. Aber das Gute ist auch das Schlechte. Als unmäßig wandelbaren Schauspieler habe ich ihn nicht erlebt. Seine Charaktere tragen meist einen enorm egozentrischen Zug an sich.

  4. #2
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    Wie zu jedem Schauspieler, der es über CSI-Gastrollen hinausbringt, habe ich auch zu Willem Dafoe eine Meinung.

    Er ist ein recht bodenständiger Typ. Kein ausgeflippter Kunstmensch wie z.B. Gary Oldman aber auch kein business-sarkastischer Klotz wie z.B. Robert Downey jr. So richtig kenne ich ihn vom Sehen nur aus "Das Kartell" mit Harrison Ford. Und da war seine Leistung durchaus sehenswert. Mir scheint aber auch, der gute Mann hat das "Ben Kingsley"-Syndrom. Er macht gute Filme, heimst einige Nominierungen ein - dafür läuft er mit seiner Filmwahl auch mal gewaltig gegen die Wand. xXx² ist da so ein Fall.

    Das gute an den bodenständigen Schauspielern ist immer, dass sie genau das abliefern, was man erwartet: Ihre Rolle. Dafoe ist schon allein wegen seiner Züge auf die Rolle des Antagonisten festgelegt. Das hat er bis jetzt auch gut wie schlecht durchgezogen. Aber das Gute ist auch das Schlechte. Als unmäßig wandelbaren Schauspieler habe ich ihn nicht erlebt. Seine Charaktere tragen meist einen enorm egozentrischen Zug an sich.

  5. #3
    Gast885
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    Quote Originally Posted by Gregor Haus View Post
    dafür läuft er mit seiner Filmwahl auch mal gewaltig gegen die Wand. xXx² ist da so ein Fall.
    Oder "Body of Evidence" Er ist sich der Schlechtigkeit einiger Streifen durchaus bewußt, steht dann aber dazu und macht nicht Kollegen oder den Regisseur schlecht (allerdings spricht er ohnehin ungern über seine Rollen). Außerdem ist es ja auch nicht so, daß jeden Tag ein glänzendes Drehbuch ins Haus flattert; er muß auch ab und zu in einem zweitklassigen Film mitspielen, um im Gespräch (und auf dem Bildschirm) zu bleiben.

    Ja, gut, und wegen seines markant-herben Aussehens liegt es nahe, daß die meisten Regisseure ihn eher für die Verlierer der Gesellschaft, Kriminelle oder Psychopathen engagieren. So spontan fällt mir jetzt kein Film ein, in dem er den positiven Helden gespielt hätte. Im Grunde ist die Spannweite seiner Darstellungskunst mehr einzugrenzen zwischen bedingt gewalttätig bis völlig durchgeknallt. Selbst der von ihm verkörperte Jesus Christus erfährt gleich ein ganz anderes Bild durch sein Spiel...

  6. #3
    Gast885
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    dafür läuft er mit seiner Filmwahl auch mal gewaltig gegen die Wand. xXx² ist da so ein Fall.
    Oder "Body of Evidence" Er ist sich der Schlechtigkeit einiger Streifen durchaus bewußt, steht dann aber dazu und macht nicht Kollegen oder den Regisseur schlecht (allerdings spricht er ohnehin ungern über seine Rollen). Außerdem ist es ja auch nicht so, daß jeden Tag ein glänzendes Drehbuch ins Haus flattert; er muß auch ab und zu in einem zweitklassigen Film mitspielen, um im Gespräch (und auf dem Bildschirm) zu bleiben.

    Ja, gut, und wegen seines markant-herben Aussehens liegt es nahe, daß die meisten Regisseure ihn eher für die Verlierer der Gesellschaft, Kriminelle oder Psychopathen engagieren. So spontan fällt mir jetzt kein Film ein, in dem er den positiven Helden gespielt hätte. Im Grunde ist die Spannweite seiner Darstellungskunst mehr einzugrenzen zwischen bedingt gewalttätig bis völlig durchgeknallt. Selbst der von ihm verkörperte Jesus Christus erfährt gleich ein ganz anderes Bild durch sein Spiel...

  7. #4
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    Quote Originally Posted by Hugh1977 View Post
    Ja, gut, und wegen seines markant-herben Aussehens liegt es nahe, daß die meisten Regisseure ihn eher für die Verlierer der Gesellschaft, Kriminelle oder Psychopathen engagieren. So spontan fällt mir jetzt kein Film ein, in dem er den positiven Helden gespielt hätte. Im Grunde ist die Spannweite seiner Darstellungskunst mehr einzugrenzen zwischen bedingt gewalttätig bis völlig durchgeknallt.
    Steigen wir auf diese Bemerkung doch mal per "Das Kartell" ein. Eigentlich ist das ja eine Literaturverfilmung und seine Figur des John Clarke ist in den Büchern ein zuverlässiger, amerikanischer Spion. Im Film jedoch wirkt er allein durch eine eher grimmige Mimik (und die Bruce Willis-Synchronisation) weitaus zwielichtiger und impulsiver.

    Sin City hat er ausgeschlagen, ebenso wie Blue Velvet. Er hatte schon seine guten Angebote. Und das "Auf dem Bildschirm bleiben" passt eben so gar nicht zu der angesprochenen bodenständigen Schauspielergeneration (Russell Crowe, Harrison Ford, ...).

  8. #4
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    Ja, gut, und wegen seines markant-herben Aussehens liegt es nahe, daß die meisten Regisseure ihn eher für die Verlierer der Gesellschaft, Kriminelle oder Psychopathen engagieren. So spontan fällt mir jetzt kein Film ein, in dem er den positiven Helden gespielt hätte. Im Grunde ist die Spannweite seiner Darstellungskunst mehr einzugrenzen zwischen bedingt gewalttätig bis völlig durchgeknallt.
    Steigen wir auf diese Bemerkung doch mal per "Das Kartell" ein. Eigentlich ist das ja eine Literaturverfilmung und seine Figur des John Clarke ist in den Büchern ein zuverlässiger, amerikanischer Spion. Im Film jedoch wirkt er allein durch eine eher grimmige Mimik (und die Bruce Willis-Synchronisation) weitaus zwielichtiger und impulsiver.

    Sin City hat er ausgeschlagen, ebenso wie Blue Velvet. Er hatte schon seine guten Angebote. Und das "Auf dem Bildschirm bleiben" passt eben so gar nicht zu der angesprochenen bodenständigen Schauspielergeneration (Russell Crowe, Harrison Ford, ...).

  9. #5
    Gast885
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    Quote Originally Posted by Gregor Haus View Post
    Im Film jedoch wirkt er allein durch eine eher grimmige Mimik (und die Bruce Willis-Synchronisation) weitaus zwielichtiger und impulsiver.
    Die Synchronisation vs Original-Sache sollte man eben nie unterschätzen. Andererseits kann man Bücher zwar verfilmen, aber daß die nie 1/1 das werden, was derjenige, der das Buch selbst gelesen hat, dabei empfunden und sich vorgestellt / selbst hineininterpretiert hat, ist klar. Die Charaktere können auf die Schauspieler abgestimmt sein oder aus Gründen von Dramatik, Action, Spannung et cetera werden einzelne Charaktere eben verändert. Das würde ich nicht so eng sehen.

    Und das "Auf dem Bildschirm bleiben" passt eben so gar nicht zu der angesprochenen bodenständigen Schauspielergeneration (Russell Crowe, Harrison Ford, ...).
    Wieso paßt das nicht? Er könnte zwar hauptsächlich am Theater arbeiten (und müßte sich dann nicht mehr selbst auf Kinoleinwänden sehen, was er wohl nicht mag, wie er mal gesagt hat ), aber durch Kinofilme bleibt man nunmal für die breite Öffentlichkeit präsent und erhält somit mehr Angebote; irgendwie muß er ja auch was verdienen.

  10. #5
    Gast885
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    Im Film jedoch wirkt er allein durch eine eher grimmige Mimik (und die Bruce Willis-Synchronisation) weitaus zwielichtiger und impulsiver.
    Die Synchronisation vs Original-Sache sollte man eben nie unterschätzen. Andererseits kann man Bücher zwar verfilmen, aber daß die nie 1/1 das werden, was derjenige, der das Buch selbst gelesen hat, dabei empfunden und sich vorgestellt / selbst hineininterpretiert hat, ist klar. Die Charaktere können auf die Schauspieler abgestimmt sein oder aus Gründen von Dramatik, Action, Spannung et cetera werden einzelne Charaktere eben verändert. Das würde ich nicht so eng sehen.

    Und das "Auf dem Bildschirm bleiben" passt eben so gar nicht zu der angesprochenen bodenständigen Schauspielergeneration (Russell Crowe, Harrison Ford, ...).
    Wieso paßt das nicht? Er könnte zwar hauptsächlich am Theater arbeiten (und müßte sich dann nicht mehr selbst auf Kinoleinwänden sehen, was er wohl nicht mag, wie er mal gesagt hat ), aber durch Kinofilme bleibt man nunmal für die breite Öffentlichkeit präsent und erhält somit mehr Angebote; irgendwie muß er ja auch was verdienen.

  11. #6
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    Quote Originally Posted by Hugh1977 View Post
    Die Charaktere können auf die Schauspieler abgestimmt sein oder aus Gründen von Dramatik, Action, Spannung et cetera werden einzelne Charaktere eben verändert.
    Sehe ich auch nicht. Aber es ist ein Fakt, dass durch Willem Dafoe ein recht neutraler bis positiver Charakter auch wesentlich zwielichtigere Züge bkommen hat. Und wenn man den Film sieht, bemerkt man, dass viel von seiner Art in der Figur steckt, der Dialog jedoch eher in Richtung neutral geht. Außerdem werden Charaktere so gut wie nie auf Schauspieler abgestimmt. Es ist andersrum. Darum das Casting. Ausnahmen bei Megastars wie Will Smith gibts natürlich.

    Quote Originally Posted by Hugh1977 View Post
    Wieso paßt das nicht? Er könnte zwar hauptsächlich am Theater arbeiten (und müßte sich dann nicht mehr selbst auf Kinoleinwänden sehen, was er wohl nicht mag, wie er mal gesagt hat ), aber durch Kinofilme bleibt man nunmal für die breite Öffentlichkeit präsent und erhält somit mehr Angebote; irgendwie muß er ja auch was verdienen.
    Sich auf Leinwänden sehen und in Filmen spielen sind zwei verschiedene Paar Brote. Johnny Depp z.B. ist unter Schauspielern bekannt dafür, dass er liebend gerne in Filmen spielt, sich diese Filme aber nie anschaut. Das nur als Info. Angebote erhält man nicht wegen der Öffentlichkeit, sondern wegen der Arbeit. Wenn er in Film A gute Arbeit bringt, wird er auch für Film C engagiert. Macht er in Film A Murks, muss er vielleicht Film B ranhängen, um seine Klasse für Film C zu zeigen. So läuft das eher. Aber er ist ohnehin schon so weit in Hollywood und der Klischeeecke, dass er sein festes Rollenklientel hat. Genau wie Crowe und Ford macht er Filme, wenn er Lust dazu hat.

  12. #6
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    Quote Originally Posted by Hugh1977 View Post
    Die Charaktere können auf die Schauspieler abgestimmt sein oder aus Gründen von Dramatik, Action, Spannung et cetera werden einzelne Charaktere eben verändert.
    Sehe ich auch nicht. Aber es ist ein Fakt, dass durch Willem Dafoe ein recht neutraler bis positiver Charakter auch wesentlich zwielichtigere Züge bkommen hat. Und wenn man den Film sieht, bemerkt man, dass viel von seiner Art in der Figur steckt, der Dialog jedoch eher in Richtung neutral geht. Außerdem werden Charaktere so gut wie nie auf Schauspieler abgestimmt. Es ist andersrum. Darum das Casting. Ausnahmen bei Megastars wie Will Smith gibts natürlich.

    Quote Originally Posted by Hugh1977 View Post
    Wieso paßt das nicht? Er könnte zwar hauptsächlich am Theater arbeiten (und müßte sich dann nicht mehr selbst auf Kinoleinwänden sehen, was er wohl nicht mag, wie er mal gesagt hat ), aber durch Kinofilme bleibt man nunmal für die breite Öffentlichkeit präsent und erhält somit mehr Angebote; irgendwie muß er ja auch was verdienen.
    Sich auf Leinwänden sehen und in Filmen spielen sind zwei verschiedene Paar Brote. Johnny Depp z.B. ist unter Schauspielern bekannt dafür, dass er liebend gerne in Filmen spielt, sich diese Filme aber nie anschaut. Das nur als Info. Angebote erhält man nicht wegen der Öffentlichkeit, sondern wegen der Arbeit. Wenn er in Film A gute Arbeit bringt, wird er auch für Film C engagiert. Macht er in Film A Murks, muss er vielleicht Film B ranhängen, um seine Klasse für Film C zu zeigen. So läuft das eher. Aber er ist ohnehin schon so weit in Hollywood und der Klischeeecke, dass er sein festes Rollenklientel hat. Genau wie Crowe und Ford macht er Filme, wenn er Lust dazu hat.

  13. #7
    Gast885
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    Quote Originally Posted by Gregor Haus View Post
    ein recht neutraler bis positiver Charakter
    und damit langweiliger, der durch Willem interessant dargestellt wird?

    Im übrigen müssen wir uns hier nicht über Will Smith, Johnny Depp, Russell Crowe oder Harrison Ford unterhalten und dabei in Allgemeinheiten abgleiten.

  14. #7
    Gast885
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    Quote Originally Posted by Gregor Haus View Post
    ein recht neutraler bis positiver Charakter
    und damit langweiliger, der durch Willem interessant dargestellt wird?

    Im übrigen müssen wir uns hier nicht über Will Smith, Johnny Depp, Russell Crowe oder Harrison Ford unterhalten und dabei in Allgemeinheiten abgleiten.

  15. #8
    Gast885
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    Beinahe einen Monat her seit dem letzten Post? Da darf ich wohl einen Doppelpost erstellen, ansonsten kann es ja gerne zusammengefügt werden.

    Aber, vor ein paar Tagen habe ich diese geniale Fishing with John & ... bei youtube entdeckt und muß sie einfach breitstreuen, weil die Willem Dafoe-Folge aus dem Jahr 1992 brilliant ist. John Lurie hat noch andere Folgen mit anderen Promis (auch beim Angeln, aber auch mal in warmen Gefilden) gemacht, u.a. Dennis Hopper, die ich allerdings nicht gesehen habe - allein diese Folge genügt, um Tränen zu lachen. Viel Spaß.




  16. #8
    Gast885
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    Beinahe einen Monat her seit dem letzten Post? Da darf ich wohl einen Doppelpost erstellen, ansonsten kann es ja gerne zusammengefügt werden.

    Aber, vor ein paar Tagen habe ich diese geniale Fishing with John & ... bei youtube entdeckt und muß sie einfach breitstreuen, weil die Willem Dafoe-Folge aus dem Jahr 1992 brilliant ist. John Lurie hat noch andere Folgen mit anderen Promis (auch beim Angeln, aber auch mal in warmen Gefilden) gemacht, u.a. Dennis Hopper, die ich allerdings nicht gesehen habe - allein diese Folge genügt, um Tränen zu lachen. Viel Spaß.