Page 2 of 3 FirstFirst 123 LastLast
Results 11 to 20 of 27

7x13 - Fehlerkultur (Two Stories)

Erstellt von Violett, 31.01.2011, 20:18 Uhr · 26 Antworten · 11.680 Aufrufe

  1. #11
    StevieRyan's Avatar

    Join Date
    20.02.2009
    Posts
    137
    Quote Originally Posted by ~Noa~ View Post
    Es war weder das eine oder das andere, sondern es war House' Art, der Klasse sein Team zu beschreiben. Die Szene war - bis wohl auf den blutspuckenden Patienten - reine Erfindung.
    schade, ich fands sehr witzig. Bleibt aber doch die beste Szene für mich :Augenzwinkern_2:

    Nach dem Anschauen der Ep habe ich mir zum ersten Mal ernsthaft den baldigen Huddy-Tod gewünscht - und, viel schlimmer noch, ich dachte, dass es besser keine 8. Staffel geben sollte, wenn das so weitergeht. Die GANZE Episode drehte sich ausschließlich um Huddy. Es gab keinen wirklichen PotW, es gab keine Interaktion mit dem Team oder mit Wilson, stattdessen endlose Alltags-Problemchen über Klobrillen und benutzte Zahnbürsten. Dazu eine kindliche Holzhammervariante von House und Cuddy als neunmalkluge Teenager und sitcom-kompatible House-Aktionen.

    Cuddy findet, sie verdient was besseres als jemanden, der Türen zuschlägt und den Müll nicht rausträgt. "You might need me, you might even love me, but you don't care for me". Vielleicht hätte sie mal lieber bei Lucas bleiben sollen? Dass House nicht wirklich beziehungsfähig ist, wissen wir doch seit Stacy. Er ist egoistisch. Wird es auch immer sein. Anderenfalls hat Cuddy es nicht ernst gemeint, als sie in 7-01 zu ihm sagte, sie will nicht, dass er sich ändert. Wenn man mit einem Egozentriker wie House zusammen sein will, muss man häusliche Erwartungen vielleicht ein bisschen zurückschrauben. Für mich ist House ohnehin das 'Genie', das seine Erfüllung nicht unbedingt in einer Beziehung, sondern in seiner Arbeit findet. Wenn Cuddy das nicht schnallt, hält das nicht lange an - es sei denn, sie schafft es, House zu einem Waschlappen umzuerziehen.
    Mh, ich verstehe, dass die Ep nervt, wenn man nicht so auf Huddy steht und es sonst nicht viel anderes gibt.
    Aber zu Cuddys Verhalten: Kennst du das nicht, wenn man jemanden mag, ihn so akzeptieren will, wie er ist, aber es eben auf die Dauer einfach nicht kann? Ich denke nämlich, dass sie das nicht von Anfang an so geplant hatte und jetzt nicht gut mit allem leben kann, jedenfalls solange nicht, wie sich House nicht wenigstens etwas bemüht.
    Außerdem wollen doch alle Mädels die bösen Jungs, weil sie denken, die können sie schon noch verändern. Auch wenn das weder gut ist, noch klappt. :Augenzwinkern_2:

  2. #11
    StevieRyan's Avatar

    Join Date
    20.02.2009
    Posts
    137
    Quote Originally Posted by ~Noa~ View Post
    Es war weder das eine oder das andere, sondern es war House' Art, der Klasse sein Team zu beschreiben. Die Szene war - bis wohl auf den blutspuckenden Patienten - reine Erfindung.
    schade, ich fands sehr witzig. Bleibt aber doch die beste Szene für mich :Augenzwinkern_2:

    Nach dem Anschauen der Ep habe ich mir zum ersten Mal ernsthaft den baldigen Huddy-Tod gewünscht - und, viel schlimmer noch, ich dachte, dass es besser keine 8. Staffel geben sollte, wenn das so weitergeht. Die GANZE Episode drehte sich ausschließlich um Huddy. Es gab keinen wirklichen PotW, es gab keine Interaktion mit dem Team oder mit Wilson, stattdessen endlose Alltags-Problemchen über Klobrillen und benutzte Zahnbürsten. Dazu eine kindliche Holzhammervariante von House und Cuddy als neunmalkluge Teenager und sitcom-kompatible House-Aktionen.

    Cuddy findet, sie verdient was besseres als jemanden, der Türen zuschlägt und den Müll nicht rausträgt. "You might need me, you might even love me, but you don't care for me". Vielleicht hätte sie mal lieber bei Lucas bleiben sollen? Dass House nicht wirklich beziehungsfähig ist, wissen wir doch seit Stacy. Er ist egoistisch. Wird es auch immer sein. Anderenfalls hat Cuddy es nicht ernst gemeint, als sie in 7-01 zu ihm sagte, sie will nicht, dass er sich ändert. Wenn man mit einem Egozentriker wie House zusammen sein will, muss man häusliche Erwartungen vielleicht ein bisschen zurückschrauben. Für mich ist House ohnehin das 'Genie', das seine Erfüllung nicht unbedingt in einer Beziehung, sondern in seiner Arbeit findet. Wenn Cuddy das nicht schnallt, hält das nicht lange an - es sei denn, sie schafft es, House zu einem Waschlappen umzuerziehen.
    Mh, ich verstehe, dass die Ep nervt, wenn man nicht so auf Huddy steht und es sonst nicht viel anderes gibt.
    Aber zu Cuddys Verhalten: Kennst du das nicht, wenn man jemanden mag, ihn so akzeptieren will, wie er ist, aber es eben auf die Dauer einfach nicht kann? Ich denke nämlich, dass sie das nicht von Anfang an so geplant hatte und jetzt nicht gut mit allem leben kann, jedenfalls solange nicht, wie sich House nicht wenigstens etwas bemüht.
    Außerdem wollen doch alle Mädels die bösen Jungs, weil sie denken, die können sie schon noch verändern. Auch wenn das weder gut ist, noch klappt. :Augenzwinkern_2:

  3. #12
    MyHouseFriend's Avatar

    Join Date
    08.02.2011
    Posts
    27
    Quote Originally Posted by ~Noa~ View Post
    Vielleicht ist die Serie von jetzt ab nur noch auf Huddy-Bedürfnisse zugeschnitten. Mir gibt das leider überhaupt nichts.
    (
    Tja, als Huddy-"Hasser" war es sicher eine schwer erträgliche Episode oder ist es gar eine gänzlich schwer erträgliche 7. Staffel. Aber wem sollen es die Autoren denn nun recht machen? Denen, die eher die Geschichten um den PotW und den Rest des Teams sehen wollen oder denen, die 6 lange Staffeln warten mussten, eh House und Cuddy zu Potte kommen?
    Natürlich hat House sich verändert... Ist es denn nicht völlig normal, dass sich eine Figur im Laufe der Zeit entwickelt? Ob einem nun der "neue" House gefällt oder nicht, ist individuell sicher sehr verschieden, je nachdem, welche Erwartungshaltung man hat. Es besteht immer die große Gefahr, dass bei bestimmten Veränderungen in einer Serie das "over-the-shark"-Problem auftreten kann. Ich denke, dass die Serie mehr gelitten hätte, wenn House und Cuddy auch nach 6-7 Jahren immer noch um sich herumgeschlichen wären, als nun eben mal Huddy-Probleme am Rande zu thematisieren. Also bis auf S07E01 als ausgesprochene Huddy-Episode und dieser hier, hält sich das House/Cuddy-Thema doch eher im Hintergrund. Die Folge um Cuddys Mutter als Patientin zähle ich nicht wirklich zu einer Huddy-Episode. Ich hatte echt Schlimmeres befürchtet, als House und Cuddy zusammen gekommen sind. Bisher, so finde ich, haben es die Autoren hervorragend gemeistert diese neue Situation einfließen zu lassen, ohne dass es in eine Soap abdriftet.

    Nervig finde ich im Moment das Team. Da haben die Autoren irgendwie geschlampt. Es wurde zwar versucht den Figuren mehr Tiefe zu verleihen, aber in meinen Augen ist das misslungen und war eher zum Fremdschämen (die Taub-Geschichte oder Chase-Nacktfoto-Geschichte), als ein veränderter House.

    Nun ja, ob man S07E13 mag oder nicht hängt wohl auch ein bisschen von der Art des Humors ab, den man hat. Amerikaner lachen oftmals über andere Dinge als wir, so ist das eben.

    Ich sehe die Serie und ihre Entwicklung vielleicht auch deshalb etwas anders, da ich mir in den letzten Wochen Staffel 1 bis 6 mehr oder weniger non-stop reingezogen habe.
    Wenn man 8-12 Episoden am Stück sieht, dann ist man echt dankbar für jede Folge, die mal aus dem Rahmen fällt. Immer nur der fast identische Aufbau einer PotW-Episode kann dann nämlich auch ganz schön langweilig werden, denn der Leidensweg der Patienten und die möglichen (Fehl-)Diagnosen und Behandlungen verändern sich kaum, unterschiedlich ist maximal die endgültige Lösung des Falls. 6 Jahre Leben von House in 14 Tagen...so könnte man meinen Marathon zusammen fassen...hey, da wirds echt Zeit, dass es eine Veränderung gibt. Und unter diesem Gesichtspunkt ist HouseMD noch immer eine Serie, die Zukunft hat, auch mit Huddy-Elementen.

  4. #12
    MyHouseFriend's Avatar

    Join Date
    08.02.2011
    Posts
    27
    Quote Originally Posted by ~Noa~ View Post
    Vielleicht ist die Serie von jetzt ab nur noch auf Huddy-Bedürfnisse zugeschnitten. Mir gibt das leider überhaupt nichts.
    (
    Tja, als Huddy-"Hasser" war es sicher eine schwer erträgliche Episode oder ist es gar eine gänzlich schwer erträgliche 7. Staffel. Aber wem sollen es die Autoren denn nun recht machen? Denen, die eher die Geschichten um den PotW und den Rest des Teams sehen wollen oder denen, die 6 lange Staffeln warten mussten, eh House und Cuddy zu Potte kommen?
    Natürlich hat House sich verändert... Ist es denn nicht völlig normal, dass sich eine Figur im Laufe der Zeit entwickelt? Ob einem nun der "neue" House gefällt oder nicht, ist individuell sicher sehr verschieden, je nachdem, welche Erwartungshaltung man hat. Es besteht immer die große Gefahr, dass bei bestimmten Veränderungen in einer Serie das "over-the-shark"-Problem auftreten kann. Ich denke, dass die Serie mehr gelitten hätte, wenn House und Cuddy auch nach 6-7 Jahren immer noch um sich herumgeschlichen wären, als nun eben mal Huddy-Probleme am Rande zu thematisieren. Also bis auf S07E01 als ausgesprochene Huddy-Episode und dieser hier, hält sich das House/Cuddy-Thema doch eher im Hintergrund. Die Folge um Cuddys Mutter als Patientin zähle ich nicht wirklich zu einer Huddy-Episode. Ich hatte echt Schlimmeres befürchtet, als House und Cuddy zusammen gekommen sind. Bisher, so finde ich, haben es die Autoren hervorragend gemeistert diese neue Situation einfließen zu lassen, ohne dass es in eine Soap abdriftet.

    Nervig finde ich im Moment das Team. Da haben die Autoren irgendwie geschlampt. Es wurde zwar versucht den Figuren mehr Tiefe zu verleihen, aber in meinen Augen ist das misslungen und war eher zum Fremdschämen (die Taub-Geschichte oder Chase-Nacktfoto-Geschichte), als ein veränderter House.

    Nun ja, ob man S07E13 mag oder nicht hängt wohl auch ein bisschen von der Art des Humors ab, den man hat. Amerikaner lachen oftmals über andere Dinge als wir, so ist das eben.

    Ich sehe die Serie und ihre Entwicklung vielleicht auch deshalb etwas anders, da ich mir in den letzten Wochen Staffel 1 bis 6 mehr oder weniger non-stop reingezogen habe.
    Wenn man 8-12 Episoden am Stück sieht, dann ist man echt dankbar für jede Folge, die mal aus dem Rahmen fällt. Immer nur der fast identische Aufbau einer PotW-Episode kann dann nämlich auch ganz schön langweilig werden, denn der Leidensweg der Patienten und die möglichen (Fehl-)Diagnosen und Behandlungen verändern sich kaum, unterschiedlich ist maximal die endgültige Lösung des Falls. 6 Jahre Leben von House in 14 Tagen...so könnte man meinen Marathon zusammen fassen...hey, da wirds echt Zeit, dass es eine Veränderung gibt. Und unter diesem Gesichtspunkt ist HouseMD noch immer eine Serie, die Zukunft hat, auch mit Huddy-Elementen.

  5. #13
    ~Noa~'s Avatar

    Join Date
    20.04.2009
    Posts
    771
    Aber zu Cuddys Verhalten: Kennst du das nicht, wenn man jemanden mag, ihn so akzeptieren will, wie er ist, aber es eben auf die Dauer einfach nicht kann?
    Erm, nein, das kenne ich nicht. Wenn ich jemanden liebe, rege mich mich über Kleinigkeiten auf wie sonntags falsch eingekaufte Semmeln, Barthaare im Waschbecken und dem Drücken vorm Abspülen, aber das ist für mich kein Grund, jemanden vor die Tür zu setzen oder auch nur damit zu drohen. Das hier sollte schon etwas mehr sein als 'Du bist zwar toll im Bett, aber ansonsten nervst du mich einfach nur und deswegen hau bitte ab, weil ich dich nicht mehr ertrage und du mich nicht wichtig nimmst.' Was wollte Cuddy eigentlich? Einen lustigen Babysitter für Rachel, der den Müll rausträgt? Dann hätte sie bei Lucas bleiben sollen.

    Tja, als Huddy-"Hasser" war es sicher eine schwer erträgliche Episode oder ist es gar eine gänzlich schwer erträgliche 7. Staffel.
    Danke für das Verständnis, aber wer hier schon länger mitliest, weiss, dass ich kein Huddy-Hasser bin. Ich fand die Idee nicht originell, war auch skeptisch, aber ich habe den beiden gewünscht, dass es irgendwie funktioniert und war streckenweise auch recht zuversichtlich. Aber die Richtung, in die es jetzt geht, ist so armselig und kindisch, dass ich nicht weiss, wer der größere Kindskopf ist, House oder Cuddy.

    Nun ja, ob man S07E13 mag oder nicht hängt wohl auch ein bisschen von der Art des Humors ab, den man hat. Amerikaner lachen oftmals über andere Dinge als wir, so ist das eben.
    Ich habe mich auf einigen Blogs umgeschaut und da waren die Lacher sehr verhalten, wenn nicht sogar ziemlich verstummt. Der Klo-Humor, den sie in dieser Ep gezeigt haben, war House nicht mehr würdig. Das war teilweise einfach nur befremdend und eklig. Nein, die amerikanischen Zuschauer finden das zu sicherlich fünfzig Prozent auch nicht zum Lachen.

    6 Jahre Leben von House in 14 Tagen...so könnte man meinen Marathon zusammen fassen...hey, da wirds echt Zeit, dass es eine Veränderung gibt.
    Erst mal Kompliment zum Marathon, aber könnte es sein, dass dir im House-Overkill etwas entgangen ist? Die Serie hat sich konstant um die Entwicklung der Charaktere gedreht. Das ist der Reiz der Serie. Nur ein Beispiel. Als Chase-Fan kann ich dir sagen, dass sich die Figur enorm entwickelt hat. Es hat Spass gemacht, das zu beobachten - so lange, bis man ihn in S7 mit dieser dämlichen Playboy-Handlung zur Witzfigur gemacht hat. Auch Wilson hat man im Lauf der Serie Schicht für Schicht 'entblättert', und er ist nicht nur der gute Kumpel, der anfangs etwas gutmenschelnd neben House wirkt und der doch auch seine Schwächen und dunklen Seiten hat. Cameron ist, trotz aller ihr eigenen Inkonsequenz, eine stimmige Figur gewesen, eben weil sie inkonsequent war und nicht aus ihrer Haut konnte (was sie letztendlich dazu brachte, gehen zu müssen - auch das war logisch und gut gemacht). Cuddy war mal schlagfertig, voller Witz und konnte mit House' Nervigkeit locker umgehen. Ab der 5. Staffel hat sie ihm permanent versichert, dass sie beide nicht zusammenpassen. Sie wusste also, worauf sie sich einlässt, wenn sie jetzt tatsächlich ernst macht. So schön das jetzt für Huddies gerade ist, dass die zwei ein Paar sind, ich sehe einfach nicht, wie es funktionieren soll, wenn sie permanent schmollt und mit dem Fuss aufstampft. Damit bringt sie House vielleicht zu solchen irrsinnigen Aktionen wie in der letzten Ep, aber so, wie House' Charakter in den letzten 6 Staffeln aufgebaut wurde, ist es unwahrscheinlich, dass er ihr immer nachgibt oder das auf Dauer ohne einen Schaden durchhält.


    Ob einem nun der "neue" House gefällt oder nicht, ist individuell sicher sehr verschieden, je nachdem, welche Erwartungshaltung man hat.
    Er ist ja nicht mal so neu. Ich erwarte auch nichts, sondern hatte immer einigermaßen Hoffnung und Zuversicht, dass die Autoren wissen, was sie tun. Vielleicht ist es ja möglich, diesen infantilen, zotenreißenden House mit dem der vorigen Staffeln in Einklang zu bringen, da will ich gar nicht drüber streiten. Aber ich hatte gehofft, dass Cuddy eine weisere Frau ist, die nicht das Unmögliche von jemandem verlangt, dem Offenheit schwer fällt und der von Grund auf egozentrisch ist (wie eigentlich alle Figuren in der Serie, außer Wilson und Thirteen vielleicht).

    Ich finde es aber schon erstaunlich, dass die für mich beste Ep die 7-12 war, und die wurde von einem Neuling geschrieben. Mir scheint, als hätte sie einen frischeren, besseren Zugang zu den Figuren, der mehr 'basic' war, und der m.M. sehr gut getan hat.

  6. #13
    ~Noa~'s Avatar

    Join Date
    20.04.2009
    Posts
    771
    Aber zu Cuddys Verhalten: Kennst du das nicht, wenn man jemanden mag, ihn so akzeptieren will, wie er ist, aber es eben auf die Dauer einfach nicht kann?
    Erm, nein, das kenne ich nicht. Wenn ich jemanden liebe, rege mich mich über Kleinigkeiten auf wie sonntags falsch eingekaufte Semmeln, Barthaare im Waschbecken und dem Drücken vorm Abspülen, aber das ist für mich kein Grund, jemanden vor die Tür zu setzen oder auch nur damit zu drohen. Das hier sollte schon etwas mehr sein als 'Du bist zwar toll im Bett, aber ansonsten nervst du mich einfach nur und deswegen hau bitte ab, weil ich dich nicht mehr ertrage und du mich nicht wichtig nimmst.' Was wollte Cuddy eigentlich? Einen lustigen Babysitter für Rachel, der den Müll rausträgt? Dann hätte sie bei Lucas bleiben sollen.

    Tja, als Huddy-"Hasser" war es sicher eine schwer erträgliche Episode oder ist es gar eine gänzlich schwer erträgliche 7. Staffel.
    Danke für das Verständnis, aber wer hier schon länger mitliest, weiss, dass ich kein Huddy-Hasser bin. Ich fand die Idee nicht originell, war auch skeptisch, aber ich habe den beiden gewünscht, dass es irgendwie funktioniert und war streckenweise auch recht zuversichtlich. Aber die Richtung, in die es jetzt geht, ist so armselig und kindisch, dass ich nicht weiss, wer der größere Kindskopf ist, House oder Cuddy.

    Nun ja, ob man S07E13 mag oder nicht hängt wohl auch ein bisschen von der Art des Humors ab, den man hat. Amerikaner lachen oftmals über andere Dinge als wir, so ist das eben.
    Ich habe mich auf einigen Blogs umgeschaut und da waren die Lacher sehr verhalten, wenn nicht sogar ziemlich verstummt. Der Klo-Humor, den sie in dieser Ep gezeigt haben, war House nicht mehr würdig. Das war teilweise einfach nur befremdend und eklig. Nein, die amerikanischen Zuschauer finden das zu sicherlich fünfzig Prozent auch nicht zum Lachen.

    6 Jahre Leben von House in 14 Tagen...so könnte man meinen Marathon zusammen fassen...hey, da wirds echt Zeit, dass es eine Veränderung gibt.
    Erst mal Kompliment zum Marathon, aber könnte es sein, dass dir im House-Overkill etwas entgangen ist? Die Serie hat sich konstant um die Entwicklung der Charaktere gedreht. Das ist der Reiz der Serie. Nur ein Beispiel. Als Chase-Fan kann ich dir sagen, dass sich die Figur enorm entwickelt hat. Es hat Spass gemacht, das zu beobachten - so lange, bis man ihn in S7 mit dieser dämlichen Playboy-Handlung zur Witzfigur gemacht hat. Auch Wilson hat man im Lauf der Serie Schicht für Schicht 'entblättert', und er ist nicht nur der gute Kumpel, der anfangs etwas gutmenschelnd neben House wirkt und der doch auch seine Schwächen und dunklen Seiten hat. Cameron ist, trotz aller ihr eigenen Inkonsequenz, eine stimmige Figur gewesen, eben weil sie inkonsequent war und nicht aus ihrer Haut konnte (was sie letztendlich dazu brachte, gehen zu müssen - auch das war logisch und gut gemacht). Cuddy war mal schlagfertig, voller Witz und konnte mit House' Nervigkeit locker umgehen. Ab der 5. Staffel hat sie ihm permanent versichert, dass sie beide nicht zusammenpassen. Sie wusste also, worauf sie sich einlässt, wenn sie jetzt tatsächlich ernst macht. So schön das jetzt für Huddies gerade ist, dass die zwei ein Paar sind, ich sehe einfach nicht, wie es funktionieren soll, wenn sie permanent schmollt und mit dem Fuss aufstampft. Damit bringt sie House vielleicht zu solchen irrsinnigen Aktionen wie in der letzten Ep, aber so, wie House' Charakter in den letzten 6 Staffeln aufgebaut wurde, ist es unwahrscheinlich, dass er ihr immer nachgibt oder das auf Dauer ohne einen Schaden durchhält.


    Ob einem nun der "neue" House gefällt oder nicht, ist individuell sicher sehr verschieden, je nachdem, welche Erwartungshaltung man hat.
    Er ist ja nicht mal so neu. Ich erwarte auch nichts, sondern hatte immer einigermaßen Hoffnung und Zuversicht, dass die Autoren wissen, was sie tun. Vielleicht ist es ja möglich, diesen infantilen, zotenreißenden House mit dem der vorigen Staffeln in Einklang zu bringen, da will ich gar nicht drüber streiten. Aber ich hatte gehofft, dass Cuddy eine weisere Frau ist, die nicht das Unmögliche von jemandem verlangt, dem Offenheit schwer fällt und der von Grund auf egozentrisch ist (wie eigentlich alle Figuren in der Serie, außer Wilson und Thirteen vielleicht).

    Ich finde es aber schon erstaunlich, dass die für mich beste Ep die 7-12 war, und die wurde von einem Neuling geschrieben. Mir scheint, als hätte sie einen frischeren, besseren Zugang zu den Figuren, der mehr 'basic' war, und der m.M. sehr gut getan hat.

  7. #14
    Carpenter's Avatar

    Join Date
    30.09.2010
    Posts
    78
    @Noa: Ich schätze mal, dass du noch sehr jung bist, was ich an manchen Bemerkungen von dir immer wieder ableite. Und dass dir grundsätzlich Folgen nicht gefallen, in denen Chase zur Neben- oder Witzfigur degradiert wird. Aber den Streit zwischen House und Cuddy fand ich WEIT GLAUBWÜRDIGER, als die ganze Lügensache ein paar Folgen vorher.

    1. Dass Cuddy hätte bei Lucas bleiben sollen, wenn sie House nicht erträgt, ist Quatsch. Diese Beziehung war auf Selbstbetrug aufgebaut, weil Cuddy ganz einfach das Kind nicht allein groß ziehen wollte. Ich glaube nicht, dass sie Lucas wirklich geliebt hat. Die Trennung war unvermeidlich, egal, ob sie am Ende der Staffel 6 mit House zusammen gekommen wäre oder nicht.

    2. Die ganze Sache mit dem Streit fand ich mehr als glaubwürdig. Ich lebe seit fast dreißig Jahren mit meinem Mann zusammen, war noch fast ein Kind, als wir es 1981 gewagt haben und mir kam das alles SEHR bekannt vor. Es ging hier nicht nur um die Zahnbürste oder den Müll oder das Türen zuknallen. Es waren einfach verschiedene Dinge, die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, so dass Cuddy das Gefühl bekommen musste, dass er sich wirklich nicht darum schert, was sie will. Es musste für sie wirklich so wirken, als ob er nur noch an sich denkt und an seine eigenen Bedürfnisse. Wenn sie versucht hat, mit ihm darüber zu sprechen, hat er sie auf seine typische Art abgewürgt.

    3. Sie wollte nicht mit ihm Schluss machen, sie war wütend. Er kam zu ihr ins Büro und sie hat ihn gebeten, zu gehen. Wahrscheinlich wusste sie schon, dass sie hochgeht wie ein Pulverfass, wenn er damit anfängt. Und so ist es ja dann auch gekommen. Zweimal hat sie ihn gebeten, dieses Gespräch zu verschieben, aber er hat sie ignoriert. Mal ehrlich: In solchen Situationen sagt man oftmals etwas, was man nicht wirklich so meint.

    Ich fand oft, dass sich Cuddy zickig verhält (aber so war sie ja irgendwie schon immer), aber hier war ich voll auf ihrer Seite. Sie entwickelt sich nicht zurück, sie versucht nur, in der Beziehung einen Schritt weiter zu gehen. Und dazu gehört nun einmal gegenseitige Rücksichtnahme.

    Ich könnte schon bei dem Gedanken knurren, mit jemandem streiten zu wollen, der meistens Recht hat und auch immer Argumente zur Hand hat, deshalb kann ich sogar nachvollziehen, dass sie ihn hat vor der Tür stehen lassen.

    Zum Schluss: Ich glaube nicht, dass House wirklich so entgleisend vor der Klasse war. Schließlich erzählt er die ganze Story, deshalb nehme ich das nicht wirklich so ernst, genauso wenig wie die Beschreibung seines Teams.

  8. #14
    Carpenter's Avatar

    Join Date
    30.09.2010
    Posts
    78
    @Noa: Ich schätze mal, dass du noch sehr jung bist, was ich an manchen Bemerkungen von dir immer wieder ableite. Und dass dir grundsätzlich Folgen nicht gefallen, in denen Chase zur Neben- oder Witzfigur degradiert wird. Aber den Streit zwischen House und Cuddy fand ich WEIT GLAUBWÜRDIGER, als die ganze Lügensache ein paar Folgen vorher.

    1. Dass Cuddy hätte bei Lucas bleiben sollen, wenn sie House nicht erträgt, ist Quatsch. Diese Beziehung war auf Selbstbetrug aufgebaut, weil Cuddy ganz einfach das Kind nicht allein groß ziehen wollte. Ich glaube nicht, dass sie Lucas wirklich geliebt hat. Die Trennung war unvermeidlich, egal, ob sie am Ende der Staffel 6 mit House zusammen gekommen wäre oder nicht.

    2. Die ganze Sache mit dem Streit fand ich mehr als glaubwürdig. Ich lebe seit fast dreißig Jahren mit meinem Mann zusammen, war noch fast ein Kind, als wir es 1981 gewagt haben und mir kam das alles SEHR bekannt vor. Es ging hier nicht nur um die Zahnbürste oder den Müll oder das Türen zuknallen. Es waren einfach verschiedene Dinge, die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, so dass Cuddy das Gefühl bekommen musste, dass er sich wirklich nicht darum schert, was sie will. Es musste für sie wirklich so wirken, als ob er nur noch an sich denkt und an seine eigenen Bedürfnisse. Wenn sie versucht hat, mit ihm darüber zu sprechen, hat er sie auf seine typische Art abgewürgt.

    3. Sie wollte nicht mit ihm Schluss machen, sie war wütend. Er kam zu ihr ins Büro und sie hat ihn gebeten, zu gehen. Wahrscheinlich wusste sie schon, dass sie hochgeht wie ein Pulverfass, wenn er damit anfängt. Und so ist es ja dann auch gekommen. Zweimal hat sie ihn gebeten, dieses Gespräch zu verschieben, aber er hat sie ignoriert. Mal ehrlich: In solchen Situationen sagt man oftmals etwas, was man nicht wirklich so meint.

    Ich fand oft, dass sich Cuddy zickig verhält (aber so war sie ja irgendwie schon immer), aber hier war ich voll auf ihrer Seite. Sie entwickelt sich nicht zurück, sie versucht nur, in der Beziehung einen Schritt weiter zu gehen. Und dazu gehört nun einmal gegenseitige Rücksichtnahme.

    Ich könnte schon bei dem Gedanken knurren, mit jemandem streiten zu wollen, der meistens Recht hat und auch immer Argumente zur Hand hat, deshalb kann ich sogar nachvollziehen, dass sie ihn hat vor der Tür stehen lassen.

    Zum Schluss: Ich glaube nicht, dass House wirklich so entgleisend vor der Klasse war. Schließlich erzählt er die ganze Story, deshalb nehme ich das nicht wirklich so ernst, genauso wenig wie die Beschreibung seines Teams.

  9. #15
    Al Dopa
    Al Dopa's Avatar
    Diese Folge polarisiert ja ziemlich und ich schließe mich denen an, die sie etwas daneben fanden.

    Für mich war die Episode einfach nur heiße Luft in einer schicken Verpackung. Die nicht lineare Erzählweise, die Rückblenden aus Houses Sicht, bei denen man nicht weiß wie sie nun tatsächlich abgelaufen sind und die Filmzitate waren gut gemacht und deuteten zu Anfang auf eine vielversprechende Story hin, aber am Ende kamen nur Trivialitäten heraus.

    Was war denn nun die große Erkenntnis dank derer House seine Beziehung rettet? „Sei Du selbst, ehrlich und versuch keine Spielchen“? Kein Wunder dass man auf Fünftklässsler zurückgreifen musste, um das als bahnbrechende Weisheit zu verkaufen.

    Und die verschmierte Zahnbürste als Anlass für den Streit war wohl der Inbegriff eines Klischees. House als unsensibler Machoproll? Es gab in den vergangenen Staffeln viel störendere Verhaltensweisen( zB die ständigen Eingriffe in die Privatsphäre seiner Mitarbeiter und Freunde, dass er sich Geld leiht ohne es je vorzuhaben es zurückzuzahlen bzw andere nötigt für ihn zu zahlen oder meinetwegen dass er ständig fremdes Essen aus dem Kühlschrank klaut) die glaubhafter als Anlass für eine Auseinandersetzung dieser Art gedient hätten.

    Die Szenen vor der Klasse waren extrem peinlich egal, ob sie sich nun so abgespielt haben oder nicht, auf jeden Fall erzählt er sie so zwei Kindern.
    Ich finde es nicht in Ordnung, wenn ein Millionenpublikum damit belustigt wird, dass Fünftklässlern schlüpfrige Witze erzählt werden, kein Wunder dass die Hemmschwelle von Erwachsenen immer mehr sinkt und die Kinder immer früher 5exualisiert werden.
    Abgesehen davon macht sich hier House völlig zum Narren und schafft es sogar seine falsche Identität zu verraten, das ist nicht der House aus den anderen Folgen. Wenn er vor der Schulklasse aus welchem Grund auch immer provozieren wollte, hätte er das sicher auf intelligentere Weise tun können.

    Quote Originally Posted by ~Noa~ View Post
    Ich hatte während der ganzen Serie über nie den Eindruck, dass House unbedingt Zweisamkeit braucht, um Erfüllung zu finden.
    Aber darum ging es doch in der ganzen 6. Staffel. House suchte sein Glück in Beziehungen mit anderen Menschen und gegen Ende der Staffel gipfelt die Seelenheil in der Frage des Sein oder Nichtseins einer Liebesbeziehung mit Cuddy. Ob es klug war seine Krise auf diese Frage zu reduzieren sei dahingestellt, wenigstens wurde es konsequent erzählt.

    Und meiner Meinung nach können House und Cuddy weiterhin ein Paar bleiben, er kann eine einigermaßen funktionierende Beziehung führen und trotzdem unglücklich sein.
    Viele der wirklich guten Szenen der aktuellen Staffel hätte es ohne diese Beziehung nicht gegeben, was fehlt sind die Abgründe jenseits des Beziehungsgezickes mit Cuddy.
    Was ist zum Beispiel aus seiner ewigen Furcht geworden, dass er seine besonderen Fähigkeiten verliert, wenn er glücklich ist?
    Und sind jetzt alle seelischen Wunden deretwegen er nach Mayfield gegangen ist verheilt?
    Es könnten sich weitere ethische Dilemmas auftun etc.. Möglichkeiten gibt es sicher genug und dann wäre es spannend zu sehen wie House und Cuddy damit umgehen.

    Diese Folge hat immerhin mal wieder zu einer etwas lebhafteren Diskussion geführt und dass eine Serie überhaupt noch soviel hergibt, dass man etwas schreiben kann, was über "Ey, wie toll" oder "Mann, was fürn Scheiß" hinausgeht, ist doch immerhin ein Qualtätsmerkmal.

  10. #15
    Al Dopa
    Al Dopa's Avatar
    Diese Folge polarisiert ja ziemlich und ich schließe mich denen an, die sie etwas daneben fanden.

    Für mich war die Episode einfach nur heiße Luft in einer schicken Verpackung. Die nicht lineare Erzählweise, die Rückblenden aus Houses Sicht, bei denen man nicht weiß wie sie nun tatsächlich abgelaufen sind und die Filmzitate waren gut gemacht und deuteten zu Anfang auf eine vielversprechende Story hin, aber am Ende kamen nur Trivialitäten heraus.

    Was war denn nun die große Erkenntnis dank derer House seine Beziehung rettet? „Sei Du selbst, ehrlich und versuch keine Spielchen“? Kein Wunder dass man auf Fünftklässsler zurückgreifen musste, um das als bahnbrechende Weisheit zu verkaufen.

    Und die verschmierte Zahnbürste als Anlass für den Streit war wohl der Inbegriff eines Klischees. House als unsensibler Machoproll? Es gab in den vergangenen Staffeln viel störendere Verhaltensweisen( zB die ständigen Eingriffe in die Privatsphäre seiner Mitarbeiter und Freunde, dass er sich Geld leiht ohne es je vorzuhaben es zurückzuzahlen bzw andere nötigt für ihn zu zahlen oder meinetwegen dass er ständig fremdes Essen aus dem Kühlschrank klaut) die glaubhafter als Anlass für eine Auseinandersetzung dieser Art gedient hätten.

    Die Szenen vor der Klasse waren extrem peinlich egal, ob sie sich nun so abgespielt haben oder nicht, auf jeden Fall erzählt er sie so zwei Kindern.
    Ich finde es nicht in Ordnung, wenn ein Millionenpublikum damit belustigt wird, dass Fünftklässlern schlüpfrige Witze erzählt werden, kein Wunder dass die Hemmschwelle von Erwachsenen immer mehr sinkt und die Kinder immer früher 5exualisiert werden.
    Abgesehen davon macht sich hier House völlig zum Narren und schafft es sogar seine falsche Identität zu verraten, das ist nicht der House aus den anderen Folgen. Wenn er vor der Schulklasse aus welchem Grund auch immer provozieren wollte, hätte er das sicher auf intelligentere Weise tun können.

    Quote Originally Posted by ~Noa~ View Post
    Ich hatte während der ganzen Serie über nie den Eindruck, dass House unbedingt Zweisamkeit braucht, um Erfüllung zu finden.
    Aber darum ging es doch in der ganzen 6. Staffel. House suchte sein Glück in Beziehungen mit anderen Menschen und gegen Ende der Staffel gipfelt die Seelenheil in der Frage des Sein oder Nichtseins einer Liebesbeziehung mit Cuddy. Ob es klug war seine Krise auf diese Frage zu reduzieren sei dahingestellt, wenigstens wurde es konsequent erzählt.

    Und meiner Meinung nach können House und Cuddy weiterhin ein Paar bleiben, er kann eine einigermaßen funktionierende Beziehung führen und trotzdem unglücklich sein.
    Viele der wirklich guten Szenen der aktuellen Staffel hätte es ohne diese Beziehung nicht gegeben, was fehlt sind die Abgründe jenseits des Beziehungsgezickes mit Cuddy.
    Was ist zum Beispiel aus seiner ewigen Furcht geworden, dass er seine besonderen Fähigkeiten verliert, wenn er glücklich ist?
    Und sind jetzt alle seelischen Wunden deretwegen er nach Mayfield gegangen ist verheilt?
    Es könnten sich weitere ethische Dilemmas auftun etc.. Möglichkeiten gibt es sicher genug und dann wäre es spannend zu sehen wie House und Cuddy damit umgehen.

    Diese Folge hat immerhin mal wieder zu einer etwas lebhafteren Diskussion geführt und dass eine Serie überhaupt noch soviel hergibt, dass man etwas schreiben kann, was über "Ey, wie toll" oder "Mann, was fürn Scheiß" hinausgeht, ist doch immerhin ein Qualtätsmerkmal.

  11. #16
    StevieRyan's Avatar

    Join Date
    20.02.2009
    Posts
    137
    1. Dass Cuddy hätte bei Lucas bleiben sollen, wenn sie House nicht erträgt, ist Quatsch. Diese Beziehung war auf Selbstbetrug aufgebaut, weil Cuddy ganz einfach das Kind nicht allein groß ziehen wollte. Ich glaube nicht, dass sie Lucas wirklich geliebt hat. Die Trennung war unvermeidlich, egal, ob sie am Ende der Staffel 6 mit House zusammen gekommen wäre oder nicht.

    2. Die ganze Sache mit dem Streit fand ich mehr als glaubwürdig. Ich lebe seit fast dreißig Jahren mit meinem Mann zusammen, war noch fast ein Kind, als wir es 1981 gewagt haben und mir kam das alles SEHR bekannt vor. Es ging hier nicht nur um die Zahnbürste oder den Müll oder das Türen zuknallen. Es waren einfach verschiedene Dinge, die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, so dass Cuddy das Gefühl bekommen musste, dass er sich wirklich nicht darum schert, was sie will. Es musste für sie wirklich so wirken, als ob er nur noch an sich denkt und an seine eigenen Bedürfnisse. Wenn sie versucht hat, mit ihm darüber zu sprechen, hat er sie auf seine typische Art abgewürgt.

    3. Sie wollte nicht mit ihm Schluss machen, sie war wütend. Er kam zu ihr ins Büro und sie hat ihn gebeten, zu gehen. Wahrscheinlich wusste sie schon, dass sie hochgeht wie ein Pulverfass, wenn er damit anfängt. Und so ist es ja dann auch gekommen. Zweimal hat sie ihn gebeten, dieses Gespräch zu verschieben, aber er hat sie ignoriert. Mal ehrlich: In solchen Situationen sagt man oftmals etwas, was man nicht wirklich so meint.
    Besser hätte man es nicht ausdrücken können.

    Was mir an der Folge aber wirklich nicht gefallen hat, war die zeitmäßig verwirrende Erzählung von House. Das war ja eigentlich eine Erzählung von einer Erzählung. Da wusste man am ende eben gar nicht mehr, was wahr war und was nicht....

  12. #16
    StevieRyan's Avatar

    Join Date
    20.02.2009
    Posts
    137
    1. Dass Cuddy hätte bei Lucas bleiben sollen, wenn sie House nicht erträgt, ist Quatsch. Diese Beziehung war auf Selbstbetrug aufgebaut, weil Cuddy ganz einfach das Kind nicht allein groß ziehen wollte. Ich glaube nicht, dass sie Lucas wirklich geliebt hat. Die Trennung war unvermeidlich, egal, ob sie am Ende der Staffel 6 mit House zusammen gekommen wäre oder nicht.

    2. Die ganze Sache mit dem Streit fand ich mehr als glaubwürdig. Ich lebe seit fast dreißig Jahren mit meinem Mann zusammen, war noch fast ein Kind, als wir es 1981 gewagt haben und mir kam das alles SEHR bekannt vor. Es ging hier nicht nur um die Zahnbürste oder den Müll oder das Türen zuknallen. Es waren einfach verschiedene Dinge, die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, so dass Cuddy das Gefühl bekommen musste, dass er sich wirklich nicht darum schert, was sie will. Es musste für sie wirklich so wirken, als ob er nur noch an sich denkt und an seine eigenen Bedürfnisse. Wenn sie versucht hat, mit ihm darüber zu sprechen, hat er sie auf seine typische Art abgewürgt.

    3. Sie wollte nicht mit ihm Schluss machen, sie war wütend. Er kam zu ihr ins Büro und sie hat ihn gebeten, zu gehen. Wahrscheinlich wusste sie schon, dass sie hochgeht wie ein Pulverfass, wenn er damit anfängt. Und so ist es ja dann auch gekommen. Zweimal hat sie ihn gebeten, dieses Gespräch zu verschieben, aber er hat sie ignoriert. Mal ehrlich: In solchen Situationen sagt man oftmals etwas, was man nicht wirklich so meint.
    Besser hätte man es nicht ausdrücken können.

    Was mir an der Folge aber wirklich nicht gefallen hat, war die zeitmäßig verwirrende Erzählung von House. Das war ja eigentlich eine Erzählung von einer Erzählung. Da wusste man am ende eben gar nicht mehr, was wahr war und was nicht....

  13. #17
    Sunshein's Avatar

    Join Date
    18.05.2010
    Posts
    298
    Ich finde diese Folge hat die "House-Klischees" zu dick aufgetragen
    House schockt gerne Leute und kommt immer damit davon, er hat keine Skrupel wenn er etwas will, etc.

    Das stimmt alles, und ich muss immer wieder lachen, wenn diese Seite an ihm zum Vorschein kommt, aber diese Folge scheint nur diese Dinge zu sehen und es wird völlig vergessen, dass es nicht das ist, was House eigentlich ausmacht. Seine ursprünglichen Charakereigenschaften, mit denen er uns zuerst begegnet ist, werden völlig beiseitegelassen. WARUM er sich dieses "ungewöhnliche"(:Augenzwinkern_2 Verhalten leisten kann.
    Wo ist der House, der aus einem Satz oder einer Kleidungsmarke die wahren Motive einer Handlung einer Person herauslesen kann?
    Dessen "Opfer" am Ende dankbar sind, ihn getroffen zu haben?
    Der sich nie in eine Ecke drägen lässt und immer noch einen Ausweichplan finden kann (zB der Typ der ihn verklagen wollte und am Ende eine Geschlechtskrankheit hat )

    Ich verstehe ja, dass sich Figuren im Laufe einer Serie verändern - verändern SOLLTEN - aber mir kommt es so vor, als würde in der Folge nur noch die "Fassade", nicht aber das Grundgerüst seines Charakters beachtet.
    Es passt einfach nicht zu ihm, sich durch eine unbedachte Aussage erwischen zu lassen. Für mich war es immer ein Teil von House, dass er der Typ ist, der genau so etwas BEDENKT, bevor er redet. Dafür habe ich immer die größte Hochachtung empfunden. Dass er immer alle Konsequenzen einer Handlung vorher bedenkt. Ich meine, das IST House, das ist auch einer der Gründe, warum er so ziemlich immer Recht hat! (Ich hoffe, es ist irgendwie verständlich, was ich meine:verwirrt_2



    PS:@~Noa~
    Ich habe ein einziges Mal gelacht bei dieser haarsträubenden 'Komik', und das war Hughs "You can't handle the truth!", eine kleine ABoF&L-Referenz. Der beste Satz, und geklaut war er auch noch.
    Ich dachte ich hab alle Folgen gesehen, daran kann ich mich gar nicht erinnern... Welcher Sketch war das?

  14. #17
    Sunshein's Avatar

    Join Date
    18.05.2010
    Posts
    298
    Ich finde diese Folge hat die "House-Klischees" zu dick aufgetragen
    House schockt gerne Leute und kommt immer damit davon, er hat keine Skrupel wenn er etwas will, etc.

    Das stimmt alles, und ich muss immer wieder lachen, wenn diese Seite an ihm zum Vorschein kommt, aber diese Folge scheint nur diese Dinge zu sehen und es wird völlig vergessen, dass es nicht das ist, was House eigentlich ausmacht. Seine ursprünglichen Charakereigenschaften, mit denen er uns zuerst begegnet ist, werden völlig beiseitegelassen. WARUM er sich dieses "ungewöhnliche"(:Augenzwinkern_2 Verhalten leisten kann.
    Wo ist der House, der aus einem Satz oder einer Kleidungsmarke die wahren Motive einer Handlung einer Person herauslesen kann?
    Dessen "Opfer" am Ende dankbar sind, ihn getroffen zu haben?
    Der sich nie in eine Ecke drägen lässt und immer noch einen Ausweichplan finden kann (zB der Typ der ihn verklagen wollte und am Ende eine Geschlechtskrankheit hat )

    Ich verstehe ja, dass sich Figuren im Laufe einer Serie verändern - verändern SOLLTEN - aber mir kommt es so vor, als würde in der Folge nur noch die "Fassade", nicht aber das Grundgerüst seines Charakters beachtet.
    Es passt einfach nicht zu ihm, sich durch eine unbedachte Aussage erwischen zu lassen. Für mich war es immer ein Teil von House, dass er der Typ ist, der genau so etwas BEDENKT, bevor er redet. Dafür habe ich immer die größte Hochachtung empfunden. Dass er immer alle Konsequenzen einer Handlung vorher bedenkt. Ich meine, das IST House, das ist auch einer der Gründe, warum er so ziemlich immer Recht hat! (Ich hoffe, es ist irgendwie verständlich, was ich meine:verwirrt_2



    PS:@~Noa~
    Ich habe ein einziges Mal gelacht bei dieser haarsträubenden 'Komik', und das war Hughs "You can't handle the truth!", eine kleine ABoF&L-Referenz. Der beste Satz, und geklaut war er auch noch.
    Ich dachte ich hab alle Folgen gesehen, daran kann ich mich gar nicht erinnern... Welcher Sketch war das?

  15. #18
    ~Noa~'s Avatar

    Join Date
    20.04.2009
    Posts
    771
    Quote Originally Posted by Al Dopa View Post
    Aber darum ging es doch in der ganzen 6. Staffel. House suchte sein Glück in Beziehungen mit anderen Menschen und gegen Ende der Staffel gipfelt die Seelenheil in der Frage des Sein oder Nichtseins einer Liebesbeziehung mit Cuddy. Ob es klug war seine Krise auf diese Frage zu reduzieren sei dahingestellt, wenigstens wurde es konsequent erzählt.
    Du hast recht. Ich fand es auch sehr gut gemacht in der 6. Staffel, weil Mayfield nicht umsonst gewesen ist und er danach wirklich versucht hat, mit Menschen aus seinem Umfeld eine Beziehung einzugehen und teilweise war das sehr frustrierend (was in Baggage sehr deutlich wurde), aber ich finde es eher unwahrscheinlich, dass, wie du die Frage auch selber stellst, das Happy End in Form von Cuddy eintreten sollte. Im Grunde frage ich mich eben, ob House jemand ist, der wirklich 'den einen Menschen' braucht, mit dem er glücklich sein kann, weil ich ihn nicht als jemanden sehen kann, der sich nur komplett fühlt, wenn er eine Frau an seiner Seite hat. Denn, noch ein wichtiger Punkt, den du angeschnitten hast:

    Was ist zum Beispiel aus seiner ewigen Furcht geworden, dass er seine besonderen Fähigkeiten verliert, wenn er glücklich ist?
    Ich muss da an Pablo Picasso denken, der auf seine Art ein Genie gewesen ist, aber völlig unfähig war, sich auf etwas anderes als sich selbst bzw. seine Gabe konzentrieren konnte. Die Frauen, die es mit ihm ausgehalten haben, waren keine Karrierefrauen oder 'headstrong', sondern haben ihn seine 'Freiheiten' gelassen. Das mag zwar ein sehr unmodernes Frauenbild sein, aber für die Frauen war klar, dass sie immer an zweiter Stelle stehen und ihn unterstützen. Es gibt viele Beispiele von 'Genies', die nie geheiratet haben, eben weil sie nicht die Zeit und Energie zusätzlich aufbrachten, um auch in eine Partnerschaft zu investieren. Ich sehe House eben auch als 'Besessenen', aber ich kann grade jetzt in der ganzen Huddy-Geschichte nicht sagen, ob er wirklich ein Genie ist oder ob es nur eine Ablenkung davon ist, dass er eigentlich lieber zuhause auf dem Sofa sitzen will und häusliche Zufriedenheit sucht. In der 6. und 7. Staffel gab es ja Patientenfälle, wo Genialität und Glück im Widerspruch standen, und irgendwie gewinnt immer die familiäre Idylle: Nadia von letzter Ep, die Intelligenzbestie in 6-09, der sich absichtlich blöd macht, der Uniprof in Lockdown, der am Schluss merkt, wie hohl sein Leben war, weil er am Ende nicht einmal mit seiner Tochter telefonieren will.

    Wenn die Autoren wirklich konsequent sein wollen, sollte das Thema noch mal aufkommen.

    Dass Cuddy hätte bei Lucas bleiben sollen, wenn sie House nicht erträgt, ist Quatsch. Diese Beziehung war auf Selbstbetrug aufgebaut, weil Cuddy ganz einfach das Kind nicht allein groß ziehen wollte.
    Cuddy sagt zu Wilson in Known Unknowns, dass sie nun eine Mom ist und einen Mann braucht, auf den sie sich verlassen kann. Es geht ihr also in erster Linie um eine gewisse Sicherheit mit Lucas. Dass sie die bei House nicht findet, ist ihr also klar. Trotzdem entscheidet sie sich am Ende für House. OK, sie handelt nach ihren Gefühlen, kapiert. Sie liebt ihn, sagt sie. So, wie er ist. Und keine sechs Monate später sagt sie, dass sie mit ihm fertig ist. Für mich klang das sehr wohl nach Schluss machen wollen.


    Es waren einfach verschiedene Dinge, die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, so dass Cuddy das Gefühl bekommen musste, dass er sich wirklich nicht darum schert, was sie will. Es musste für sie wirklich so wirken, als ob er nur noch an sich denkt und an seine eigenen Bedürfnisse.
    Was hat sie denn erwartet? Die beiden kennen sich seit Jahren. Die Dinge, die sich anhäufen, müssen ja im Lauf der Zeit Mount Everest-Ausmaße angenommen haben. Denkt sie etwa, das ändert sich, nur weil sie Tisch und Bett teilen? Für so naiv hätte ich Cuddy nicht gehalten. Da hatte Stacy mehr Klasse. Die wusste wenigstens, auf was sie sich einlässt, und er hat ihr das nicht mehr zumuten wollen, nachdem sie bereit war, zu ihm zurück zu kommen. Er hat ihr auf den Punkt genau beschrieben, was passieren würde. Genau dasselbe passiert jetzt mit Cuddy. Es gibt eben Menschen, die nicht in einer Partnerschaft funktionieren, solange der andere fordert, dass er ab sofort oberste Priorität hat bzw. Opfer bringt, ihnen zuliebe. Und es gibt solche, für die das ganz normal und selbstverständlich ist. House gehört für mich eher zu der ersten Kategorie. Wenn er sich ihr zuliebe nicht ändert (und das ist ziemlich unwahrscheinlich) und sie nicht bereit ist, ihn so zu akzeptieren, wie er nun mal ist, wird das nicht lange halten.

    @Noa: Ich schätze mal, dass du noch sehr jung bist, was ich an manchen Bemerkungen von dir immer wieder ableite. Und dass dir grundsätzlich Folgen nicht gefallen, in denen Chase zur Neben- oder Witzfigur degradiert wird.
    Hehe. Ich wollte eigentlich nicht darauf eingehen, aber du hast in allen Punkten recht. Ich hoffe, du nimmst mir das nicht übel. Wenigstens hatten wir mal wieder ein bisschen Diskussion.

    Ich dachte ich hab alle Folgen gesehen, daran kann ich mich gar nicht erinnern... Welcher Sketch war das?
    @Sunshein... Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das in ABoF&L gehört habe. Vielleicht war es aber auch Monty Python. *g*

  16. #18
    ~Noa~'s Avatar

    Join Date
    20.04.2009
    Posts
    771
    Quote Originally Posted by Al Dopa View Post
    Aber darum ging es doch in der ganzen 6. Staffel. House suchte sein Glück in Beziehungen mit anderen Menschen und gegen Ende der Staffel gipfelt die Seelenheil in der Frage des Sein oder Nichtseins einer Liebesbeziehung mit Cuddy. Ob es klug war seine Krise auf diese Frage zu reduzieren sei dahingestellt, wenigstens wurde es konsequent erzählt.
    Du hast recht. Ich fand es auch sehr gut gemacht in der 6. Staffel, weil Mayfield nicht umsonst gewesen ist und er danach wirklich versucht hat, mit Menschen aus seinem Umfeld eine Beziehung einzugehen und teilweise war das sehr frustrierend (was in Baggage sehr deutlich wurde), aber ich finde es eher unwahrscheinlich, dass, wie du die Frage auch selber stellst, das Happy End in Form von Cuddy eintreten sollte. Im Grunde frage ich mich eben, ob House jemand ist, der wirklich 'den einen Menschen' braucht, mit dem er glücklich sein kann, weil ich ihn nicht als jemanden sehen kann, der sich nur komplett fühlt, wenn er eine Frau an seiner Seite hat. Denn, noch ein wichtiger Punkt, den du angeschnitten hast:

    Was ist zum Beispiel aus seiner ewigen Furcht geworden, dass er seine besonderen Fähigkeiten verliert, wenn er glücklich ist?
    Ich muss da an Pablo Picasso denken, der auf seine Art ein Genie gewesen ist, aber völlig unfähig war, sich auf etwas anderes als sich selbst bzw. seine Gabe konzentrieren konnte. Die Frauen, die es mit ihm ausgehalten haben, waren keine Karrierefrauen oder 'headstrong', sondern haben ihn seine 'Freiheiten' gelassen. Das mag zwar ein sehr unmodernes Frauenbild sein, aber für die Frauen war klar, dass sie immer an zweiter Stelle stehen und ihn unterstützen. Es gibt viele Beispiele von 'Genies', die nie geheiratet haben, eben weil sie nicht die Zeit und Energie zusätzlich aufbrachten, um auch in eine Partnerschaft zu investieren. Ich sehe House eben auch als 'Besessenen', aber ich kann grade jetzt in der ganzen Huddy-Geschichte nicht sagen, ob er wirklich ein Genie ist oder ob es nur eine Ablenkung davon ist, dass er eigentlich lieber zuhause auf dem Sofa sitzen will und häusliche Zufriedenheit sucht. In der 6. und 7. Staffel gab es ja Patientenfälle, wo Genialität und Glück im Widerspruch standen, und irgendwie gewinnt immer die familiäre Idylle: Nadia von letzter Ep, die Intelligenzbestie in 6-09, der sich absichtlich blöd macht, der Uniprof in Lockdown, der am Schluss merkt, wie hohl sein Leben war, weil er am Ende nicht einmal mit seiner Tochter telefonieren will.

    Wenn die Autoren wirklich konsequent sein wollen, sollte das Thema noch mal aufkommen.

    Dass Cuddy hätte bei Lucas bleiben sollen, wenn sie House nicht erträgt, ist Quatsch. Diese Beziehung war auf Selbstbetrug aufgebaut, weil Cuddy ganz einfach das Kind nicht allein groß ziehen wollte.
    Cuddy sagt zu Wilson in Known Unknowns, dass sie nun eine Mom ist und einen Mann braucht, auf den sie sich verlassen kann. Es geht ihr also in erster Linie um eine gewisse Sicherheit mit Lucas. Dass sie die bei House nicht findet, ist ihr also klar. Trotzdem entscheidet sie sich am Ende für House. OK, sie handelt nach ihren Gefühlen, kapiert. Sie liebt ihn, sagt sie. So, wie er ist. Und keine sechs Monate später sagt sie, dass sie mit ihm fertig ist. Für mich klang das sehr wohl nach Schluss machen wollen.


    Es waren einfach verschiedene Dinge, die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, so dass Cuddy das Gefühl bekommen musste, dass er sich wirklich nicht darum schert, was sie will. Es musste für sie wirklich so wirken, als ob er nur noch an sich denkt und an seine eigenen Bedürfnisse.
    Was hat sie denn erwartet? Die beiden kennen sich seit Jahren. Die Dinge, die sich anhäufen, müssen ja im Lauf der Zeit Mount Everest-Ausmaße angenommen haben. Denkt sie etwa, das ändert sich, nur weil sie Tisch und Bett teilen? Für so naiv hätte ich Cuddy nicht gehalten. Da hatte Stacy mehr Klasse. Die wusste wenigstens, auf was sie sich einlässt, und er hat ihr das nicht mehr zumuten wollen, nachdem sie bereit war, zu ihm zurück zu kommen. Er hat ihr auf den Punkt genau beschrieben, was passieren würde. Genau dasselbe passiert jetzt mit Cuddy. Es gibt eben Menschen, die nicht in einer Partnerschaft funktionieren, solange der andere fordert, dass er ab sofort oberste Priorität hat bzw. Opfer bringt, ihnen zuliebe. Und es gibt solche, für die das ganz normal und selbstverständlich ist. House gehört für mich eher zu der ersten Kategorie. Wenn er sich ihr zuliebe nicht ändert (und das ist ziemlich unwahrscheinlich) und sie nicht bereit ist, ihn so zu akzeptieren, wie er nun mal ist, wird das nicht lange halten.

    @Noa: Ich schätze mal, dass du noch sehr jung bist, was ich an manchen Bemerkungen von dir immer wieder ableite. Und dass dir grundsätzlich Folgen nicht gefallen, in denen Chase zur Neben- oder Witzfigur degradiert wird.
    Hehe. Ich wollte eigentlich nicht darauf eingehen, aber du hast in allen Punkten recht. Ich hoffe, du nimmst mir das nicht übel. Wenigstens hatten wir mal wieder ein bisschen Diskussion.

    Ich dachte ich hab alle Folgen gesehen, daran kann ich mich gar nicht erinnern... Welcher Sketch war das?
    @Sunshein... Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das in ABoF&L gehört habe. Vielleicht war es aber auch Monty Python. *g*

  17. #19
    Carpenter's Avatar

    Join Date
    30.09.2010
    Posts
    78
    @Noa: Ich nehme dir überhaupt nichts übel, im Gegenteil. Deine Intelligenz ist sehr erfrischend und ich bin hier in diesem Forum, um auch die Meinungen der anderen zu lesen.
    Da ich eher in dem Alter Cuddy (sehr wenig jünger als ich) und House (etwas älter als ich) bin (also könnte ich wahrscheinlich deine Mutter sein), kann ich sehr wohl nachvollziehen, wie sie in vielen Situationen ticken und finde überhaupt nicht, dass sie sich seltsam verhalten. Aber glaub mir: Cuddy wollte nicht Schluss machen. Sieh dir mal noch einmal die letzte Szene an, als sich House entschuldigt. Die absolut geniale Lisa Edelstein hat das wirklich Oscar-reif in Szene gesetzt. Er entschuldigt sich und sie sieht ihn an, als wollte sie sagen: Du hast mich verletzt. Siehst du das nicht? Du siehst doch sonst alles!
    Ich persönlich denke, dass sie ihn sehr liebt und tief im Inneren genauso Angst hat wie er, dass die Beziehung wieder zerbricht.

    Aber seltsam, wie verschieden hier (und im anderen Forum) die Meinungen sind. Es gibt so viele unterschiedliche Geschmäcker. Ich kenne "House" von Anfang an, aber "gepackt" hat mich die Serie erst ab Staffel 4, die ersten drei fand ich langweilig und immer nach dem gleichen Muster gestrickt. Ich hab zwar geschaut, aber wurde nicht "gehookt". Staffel 5 mochte ich überhaupt nicht und Staffel 6 dafür um so mehr. Und wahrscheinlich komisch für alle, oute ich mich jetzt: Ich mochte "Three Stories" bzw. "Drei Beine" überhaupt nicht.

    Aber die Folge vorgestern hat mir gefallen, obwohl ich House's Benehmen auch oft daneben fand. Doch wie bereits erwähnt: Er hat die Story erzählt und er neigt ja schon immer zu Übertreibungen! Ich bin zwar kein Shipper, aber hoffe doch, dass die beiden zusammen bleiben.

    Aber es soll bitte auch einmal gezeigt werden, dass Cuddy ihn liebt und ihn nicht verlieren will.

  18. #19
    Carpenter's Avatar

    Join Date
    30.09.2010
    Posts
    78
    @Noa: Ich nehme dir überhaupt nichts übel, im Gegenteil. Deine Intelligenz ist sehr erfrischend und ich bin hier in diesem Forum, um auch die Meinungen der anderen zu lesen.
    Da ich eher in dem Alter Cuddy (sehr wenig jünger als ich) und House (etwas älter als ich) bin (also könnte ich wahrscheinlich deine Mutter sein), kann ich sehr wohl nachvollziehen, wie sie in vielen Situationen ticken und finde überhaupt nicht, dass sie sich seltsam verhalten. Aber glaub mir: Cuddy wollte nicht Schluss machen. Sieh dir mal noch einmal die letzte Szene an, als sich House entschuldigt. Die absolut geniale Lisa Edelstein hat das wirklich Oscar-reif in Szene gesetzt. Er entschuldigt sich und sie sieht ihn an, als wollte sie sagen: Du hast mich verletzt. Siehst du das nicht? Du siehst doch sonst alles!
    Ich persönlich denke, dass sie ihn sehr liebt und tief im Inneren genauso Angst hat wie er, dass die Beziehung wieder zerbricht.

    Aber seltsam, wie verschieden hier (und im anderen Forum) die Meinungen sind. Es gibt so viele unterschiedliche Geschmäcker. Ich kenne "House" von Anfang an, aber "gepackt" hat mich die Serie erst ab Staffel 4, die ersten drei fand ich langweilig und immer nach dem gleichen Muster gestrickt. Ich hab zwar geschaut, aber wurde nicht "gehookt". Staffel 5 mochte ich überhaupt nicht und Staffel 6 dafür um so mehr. Und wahrscheinlich komisch für alle, oute ich mich jetzt: Ich mochte "Three Stories" bzw. "Drei Beine" überhaupt nicht.

    Aber die Folge vorgestern hat mir gefallen, obwohl ich House's Benehmen auch oft daneben fand. Doch wie bereits erwähnt: Er hat die Story erzählt und er neigt ja schon immer zu Übertreibungen! Ich bin zwar kein Shipper, aber hoffe doch, dass die beiden zusammen bleiben.

    Aber es soll bitte auch einmal gezeigt werden, dass Cuddy ihn liebt und ihn nicht verlieren will.

  19. #20
    charioso's Avatar

    Join Date
    13.05.2008
    Posts
    24
    mir fällt dazu nur eins ein: your battery operated Brad Pitt )

  20. #20
    charioso's Avatar

    Join Date
    13.05.2008
    Posts
    24
    mir fällt dazu nur eins ein: your battery operated Brad Pitt )

Page 2 of 3 FirstFirst 123 LastLast

Similar Threads

  1. 1x21 - Drei Beine (Three Stories)
    By Neffets in forum Staffel 1 (1-22)
    Replies: 340
    Last Post: 24.06.12, 18:47
  2. Feedback - 'Kristallkind' (alle 3 Stories)
    By Sir in forum Fanfiktion Feedback (offene & beendete FFs)
    Replies: 11
    Last Post: 21.03.08, 10:13